Alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation und Milde mit dir
00:00:07: Herzlich willkommen zur Regulation First.
00:00:09: Hier findest du alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation.
00:00:15: und Milde mit dir!
00:00:17: Ich bin Kathi Bonett, Traumotherapeutin und arbeite seit vielen Jahren mit Selbstregulation- und Nervensystemwissen
00:00:25: Und ich bin Marta Pani, ich bin Ergotherapeutin und stelle hier Fragen aus dem Alltag die euch und mich bewegen.
00:00:32: Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Nervensystemwissen helfen kann, dich selbst besser zu verstehen und milder mit dir umzugehen.
00:00:41: Schön dass
00:00:41: du da bist!
00:01:02: Ja, nachdem wir das letzte Mal uns ja schon über Fehler und Perfektionismus und die Angst vor Fehlern unterhalten haben ganz viel.
00:01:10: Wollen wir heute uns mehr damit beschäftigen wieso Fehler eigentlich so wichtig sind für unsere Entwicklung?
00:01:16: Und einfach zum Leben so ganz klar dazugehören und ja auch ein bisschen gucken wie man eigentlich eine fehlerfreundliche Kultur entwickeln kann.
00:01:29: Bevor wir da aber voll rein starten wie immer Regulation
00:01:33: First.
00:01:34: Kathi, was hast du uns für eine Regulationsübung mitgebracht heute?
00:01:39: Ja, heute habe ich ne ganz schöne Übung mit gebracht also die auch so ein bisschen... Mit diesem Thema Fehlerkultur, Fehlermachen zu tun hat Also mit mehreren Bereichen.
00:01:54: aber dafür Die kam ja da gerade so und Ich mag dich einladen Dich gemütlich hinzusetzen oder vielleicht stehst du auch, aber den Moment Zeit zu nehmen.
00:02:04: Falls du gerade was kochst zu gucken, vielleicht kurz die Herdplatte aus, dass du diesen einen Moment dir gerade für dich nimmst.
00:02:12: Falls Du etwas zum Anlehen hast kannst du Dich gerne anlehnen und kannst auch gerne die Augen schließen.
00:02:22: Kann sie aber natürlich auch geöffnet halten.
00:02:26: Und das du dann einmal deine Hände sowie über dich über deinen Kopf nimmest Und dir vorstellst, aus deinen Händen rieselt goldene Glitzerstaub über dich herüber und in dich hinein und durch dich durch.
00:02:43: Ja!
00:02:44: Und jedes dieser Glitzerstäubchen sagt du bist okay so wie du bist... ...und dann lasst dich von diesem goldenen DuBistOkaySoWieDuBest berieseln.
00:03:01: Ich lade dich einzuspüren zu gucken zu schauen, wo diese Glitzer-Elemente in und auf dir landen.
00:03:15: Glitzer der kommt ja einfach in jede Ecke rein und ist schwer wieder wegzukriegen.
00:03:19: genau das wollen wir hier denn du bist einfach okay so wie du bist!
00:03:25: Und das darf in jeder deiner einzelnen Zellen glitzend eindringen.
00:03:32: dieses Wissen.
00:03:40: Und während er es noch so durch dich hindurch glitzert, schau doch mal was das mit dir macht.
00:03:50: Was sich verändert wenn du siehst wie dieser Glitzer überall in dir ankommt und dieses Du bist okay so wie Du bist in dir landen darf.
00:04:12: Mit diesem Gefühl schaue Dich gerne einmal bei Dir im Raum um und entdecke wie Dieser Raum jetzt vielleicht aussieht.
00:04:24: Was ist vielleicht anders als vorher?
00:04:32: Also für hier kann ich sagen, was anders ist als vorher.
00:04:35: Wir haben auf jeden Fall beide ein breites zufriedenes Grinsen im Gesicht.
00:04:42: Also nicht dass wir vorher so unfreundlich geschaut hätten aber ich habe das Gefühl... Das ist schon doch mal ein Stück breiter geworden,
00:04:48: das Lächeln.
00:04:50: Ich hab das Gefühl, es ist noch viel mehr unter der Haut angekommen.
00:04:56: also es ist nicht nur mein Mund und auch bei dir.
00:04:59: Also das strahlt um die Augen herum, so unter der Haut ist ganz viel leuchten Glitzern.
00:05:08: Ja es war wirklich eine sehr schöne Übung.
00:05:10: Vielen Dank.
00:05:16: So jetzt muss ich mich hier wieder in unser Thema orientieren.
00:05:21: Man braucht immer auch ein bisschen Sympathikus, um so präsent zu sein.
00:05:26: Ja total!
00:05:27: Der ist nicht schlecht.
00:05:28: der Sympatikus in Maßen genossen – ist ja
00:05:31: super!
00:05:34: Genau wir wollen uns ja heute mal vor allem damit beschäftigen wie man so eine Fehlerfreundlichkeit etablieren kann.
00:05:42: und dafür es finde ich die Frage ganz wichtig wieso sind Fehler eigentlich auch hilfreich oder wichtig für unsere Entwicklung?
00:05:52: Also beide Aspekte, die du gerade ansprichst.
00:05:54: Bin ich froh dass wir sie heute hier in dieser Folge besprechen.
00:05:57: und genau lass uns anfangen damit warum sind Fehler wichtig?
00:06:01: Und ich finde immer wenn wir uns kleine Kinder anschauen ja die Lernen zu laufen Ja die kommen auf die Welt die können irgendwie erst mal noch so gar nichts wirklich und dann fangen die irgendwann an ihren Kopf zu heben Dann können sich irgendwann rollen dann können Sie irgendwann sitzen dann können sie irgendwann krabbeln oder umgekehrt.
00:06:21: Und dann fangen sie irgendwann an sich irgendwo hoch zu ziehen.
00:06:26: Und dann haben Sie diese Idee, die irgendwo in Ihnen steckt ich will laufen lernen und dann fangt die das an und dann fallen die ständig auf die Nase.
00:06:36: Fallen ständig hin machen ständig scheitern sie irgendwie ja mit Ihrem Versuch.
00:06:43: Machen Fehler!
