Vielleicht kennst du ja diesen Moment auf dem Zahnarztstuhl, in dem du oder (d)ein Kind am liebsten weglaufen würdet, doch nicht könnt.
Sichere dein Überleben, sagt dein Körper wenn er in Stress ist. Eine der natürlichen Reaktionen auf angsteinflößende Situationen - auf akute Bedrohungen, ist die Flucht.
Innerhalb weniger Augenblicke kann der Körper eine Gefahrensituation erkennen und entscheidet blitzschnell, was zu tun ist, um zu überleben. Wenn ein Angriff in Richtung Gefahr nicht als sicher eingestuft werden kann, versuchen wir in Richtung Sicherheit zu fliehen. Und das manchmal mit so immenser Kraft, dass wir zu übermenschlichen Leistungen imstande sind.
Wichtig zu wissen ist jedoch, dass ein Fluchtimpuls in weg von der Gefahr und dann in Richtung Sicherheit nicht automatisch auch bedeutet, dass er auch zu Ende ausgeführt wird.
Manchmal zeigt ein Kind einen nur ganz kleinen Fluchtimpuls - zum Beispiel wenn du versuchst, ihm etwas zu essen zu geben und es den Mund schließt und sich wegdreht. Oder auch bei pflegerischen Maßnahmen, wie Temperatur messen.
Wenn wir diesen Fluchtimpuls nicht erkennen und übergehen, dann ignorieren wir die Grenzen unseres Kindes. Geschieht das dauerhaft, kann dies langfristige Folgen haben.