00:06:44: Ja sie heben den Fuß nicht hoch genug und kommen nicht über den Bauglotz drüber... halten sich nicht genug fest oder was auch immer.
00:06:54: Sie machen einen Fehler nach dem anderen, fallen hin und sie stehen halt wieder auf und lernen aus diesen Fehlern.
00:07:02: Das ist in diesem Fall kein kognitives Lernen.
00:07:04: die sitzen da ja dann nicht und sagen ich muss meinen Fuß drei Zentimeter höher halten und damit ich das kann, muss ich jetzt hier ein bisschen Mucki-Training machen und Motorik ein bisschen verfeinern sondern es ist ja Neuronaleslernen.
00:07:19: und durch dieses wieder hinfallen und wieder aufstehen, da entwickeln sich erneuerbare Bahnen die mit Unebenheiten lernen umzugehen.
00:07:29: Die mit Bauglötzen auf dem Weg ein Umgang lernen wie man darüber kommt oder dass man sie wegräumen kann oder was draus bauen kann.
00:07:38: Und das ist ja so ein bisschen für mich auch metaphorisch für Fehler allgemein.
00:07:43: also jeder Fehler beinhaltet ja etwas zum Lernen auch.
00:07:47: Also wie ich es jetzt gemacht habe Hm, war es nicht so zielführend.
00:07:51: Okay was kann ich anders machen?
00:07:54: Und ich entwickle Fähigkeiten also auch sowohl Dinge zu erkennen, anders zu lesen Situationen anders zulesen andere Entscheidungen zu treffen.
00:08:03: und auch innerlich in meinem Nervensystem geschieht Entwicklung und zwar ganz häufig dann wenn wir Fehler machen weil natürlich lernen wir auch wenn wir keine Fehler machen.
00:08:15: doch an manchen Stellen sind wir Menschen ja auch so ein bisschen faule Wesen.
00:08:22: Wir lernen am meisten, wenn wir Herausforderungen irgendwie zum Meistern haben an denen wir so ein bischen struggling.
00:08:28: also da kommt es natürlich auch immer auf.
00:08:30: die Intensität an ist darf nicht zu groß sein doch dann entwickeln sich Dinge das entsteht innerlich eine Frustration Toleranz wir lernen mit unterschiedlichen Gegebenheiten umzugehen Und ich finde ganz viel dieses Lesen von Situationen da auch wichtig, dass wir lernen Situationen unterschiedlich einzuschätzen.
00:08:53: Ja wenn wir so ganz unerfahren an eine Situation dran gehen und die noch gar nicht differenziert betrachten können weil wir damit noch gar nichts Fehler gemacht haben also nicht viele Erfahrungen mitgemacht haben, gar nicht unbedingt Fehler.
00:09:07: Was ist echt Thema Beziehung?
00:09:09: In unserer ersten Liebesbeziehung haben uns verliebt und alles war Also so alles oder nichts.
00:09:18: All in!
00:09:20: Dieses erste Fette verliebt sein, wo wir dachten das hält für immer mit der Person werde ich alt.
00:09:27: und nach zwei Wochen sah das vielleicht schon wieder ganz anders aus ja?
00:09:34: Und wir haben dann gelernt eine Person die so ein Verhalten an den Tag legt.
00:09:38: Vielleicht ist es nicht eine Person für immer also Beziehungen können auch endlich sein.
00:09:44: Also das ist ja auch erst mal eine Erfahrung, dieses Gefühl kann auch wieder weggehen, es ist auch eine Erfahrung.
00:09:51: und der Liebeskommad danach kann auch heftig sein, auch der kann wieder weg gehen.
00:09:55: Es ist auch ne Erfahrung die man daraus machen kann und man fängt vielleicht an mit der Zeit nach mehr und mehr Erfahrungen seine Beziehungspersonen anders auszuwählen.
00:10:08: aber man merkt ach nee also das war tatsächlich ein Red Flag.
00:10:12: Ah, ich habe gelernt was meine Red Flag ist.
00:10:14: und oh das Verhalten.
00:10:16: Das finde ich super.
00:10:17: danach halte ich mehr Ausschau.
00:10:20: Und dass lernen wir häufig über Fehler Kurze Unterbrechung Es folgt eine kurze Werbung für mehr Regulation in deinem Alltag.
00:10:31: Sieben Wochen somatische Achtsamkeit Ein Videokurs indem du die Vielfalt deiner Wahrnehmung erkundest dich selbst besser kennenlernst und entdeckst wie dein Körper mit dir spricht.
00:10:44: Und ich frage mich, wie du anders für dich sorgen könntest wenn du die Sprache deines Nervensystems besser verstehen würdest?
00:10:50: Hier geht es um mehr als Gedanken!
00:10:54: Es geht darum die Sprach ohne Worte deines Körpers zu verstehen weil Dein Körper verstanden werden möchte.
00:11:01: Alle Infos dazu findest Du in den Shownotes.
00:11:09: Ja, ohne die Erfahrung gemacht zu haben sind manche Dinge einfach gar nicht beurteilbar.
00:11:16: Also wenn man nicht Dinge ausprobiert dann bleibt auf der Horizont wirklich einfach sehr begrenzt weil manche dinge da kann ich noch so viel drüber lesen.
00:11:25: aber das ist was anderes dass kognitiv irgendwo mal gehört zu haben oder selber eine Erfahrung zu machen damit
00:11:34: ja und ich meine es leben.
00:11:36: also Ich glaube, ich weiß gar nicht ob es da irgendwelche Studien zu gibt oder verifizierte Informationen.
00:11:42: Aber ich kann mir nicht vorstellen dass ein Mensch ein Leben lebt in dem es keine Fehler gibt.
00:11:50: Also das reicht ja schon.
00:11:53: wenn ich irgendwie mit mehreren Personen unter einem Dach liebe die unterschiedliche Bedürfnisse haben und ich nicht zwei konträre Bedürfenste gleichzeitig erfüllen kann Dann ist das ja auch... Also gibt es die Möglichkeit, dass als Fehler zu interpretieren und da hat man gar keinen Einfluss drauf.
00:12:16: Ich glaube, es gibt kein Leben ohne Fehler und ich glaube es ist einfach wichtig einen Umgang mit Fehlern zu lernen und dazu gehört eben auch... Man muss jetzt nicht freudig reinspringen in jeden Fehler doch irgendwie ... Das ist das Normale im Leben was eben auch geschieht.
00:12:36: Ja, ich glaube das ist einfach so eine wichtige Einordnung.
00:12:40: Irgendwann also zu realisieren dass Fehler einfach ein Teil des Lebens sind und man immer Fehler machen wird uns irgendwie vielleicht gar nicht so sinnvoll ist zu versuchen alle Fehler zu vermeiden sondern es vielleicht Das Leben auch interessanter macht wenn man wenn man stattdessen lieber außer den Fehlern lernt
00:13:03: Und das ist tatsächlich gerade was du sagst, dieser Versuchfehler zu vermeiden.
00:13:08: Das ist etwas, was ich in der Praxis häufig bemerke wie viel Energie Menschen da reinstecken keine Fehler zu machen und wie eng deren Leben dadurch wird und wie viele Lebensfreude, wieviel Abenteuerlust verloren geht also die gar nicht losgehen um irgendwas Tolles zu erleben oder was Tolles in die Welt zu bringen weil sie ja ein Fehler machen könnten Und dann einfach so viele tolle Dinge nicht in die Welt bringen, weil es ja... ...in kleinen Teilen schief gehen könnte oder sie nicht alles richtig machen könnten.
00:13:42: Das beschränkt einen so sehr... Was mir immer wieder auffällt eben, wie viel Energie da reingesteckt wird kein Fehler zu machen und das ist so Schade!
00:13:53: Ja und ich meine es ist gleichzeitig auch so verständlich gerade wenn wir so in die letzte Folge zurückschauen mit dem Thema der toxischen Charme was da einfach wirklich an vernichtenden Gefühlen sich manchmal tut, wenn man eben keinen sehr konstruktiven Umgang mit Fehlern gelernt hat.
00:14:11: Aber gerade deshalb macht es ja auch total Sinn, sich mit dem Thema auf den Weg zu machen und zu schauen wie kann ich denn als erwachsener Mensch in meinem Leben mehr Fehlerfreundlichkeit entwickeln?
00:14:27: Das ist ja irgendwie einfach auch ein sehr spannender Weg, das zu machen.
00:14:31: Der so wie du sagst eben deutlich mehr Freiheit gibt und Möglichkeiten im Leben.
00:14:37: Ja, das finde ich total.
00:14:39: Und was da natürlich oft fehlt, wenn ich dann nochmal unsere letzte Aufzeichnung denke an die letzte Folge wo ich auch so ein bisschen aus meinem Leben erzählt habe... Wo ich ja nicht komme aus einer Familie, wo sehr viel Scham produziert wurde wenn irgendetwas nicht so war, wie sich das mein Vater vorgestellt hat.
00:15:02: Also der hat bestimmt was Falsches und was Nichts und hat dann auch quasi die Skala auf der Moral-Ebene oder du bist nichts Wertebene – hat er bestimmt!
00:15:14: Und da habe ich mich rausgearbeitet.
00:15:17: Was ja die Angst oft ist, dass wenn wir Fehler machen, dass wir nicht mehr dazugehören... Und dann haben wir ganz oft Vorbilder.
00:15:25: Also ich meine, ich muss nur Social Media aufmachen da sehe ich Menschen die dazugehören wollen ja.
00:15:30: Die... hab mich im Beauty zwei drei genau ab und an taucht mal so jemand in meiner Timeline drauf.
00:15:39: Und Menschen die starke Filter benutzen um dazu zu gehören um den gesellschaftlich bestimmten also von außenbestimmendem einem von außenbestimmten Schönheitsideal irgendwie zu entsprechen, einem von Außenbestimpen ideal wie Familie auszusehen hat.
00:15:58: Wie die Möbel auszusedehen haben das alles irgendwie in schönen sanften Beachtönen zu sein hat Die versuchen dazu zu gehören und Das sind dann eben auch Vorbilder.
00:16:12: Ja man sieht als Mensch von außendah ja die macht es so oder der macht das so Dann mache ich das auch so.
00:16:17: Ich will ja dazugehören Und Ich habe das für mich irgendwann geschafft.
00:16:26: Und da haben sicherlich auch Vorbilder dazugehört, meine Therapeutinnen und eben also dass die mir was anderes vorgelebt haben... ...und ich dann diese innere Sicherheit entwickeln konnte.
00:16:38: Das Feedback, was so interessant ist war eigentlich das Gegenteil.
00:16:43: Es war überhaupt nicht dieses, du gehörst jetzt nicht mehr dazu weil du dich irgendwie.
00:16:49: Ich war neulich auf einer Beerdigung und meine schickste Schwarze Hose ist meine Yoga-Hose.
00:16:56: Und dann bin ich natürlich in meiner Yoga- Hose und in meinen bequemen Barfußschuhen, die auch schwarz waren... ...auf diese Beerdigungen gegangen!
00:17:06: Das braucht eine innere Sicherheit, sich in der Yoga-hose auf eine Beerdighung oder sehr viel Wert drauf gelegt wurde.
00:17:15: Auf so Standards Wo ich aber so innerlich dieses ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich es völlig unschribiert.
00:17:25: Also das hat sich in mir irgendwann etabliert und was ich ganz viel an Feedback bekomme ... Ist wenn ich jetzt im Arbeitskontext bin bei irgendwelchen Veranstaltungen was schiefläuft oder... Ich hab irgendwann mal einen Workshop gegeben an Halloween und dann tauchten an meinem Fenster was direkt neben meinem Mikro sozusagen ist Tauchten die Kinder aus meiner Nachbarschaft auf
00:17:49: Mit
00:17:50: Süßes oder Saueres.
00:17:53: Was ja ultrapeilig, unprofessionell oder was auch immer wie man das von außen bewerten könnte und ich fand es einfach total cool.
00:18:01: Ich fand's schön!
00:18:02: Und da hab' ich ganz viel Feedback bekommen.
00:18:06: Okati, das macht in mir viel einfacher auch lockerer zu sein gerade im Arbeitskontext nicht alles perfekt haben zu müssen, sondern dass das ja auch Teil – also arbeiten ist auch Teil des Lebens.
00:18:18: Es ist keine Blase.
00:18:21: Also dass wir auch während der Arbeit das Leben um uns herum stattfindet oder auch während Therapiesitzungen klingelt bei mir ab und an der Postbote Und ich nehme dann auch das Paket an und unterbreche die Sitzung für den Moment.
00:18:40: und manchmal sind es auch dode Momente Aufnehmen und wieder auf, also wieder reparieren sozusagen.
00:18:48: Rupture ein Repair da gab es eine Unterbrechung und dann entschuldige ich mich dafür und baut das wieder auf.
00:18:54: Und es gibt aber auch Situationen wo ich das nicht mache.
00:18:56: Also wo ich den Postboten einfach winke und der darf das Paket an dahin legen oder die Postbot in.
00:19:06: Was ich aber wirklich zurück gemeldet bekomme ist wie so ne Erlaubnis... Ah ja!
00:19:13: Das darf ich ja allso auch.
00:19:16: Da ist jemand, die macht es und was ich sehe.
00:19:19: What you see is what can happen.
00:19:22: also dieses wirklich da gibt's ein Vorbild im.
00:19:26: Ich kann das ein bisschen lockerer sehen Und natürlich weg ich ganz oft ab was geschieht Schlimmes?
00:19:34: Ja wenn er Halloween Kinder an meinem Fenster klopfen Was passiert da ernsthaft?
00:19:40: Also so rein gar nichts.
00:19:42: Es kommt ein bisschen lustige Stimmung in den Workshop und alle freuen sich, dass da irgendwie gerade huibu am Fenster ist.
00:19:51: also die waren nicht sichtbar aber hörbar.
00:19:55: Ja das ist doch nix Schlimmes.
00:19:59: Ich glaube es hat viele mit zu tun, dass man sich wirklich sicher in sich selber fühlt weil wenn man eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt ist irgendwie ein Bild nach außen abzugeben und eher zu schauen, dass andere eben ein Bild von einem haben.
00:20:14: Dann kann ich mir vorstellen das diese Sachen eben sehr überfordern sind.
00:20:18: also wenn wir dann auf einmal mit was völlig anderen konfrontiert ist was jetzt gar nicht in die Situation... ...gepasst hat wo man gar nicht darauf vorbereitet ist wie man damit jetzt umgehen kann.
00:20:28: Also ich glaube das.. Von allem was du jetzt erzählst es ist so das Gefühl dass das so in mir da auf kommt dieses ja es braucht einfach Sicherheit in sich selbst und auch diese Bereitschaft, die Angst, die sich meldet mal ein Stück da sein zu lassen.
00:20:45: Und eben wirklich bewusst wahrzunehmen was passiert so um zu lernen dass eben nichts Schlimmes passiert.
00:20:53: aber irgendwie muss man durch die angst durch oder?
00:20:57: Ja ich glaube auch.
00:20:59: Also
00:21:00: ich hatte gehofft gehabt auf etwas anderes ein.
00:21:04: Wir hatten das doch auch bei dem Nein-Sagen-Thema schon mal und bei den Grenzen, dieses
00:21:08: ja
00:21:09: der innere Kompass, der noch neu kalibriert werden muss.
00:21:12: Ja da gibt es noch diese alten neuronalen Bahnen die sagen du musst perfekt sein!
00:21:17: Du darfst keine Fehler machen sonst passiert was ganz Schlimmes.
00:21:21: Das sind diese alten neuronalen Fahne, die wirklich gut ausgetreten sind.
00:21:26: Da kommt jetzt so ein zarter neuer Pfad der sagt hey ist okay Fehler zu machen?
00:21:31: Du bist ok
00:21:31: wie du bist
00:21:33: Und der ist noch ganz zart.
00:21:34: Der ist noch relativ leise und schüchtern im Vergleich zu diesem alten Fahrt, der wirklich laut brüllt vielleicht sogar.
00:21:44: Da ist es natürlich hilfreich wenn wir in einem körperlichen Zustand sind, der uns noch klar denken lässt wo wir noch Zugriff auf unsere Kognition haben und wo wir wirklich abwägen können... Okay!
00:21:56: Wenn ich das jetzt weiter mache oder so reagiere was geschieht wirklich Schlimmes?
00:22:02: werde ich dann wirklich, bei dem Workshop hier schalten die denn alle aus.
00:22:07: Gehen die dann alle aus dem Workshop raus?
00:22:09: Werden sie schlecht über mich reden?
00:22:10: Werde die mich schlecht irgendwo beurteilen werden die keinen weiteren Kurs bei mir buchen?
00:22:15: ernsthaft als ich mal und dann kommt natürlich auch wieder dieses Naja.
00:22:21: wenn Sie das nicht verkraften Dann sind sich vielleicht beim ja auch nicht an der richtigen stelle.
00:22:25: aber es hat natürlich auch wider was mit fast wie nur mit einem Privileg zu tun mich sicher genug zu fühlen zu sagen Wenn ich dir das nicht zumoten kann, dann bist du hier auch einfach nicht richtig bei mir.
00:22:40: Ich kann es mehr erlauben diese Bindung danach loszulassen.
00:22:42: Ja jetzt fühlt sich schon auch wie ein Privileg an.
00:22:45: und aber um nochmal auf dieses Angstgefühl zu kommen wird halt auftauchen und da können wir gucken ob die zwanzig Prozent Kognition über den Vargusnerv der wo die dann vom Gehirn die Information zum Körper geht Hey, es ist okay das so zu machen.
00:23:05: Und vielleicht noch mal ein bisschen bewusster dahin zu denken und sich wirklich bewusstzumachen.
00:23:12: Dann haben wir eine Chance auch gegen dieses körperliche manchmal so ein bisschen anzukommen.
00:23:16: dafür darf die Angst nicht zu groß sein also dass es dann wirklich so einen Kräftemessen sozusagen.
00:23:22: Wenn die Angst so groß ist und wir mit unserem kognitiven Denken da gar nicht gegen ankommen dann braucht's erst noch was anderes.
00:23:27: dann müssen uns diese angst erstmal noch anders anschauen.
00:23:31: Es ist gut, sie ein bisschen zu verkleinern und etwas zu verringern.
00:23:35: Was braucht die sonst noch dieser Angst?
00:23:38: Damit wir dann aber auch wirklich in diesen Realitätscheck gehen können und... Ist diese Angst wirklich gerade real?
00:23:44: Also klar ist es eine reale Angst, aber ist sie durch jetzt Realität begründet?
00:23:54: Ja das heißt ja auch dass es ganz viel diese Pause zwischen Reiz-und-Reaktion braucht.
00:23:59: also dieses A da kommt ein Gefühl Ich merke, da ist Angst.
00:24:03: Ich hab hier das Gefühl ... Oh!
00:24:04: Das müsste ich vielleicht anders besser sonstig machen oder gemacht haben und dann damit sein zu können.
00:24:13: Also es heißt eigentlich für mich jetzt gerade denke ich mir, dass alles was wir für unsere Regulationsfähigkeit machen hilft uns
00:24:23: in
00:24:24: einer gewissen Konsequenz auch besser mit Fehlern umgehen zu können?
00:24:29: Ja definitiv Ja absolut.
00:24:32: Weil wir länger in unserem Window of Tolerance sein können und wir handlungsfähiger bleiben, wir länger Zugriff auf unsere Kognition haben hier und jetzt verankert sind und die eher unterscheiden können.
00:24:44: ist das eine alte Angst oder ist es eine aktuell berechtigte Angst?
00:24:49: Ist es eine Gefahr?
00:24:51: also hat mein Verhalten hier ne Folge was ich nicht verantworten möchte.
00:24:55: ja dann habe ich noch die Chance mich anders zu verhalten während die Konsequenzen meines Fehlers fatal, dann habe ich hoffentlich noch die Möglichkeit irgendwas anders zu machen.
00:25:08: Ja und also der zweite Gedanke den ich vorhin gerade hatte, während du erzählt hast war dass es dann einfach auch richtig gut tut Menschen im Umfeld zu haben, die fehlerfreundlich sind und vielleicht auch selber so ein Mensch zu werden irgendwie auf dem Weg.
00:25:29: Das ist natürlich auch gut, ich find's manchmal gar keinen schlechten Gedanken sich auch wirklich manchmal zu überlegen wenn es um die Angst kommt und das Perfektionistische, dass alles ganz genau machen möchte, sich dann zu überleben.
00:25:44: okay aber ist das wirklich genau das was ich in der Welt verstärken möchte?
00:25:48: oder gibt's vielleicht auch die Möglichkeit zu sagen Ich halte meine Angst jetzt aus und wir machen sie ein bisschen anders Weil ich es für mich anders haben möchte, aber auch weil das ist was ich auf der Welt gerne sehen wollen würde.
00:26:00: Also ich finde manchmal diesen Blick noch mal weiter als meine kleine Welt zu machen.
00:26:03: also da muss schon sehr viel Pause gerade zwischen Reiz und Reaktion sein ansonsten haben diese Gedanken keinen Platz.
00:26:09: Aber ich find die Perspektive so als generelle Werteüberlegung um die Kognition zu füttern damit sie dann darunter wirken kann mit ihren zwanzig Prozent.
00:26:18: so finde ich das schon auch ganz hilfreich?
00:26:21: Ja, total.
00:26:21: Ich finde das Bild total schön.
00:26:23: also wirklich diesen Schritt zurück.
00:26:24: und was verändert mein Verhalten in meinem kleinen, in meiner kleinen Bubble?
00:26:32: Und was auch in den nächstgrößeren Bubbles, denn was für einer Welt möchte ich leben und was möchte ich damit zu beitragen?
00:26:39: Das ist ein total schöner Gedanke.
00:26:41: und genauer wie du sagst dazu sind wenn nicht immer in der Lage weil manchmal die Angst einfach zu groß ist Und dann sind wir perfektionistisch und das ist in Ordnung.
00:26:51: Ja,
00:26:52: und aber zu merken hey heute wäre ich in der Lage trotz Angst nicht ganz so perfektionstisch zu sein und vielleicht sogar einen Fehler zu tun oder was zu wagen.
00:27:04: also es heißt ja gar nicht dass das unbedingt schief gehen muss.
00:27:07: Aber viele Menschen wagen sich halt Dinge wie weil es die Option gibt geht oder sie sehen nur.
00:27:15: also eigentlich kann es nur schief gehen was ja einfach nicht stimmt.
00:27:19: Ja, das könnte auch einfach gut gehen.
00:27:22: Es könnte einfach richtig
00:27:23: gut klappen und dann wagt man sich dann endlich doch diesen Schritt und vielleicht machen wir die Erfahrung ja
00:27:30: es klappt.
00:27:33: Ja und auch gerade mit Perfektionismus ist es ja ebenso wie du sagst nicht nur falsch sondern einfach schon oh man hätte irgendwas besser machen können was eine davon davon abhält Und das macht das Leben mir wirklich sehr, sehr starre.
00:27:50: Also ich bin mit sehr viel Perfektionismus groß geworden!
00:27:54: Ich weiß wovon ich da spreche... Also ich hatte glaube ich ein ähnliches Klima zu Hause so wie du es auch beschrieben hast letzte Mal.
00:28:04: und ja gerade.
00:28:05: wenn ein Elternteil einfach selber alles so perfekt machen möchte um selber nicht in zu viele Spannungen zu kommen Dann hält er das auch bei den Kindern nicht gut aus.
00:28:14: Und kleine Kinder können tatsächlich viele Sachen, nicht perfekt, muss man einfach ganz ehrlich sagen.
00:28:20: also auf der Lidia ausschneiden oder essen ohne sich anzukleckern oder solche Sachen genau und dann... Also ich kenne das einfach von mir mit massiver Angst bei Fehlern.
00:28:34: Also schon bei der Idee irgendwas könnte falsch gewesen sein.
00:28:39: damit aber auch so eine ganz große Herausforderung, sich eben mit irgendwas nach außen zu wagen und sichtbar zu werden.
00:28:47: Und Dinge zu machen die einem eigentlich im Herzen legen.
00:28:49: also unsere Podcast-Startphase da habe ich viel Therapie zum Podcast gemacht kann ich dir sagen
00:28:56: Also
00:28:57: nicht zum Podcast per se Aber so zu diesem Sichtbarwerden und eben mit den ganzen Ängsten die das auslöst umzugehen.
00:29:06: Der Podcast sehe ich davor hatte.
00:29:07: dann war es noch viel schlimmer.
00:29:10: Da hatte ich noch viel weniger Tools und da bin ich einfach nach jeder Aufnahme mal drei Stunden im Bett verschwunden, weil ich es gar nicht anders ausgehalten habe glaube ich.
00:29:21: Also da hatte ich große Motivation das zu machen ansonsten hätte ich das nie im Leben gemacht.
00:29:26: Aber so diesen... Ich merke jetzt schon auch mit diesen Erfahrungen die sich daraus aber ergeben haben dass es dann doch gar nicht so schlimm
00:29:37: ist
00:29:37: wenn man sich mit was zeigt, dass nicht perfekt ist.
00:29:40: Also so wie du das auch gesagt hast und Du bist da immer wieder ein Vorbild für mich und ich merke in unserer Zusammenarbeit, dass sich bei mir langsam und Stück für Stück mehr Vertrauen in diese Podcast-Beziehung entwickelt hat Also, wo ich davor wirklich mit ganz viel Spannung da war.
00:30:02: Dass es jetzt schon viel ruhiger wird und dass so diese Erfahrungen zwar langsam ankommen
00:30:08: aber...
00:30:09: Es wäre richtig spannend von Aufnahme zu Aufnahme beobachten zu können.
00:30:12: Ah!
00:30:13: Das habe ich heute gelernt.
00:30:16: Oh, ja.
00:30:16: Und wenn ich nicht gut geschlafen habe, bin ich auch übrigens viel gestresster, wenn wir aufnehmen?
00:30:22: Ah ja!
00:30:22: Das hab' ich heute gelernt und dann wieder beim nächsten Mal ... ahja die Karte sieht das alles gar nicht so eng.
00:30:27: Ich kann einfach sagen was ich mir denke.
00:30:29: Ah okay vollgut also Stückchen für Stückchen.
00:30:32: Aber ich glaub', dass es so wichtig ist zu wissen, dass dieses Lernen einfach in ganz kleinstrittig immer wieder passiert und dass das ein Weg ist Wo es richtig fein ist, auch wenn man einfach sich freundlich diesen Weg gehen lässt.
00:30:49: Auch wenn dir eine ganze Weile dauert.
00:30:54: Da komme ich nochmal zu der Übung die wir am Anfang gemacht haben.
00:30:56: Dieses Reihenreseln von du bist okay so wie du bist Glitzer das hat für mich ganz viel mit dieser... Das rieselt so mit der Zeit in uns rein!
00:31:09: Ja das ist jetzt nicht ... Tor in mein Körper auf einen Schütte ich zwei Kilo Glitzer da rein und dann ist alles drin, sondern es ist wirklich so ein Riesel-Riesel.
00:31:21: Und mit der Zeit setzt sich das halt an die einzelnen Stellen dran, wo es irgendwie hingehört und das ist aber ein Prozess tatsächlich.
00:31:29: Das sind diese korrigierenden Erfahrungen, die wir tatsächlich machen dürfen Also die wichtig sind dafür.
00:31:36: Das kann natürlich ein therapeutischer Raum sein, das kann Arbeitskontext sein, es kann Beziehungskontext seien, dass kann ... eine Situation an der Supermarktkasse sein ne?
00:31:45: Wenn wir irgendwie nicht genügend Geld dabei haben und das kann sich ja auch schon wie einen Fehler anfühlen... Und dann steht hinter einem jemand und okay bezahlt ihr zwei Euro fünfzig.
00:31:58: Es ist nix Schlimmes geschehen
00:32:00: sondern
00:32:01: es war irgendwie ein menschlicher, freundlicher Hilfsbereicher Mensch hinter uns.
00:32:09: Ja man muss ja ehrlich sagen dass viele Menschen also eben gerade wenn man mit so wirklich sehr strafenden beschämenden Elternteile aufgewachsen ist das ganz viele Menschen der Großteil der Menschen die man in seinem erwachsene Leben begegnet sich anders verhalten.
00:32:28: Also in den allermeisten Settings, ich weiß es gibt da leider Ausnahmen.
00:32:33: Aber so grundsätzlich ist es ja ganz häufig so dass gar nicht so eine Bedrohung mehr herrscht eben und sich da auch neugierig aufzumachen und zu schauen okay was... Ja wie verhalten sich eigentlich andere Menschen?
00:32:49: oder wie gehen anderen Menschen damit um wenn irgendwie etwas passiert ist?
00:32:51: Was die nicht so wollten bei denen Fehler gemacht haben Sie vielleicht gerade nicht so gewirkt haben, wie sie gerne gewürgt hätten oder so.
00:33:00: Das kann total spannend sein finde ich und eben da auch die Welt sehr erweitern wenn man eben erlebt dass andere Menschen da einen ganz anderen Kompass haben als man selber vielleicht was der ganz anders kalibriert
00:33:11: ist.
00:33:12: Total!
00:33:13: Und dann muss ich ja auch grade denken es gibt natürlich ja auch verschiedene Menschen deren Urteil mir unterschiedlich zusetzt.
00:33:21: Ja also Wenn ich von mir nahen Menschen, die mir nahem Herzen liegen zu denen ich gerne dazugehören möchte.
00:33:27: Von denen ich gern gemocht werden möchte wenn die an meinem Fehler leiden den ich gemacht habe oder wo ich nicht so bin wie sie es erwartet haben oder keine Ahnung was wage also deren Ansprüchen nicht genüge dann trifft mich das viel mehr als ist irgendeine Person Die irgendeiner Gruppe angehört dich nicht leiden kann.
00:33:52: Dann trifft mich das gar nicht so wirklich.
00:33:55: Und manchmal haben wir aber noch diese alten Strukturen, wenn wir in einem missbilligenden Umfeld aufgewachsen sind also wie ich jetzt oder du auch in deiner Familie mit Abwertung dann ist das ja ganz viel normal.
00:34:10: So fühlt sich zu Hause an und da gibt es diese Sehnsucht nach Zuhause.
00:34:18: Wenn uns das mal bewusst machen dass wir ja unsere Bezugsgruppen auch ändern können, dann ändern sich auch vielleicht die Menschen.
00:34:29: Ja ich habe das ganz doll gemerkt.
00:34:32: also ich hab ja vorher sehr viel mit Mathematikern und Mathematikerinnen zu tun gehabt.
00:34:36: Das sind nette Menschen, gar keine Frage!
00:34:40: Und dann bin ich in die Gestalttherapie Bubble gekommen und dann in die Traumabubble auch gekommen muss aber quasi des Berufs einfach eine andere Form von Achtsamkeit zum Beispiel gab.
00:34:53: Und das hat auf einmal meinen kompletten Bekannten und Freundeskreis verändert, die Rückmeldungen zu mir verändert.
00:35:07: Dann haben mir bestimmte Dinge, wo ich vorher mich in der Mattebubble vielleicht unsicher gefühlt habe... Ich bin halt da auch immer ein bisschen anders gewesen!
00:35:17: Das hat mich überhaupt nicht mehr getroffen, weil ich eine andere Bubble hatte wo ich irgendwie so wie ich war auch viel willkommen aber.
00:35:24: Also auch da nochmal sich... Man muss... Ich hätt' mich jetzt weiter an der... also das ist jetzt fiktiv als es nicht so wahr, aber ich hätte mich jetzt auch an der Mathebubble total abarbeiten können.
00:35:37: Aber was ist auch okay die Bubble zu wechseln?
00:35:41: Ja!
00:35:42: Hat gerade im Kopf wieder dieses Bild mit dem Glitter in so anderen Kontexten ganz langsam von außen zu in einen einrieseln kann.
00:36:00: Ich habe gerade überlegt, was noch wichtig war für die Folge und ein Ding habe ich hier auf meinem Zettel stehen – ohne dem möchte ich die Folge nicht abschließen!
00:36:12: Nämlich die Achtzig Prozent.
00:36:14: Das ist was, dass ich von dir ganz oft gehört habe und das bei mir inzwischen meinem Kopf ganz oft irgendwo auftaucht.
00:36:22: Ich krieg es noch nicht immer umgesetzt aber dieses einfach-achtzig Prozent reichen, das finde ich so eine total schöne Basis.
00:36:33: Also da musst du vielleicht nochmal sagen auf was sich die achtzig Prozent beziehen weil ja auch manchmal sage dreißig Prozent reichend.
00:36:39: also da beziel ich mich dann auf die liebevolle Begleitung
00:36:43: Liebe
00:36:43: voll und zugewandte Begleitung zum Beispiel von Kindern.
00:36:46: Und bei den Achtzig Prozent, da geht's um was anderes?
00:36:51: Ja ich überlege gerade ob ich es gut erklären kann.
00:36:54: Es ist vor allem ein Gefühl bei mir das inzwischen mit diesen Achtzig Prozent verknüpft ist aber es gibt ja dieses Pareto-Prinzip dass man quasi mit zwanzig Prozent des Aufwands achtzig Prozent einer Arbeit schafft und für die letzten zwanziger Prozent also um hundert Prozent Perfektion zu erreichen bei einer Aufgabe, braucht man nochmal achtzig Prozent Aufwand.
00:37:17: Also quasi diese große ganze ... Diese achtzig prozent hat man relativ schnell und mit sehr viel weniger Aufwand erreicht.
00:37:24: Und wenn man aber immer versucht auf diese Hundert Prozent zu kommen, braucht das sehr, sehr, viel mehr Kraft- und Energieaufwand
00:37:32: genau.
00:37:34: Das ist was, dass ja also vielleicht... Magst du dir auf der anderen Seite des Kopfhörers auch mal die Frage stellen, falls du dich irgendwie da ein bisschen wieder findest.
00:37:45: Auch in Perfektionismus oder solchen Dingen wie sich das anfühlen könnte wenn man eben... Wenn es okay für einen wäre wirklich mit achtzig Prozent zufrieden zu sein und mit denen's einfach fein ist weil ich finde dass das wirklich ganz massiv was an den alleine schon an den Möglichkeiten die man hat ändert Weil man eben nicht so viel für ein Ding braucht und so ein bisschen mehr ausprobieren kann.
00:38:16: Ja, es finde ich total schön.
00:38:17: also da sehe ich mich auch total wieder und gleichzeitig... Also ich habe irgendwann herausgefunden wie ich am besten arbeite.
00:38:26: Und ich hab ja auch lange Zeit einen Team gehabt.
00:38:31: Ich weiß eben dass ich viele Ideen, ich kann total tolle Dinge initiieren und in Gang bringen.
00:38:39: ordentlich beenden von Dingen und diesem kleinen Scheiß in Anforderungszeichen.
00:38:43: Für mich ist es gefühlt klein scheiß für andere, das ist total toll.
00:38:47: Und dann ist es total gut gewesen im Team auch immer wieder Menschen zu haben die mich da ergänzen.
00:38:55: Und eben auch mit zwanzig Prozent Einsatz kann ich achtzig Prozent richtig geil machen ja?
00:39:02: Und ich gehe dann einfach los auch wenn das vielleicht so zur Hälfte durchdacht ist Aber könnte ja klappen.
00:39:09: und was auf dem Weg an Problemen irgendwie auftaucht, das lösen wir dann.
00:39:13: Das hat mich manchmal in Brindolien gebracht und auch zu Fehlern geführt.
00:39:16: deswegen war es auch immer hilfreich jemandem im Team zu haben die er so aus dem Team Bedenkenträger irgendwie kam aber auch nicht.
00:39:26: also aber weder dass eine noch das andere im Extrem war ne?
00:39:30: Also dass wir irgendwie eine gute Mischung gefunden haben weil wenn wir jedes Problem im Vorhinein bedacht hätten, also versucht überhaupt jedes Problem zu finden was existieren kann.
00:39:41: Was auftauchen kann und dann dafür auch noch Lösungen zu finden.
00:39:44: damit wird das probleme irgendwie vermeiden können oder einen umgang damit haben.
00:39:48: ehrlich gesagt ich wäre nie losgegangen und gleichzeitig war es schon auch gut mich in meinem Los sprinten manchmal zu bremsen damit ein paar Fehler vielleicht doch vermieden werden die einfach unnötig sind Aber wirklich das, da so sein eigenes Maß zu finden.
00:40:09: Also was fällt mir leicht auch?
00:40:14: Bis wohin fällt es mir leicht, etwas zu machen und bin ich die Initiatur in eher oder bin ich eher die Beänderin von Dingen... Oder wo ist meine Stelle im Prozess wenn wir von Ideen sprechen, die in die Umsetzung kommen wollen?
00:40:31: Wo brenn ich?
00:40:31: Wo hab' ich Bock drauf und dann sich andere Leute zu suchen, die einen da gut ergänzen.
00:40:35: Wenn wir nicht gut starten können, ist es gut an jemandem zu wenden der gut starte kann.
00:40:42: Und... Dann wird das ein mega Team!
00:40:47: Ja, ja total.
00:40:48: also die eigenen Stärken kennen und zu denen auch stehen können und nämlich auch zu den Schwächen stehen können.
00:40:54: Zu dem was man selber nichts tun kann.
00:40:57: Ist doch schon echt hilfreich.
00:40:59: Das wäre total schade wenn wir an dieser Stelle Und es dafür schämen würde oder das als Fehler sehen würden.
00:41:05: Ich bin falsch und das muss ich irgendwie verstecken, dann würde ich nie mein gutes Team zusammenkriegen wenn nicht sagen kann hey ich brauche in meinem team jemanden der oder die Das beenden kann wo mir die luft ausgeht.
00:41:18: Ja ich
00:41:19: langweilig dazu tode ich verliere die energie und dann habe ich fünf tausend projekte angefangen aber eben nichts beendet und dass ist dann total.
00:41:29: Dafür braucht es aber dass Ich dafür Verantwortung übernehme, hey so bin ich und das ist in Ordnung.
00:41:35: Ich brauche jemanden der oder die zu mir passt.
00:41:38: Ja ja und was ich mir gerade noch gedacht habe ist dass eben auch wenn man jetzt mit Perfektionismus unterwegs ist, dass es glaube ich auch sehr wichtig ist nicht von sich zu erwarten, dass man ab sofort perfekt die Achtzig Prozent trifft und die Angst kein Problem mehr ist sondern sich da auch wirklich Zeit zu geben um sich langsam in das Thema hineinzubewegen.
00:41:59: Und das ist vielleicht auch ein ganz guter Abschluss gerade, weil in Level zwei und drei sind wir nach wie vor in diesem Thema.
00:42:10: Also du hast dazu einen kleinen Workshop aufgenommen in Level Zwei wo man sich da mehr hinein vertiefen kann und in Level Drei geht es dann ans Verkörpern?
00:42:20: Das Schöne an Level Drey ist dass wir da ja eben nicht alleine sind sondern da sind ja ganz viele die mit ähnlichen Themen irgendwie zu tun haben Und da gibt es diese Bubble, die hey!
00:42:31: Es ist okay Fehler zu machen und wir feiern uns auch ein bisschen dafür dass wir Fehler machen.
00:42:38: Und Verantwortung für sie übernehmen.
00:42:40: also da kann wirklich diese korrigierende Erfahrung auch innerhalb dieses Buddygruppen wenn man das möchte innerhalb von Level drei und dann kann man wirklich diese Korrigieren in Erfahrungen miteinander machen
00:42:54: Ja, und es tut einfach sehr gut auch die anderen Erfahrungen zu hören.
00:42:58: Und da auf jeden Fall ein vielerfreundliches Umfeld damit zu haben.
00:43:07: Ich gehe jetzt zu meiner gelernten Abschlussfrage zurück.
00:43:11: Können wir das für heute so stehen lassen, Kathi?
00:43:14: Ich glaube schon!
00:43:15: Es war eine sehr schöne Folge mit dir Marta.
00:43:18: Danke ich fand's auch sehr spannend.
00:43:23: Ja, ein kleiner Ausblick noch für dich an der anderen Seite des Kopfhörers.
00:43:28: Du wirst uns in dieser Konstellation erst in drei Wochen wieder hören.
00:43:32: ausnahmsweise
00:43:33: Das hat mit den Mondphasen zu tun.
00:43:39: Genau und da werden wir dann mit dem Thema emotionale Erholung im Alltag zurückgekommen.
00:43:47: Knüpft direkt an dieses Thema an?
00:43:49: Ja, genau.
00:43:51: Wenn man dann erschöpft ist von all dem Perfektionismus die Ruhe gönnen um sich da neu zu sortieren.
00:43:59: Aber nächste Woche erwartet dich eine Sonderfolge Mit einem Interview.
00:44:04: du darfst also schon mal gespannt sein.
00:44:07: Dann sage ich jetzt erstmal Danke für heute Kathi.
00:44:11: Es hat wie immer Freude gemacht.
00:44:13: Ich danke dir Marta und auch danke zu dir auf der anderen Seite des Kopfhörers und sage bis zum nächsten Mal.
00:44:20: Tschüssi,
00:44:21: tschüß!
00:44:36: Und
00:44:49: wenn du Lust hast, uns in unserer Mission zu unterstützen dann würden wir uns echt freuen.
00:44:54: Du kannst aktiv dazu beitragen mehr Nervensystem Wissen und Regulationen die Welt zu bringen.
00:45:00: Abonniere gerne unseren Podcast.
00:45:03: schreib uns eine positive Bewertung und erzähle all deinen Freundinnen Familienmitgliedern, KollegInnen davon also all denen den Regulation First auch helfen könnte mehr Selbstregulation und Milde für sich zu entwickeln.
00:45:18: Danke fürs Zuhören und wir freuen uns, wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist.