Alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation und Milde mit dir
00:00:07: Herzlich willkommen zur Regulation First.
00:00:09: Hier findest du alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation.
00:00:15: und Milde mit dir!
00:00:17: Ich bin Kathi Bonett, Traumotherapeutin und arbeite seit vielen Jahren mit Selbstregulation- und Nervensystemwissen
00:00:25: Und ich bin Marta Pani, ich bin Ergotherapeutin und stelle hier Fragen aus dem Alltag die euch und mich bewegen.
00:00:32: Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Nervensystemwissen helfen kann, dich selbst besser zu verstehen und milder mit dir umzugehen.
00:00:41: Schön dass
00:00:41: du da bist!
00:00:51: Hallo Kathi, schön dich zu sehen!
00:00:54: Hallo Marta, schön Dich zu sehen und auch hallo an Dich auf der anderen Seite des Kopfhörers.
00:01:00: Schön das Du da bist
00:01:03: Ja und ich freue mich, dass wir heute einen Thema besprechen werden, dass mir als Ergotherapeutin besonders am Herzen liegt.
00:01:10: Nämlich es geht um Alltagsgestaltung und zwar genauer gesagt um die Frage wie kann man eigentlich seinen Alltag wirklich nervös systemfreundlich gestalten?
00:01:20: Bevor wir da aber eintauchen gilt wie immer Regulation First.
00:01:25: Kati hast du wieder eine Übung für uns mitgebracht!
00:01:29: Ja heute habe ich Übung mitgebracht, die einige vielleicht verwundern wird.
00:01:34: Sie heißt nichts tun!
00:01:39: Sie wird einige vielleicht sogar sehr fordern und dafür mag ich dich einladen.
00:01:45: Alles was du gerade tust einfach grade mal zu lassen ja?
00:01:51: Vielleicht kochst du nebenbei oder bist irgendwie unterwegs und vielleicht magst du einfach im Moment stehen bleiben, mag sich hinsetzen Ein Moment nichts tun.
00:02:10: Ganz genau genommen tun wir ja gar nicht, gar nichts.
00:02:13: Ja, wir atmen Wir sitzen oder wir stehen und es gibt so einen schönen Spruch Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht von wem der ist.
00:02:24: Wenn ich sitze sitze ich wenn ich gehe gehe ich Wenn ich schlafe schlaffe ich wenn mich esse esse ich Und so weiter So dass wir eigentlich wenn wir nichts
00:02:36: tun
00:02:37: vielleicht auch einfach mal nur eine Sache
00:02:41: tun
00:02:42: und die ganz bewusst.
00:02:48: Vielleicht also ganz bewusst atmen oder ganz bewusst sitzen, oder ganzbewusst stehen oder ganz bewusst gehen aber eben nicht noch fünftausend andere Sachen nebenbei.
00:03:08: Genau ich werde einen kleinen Moment auch schweigen so dass du wirklich Zeit hast dieses Nichtstun oder nur präsent mit einer Sache sein, auch ein bisschen auszukosten.
00:03:47: Ja dem einen oder der anderen mag es easy gelingen und anderen mag das vielleicht auch schwer fallen?
00:03:55: Vielleicht merkst du die Unruhe in dir, vielleicht merkst Du... ich glaube wir hatten den Ausspruch schon mal wenn's im Außen leise wird, wird zum Innen laut was sich in dir regt, was uns auch manchmal davon abhält in dieses Nichtstun zu gehen.
00:04:13: Und trotzdem ist es immer wieder ein Versuch wert, mal für eine Sekunde damit anzufangen, für eine sekunde nichts zu tun.
00:04:28: und damit übergebe ich wieder an Marta.
00:04:34: Ja tatsächlich finde auch das es richtig gut tut und knüpft vielleicht doch ganz gut etwas anders.
00:04:41: wir Beim letzten Mal schon besprochen hatten zum Thema Überforderung besser verstehen und wurde auch gesagt, dass es einfach total hilfreich ist um gar nicht langfristig in so eine Überforderungen zu kommen.
00:04:57: Wenn man kleine Momente von Regulation immer wieder einbaut im Alltag damit sich das gar nicht so aufstapeln kann über Tage und Wochen und Monate hinweg, bis dann irgendwann nur mal alles zusammenbrechen kann.
00:05:10: Sondern dass so diese kleinen Zusammenbrüche im Alltag wie du das ja immer nennst einfach auch eine sehr wesentliche Sache sind um gut im Alltag zurechtzukommen.
00:05:23: Wobei diese kleinen zusammenbrüchen man könnte sie ja auch kleine Regulationsinseln nennen klingt vielleicht ein bisschen einladender
00:05:32: als ich.
00:05:34: Brich doch mal ein bisschen zusammen, sondern hey gibt einem Körper doch mal einen kleinen Augenblick wo er vielleicht die Möglichkeit hat sich zu regulieren.
00:05:45: Ja ich glaube tatsächlich kommt das Gefühl dann sehr darauf an wie viel davor schon zuviel war oder nicht.
00:05:51: also ob es eine wohltuende Regulationsinsel wird oder ein kleiner Zusammenbruch und... Das finde ich für die innere Orientierung oft wirklich hilfreich.
00:05:59: zu wissen, ist auch okay wenn ein kleiner Zusammenbruch kommt.
00:06:02: Es ist natürlich viel schöner weil man so geplant hat dass man auf der Regulationsinsel landet und das irgendwie wirklich auch ein genussvoller Moment ist.
00:06:10: aber manchmal gibt der Alltag das einfach nicht her!
00:06:14: Ja da ist ab vielleicht nochmal eine unserer ersten Folgen.
00:06:16: total interessant gerade den da vielleicht noch mal reinzuhören als wir über die Missverständnisse über Regulation gesprochen haben.
00:06:23: Regulation heißt ja eben nicht immer das alles total angenehm ist, sondern Regulationen.
00:06:28: Wenn wir unseren Körper Zeit für Regulation geben kann das sein dass da durchaus Dinge verarbeitet werden die sich auch wie ein kleiner Zusammenbruch erstmal anfühlen.
00:06:37: also Regulation muss nicht immer angenehm sein und wenn mit dem Körper aber eben regelmäßig diese Möglichkeit geben dann haben wir die Chance dass es eben in kleineren Dosen auch irgendwie aus uns heraus bricht besprochen, wenn wir das die ganze Zeit zurückhalten.
00:06:56: Dann sammelt sich das Unverarbeitete, dass nicht regulierte ja in uns einfach an und dann bricht es irgendwann durch ohne dass wir irgendeine Kontrolle über Zeitpunktintensität oder irgendwas haben.
00:07:12: Und dann haben wir den großen Zusammenbruch sozusagen.
00:07:16: aber ein Missverständnis ist eben häufig, dass Menschen denken dass Regulation immer angenehm sein muss.
00:07:23: Und das ist es eben nicht.
00:07:26: Ja, auf jeden Fall nicht.
00:07:30: Jeey alle wollen jetzt nichts mehr mit Regulation zu tun haben!
00:07:36: Also es ist der Weg in die richtige Richtung und manchmal müssen wir halt durch diese unangenehmen Dinge durch.
00:07:42: Das ist ja gerade genau das Problem manchmal, Unangenehmen Dinge, die wir in uns erwarten.
00:07:49: Ja was ist ich trauer?
00:07:50: Ein ungelöster Konflikt oder Was auch immer?
00:07:54: wenn mir die schön lange zurückhalten ist es so als wäre die gar nicht da.
00:07:57: aber das stimmt ja gar nicht.
00:07:59: Die also man sagt ja auch so schönen nicht geweinte Tränen stellen sich hinten wieder an.
00:08:04: also Das baut sich auf und dann wird's halt noch schlimmer.
00:08:08: und ich glaube dass wissen alle keiner will hören.
00:08:12: Und Daher wirklich diese Einladung an diese kleinen Momente der Regulationsinseln.
00:08:22: Was ich mir jetzt noch gedacht habe ist, das ist ja irgendwie vom Gefühl her was man dann jetzt auch extra einbauen muss in den Alltag.
00:08:31: und ich finde immer dass es richtig gut ist direkt auch ein bisschen anders zu planen also quasi nicht den Alltags so voll zu gestalten wie man Wie man das sonst irgendwie tut, wenn man einfach vom Kopf her plant.
00:08:46: Was jetzt alles gut wäre zu erledigen oder schon erledigt zu haben, sondern auch ein bisschen in der Planung schon sich mehr Spielraum für die eigenen Kapazitäten einzubauen.
00:08:57: und ich wollte mal fragen was da so deine Erfahrungen oder Ideen dazu sind wie man eigentlich einen Alltag wirklich nervensystemfreundlich gestalten kann?
00:09:08: Genau!
00:09:08: Ich glaube es fängt schon an dass ich der Frage zwei Buchstaben hinzufügen würde.
00:09:15: Und ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der es wirklich schwierig ist einen Alltag-Nervensystem freundlich zu gestalten.
00:09:25: Ich glaube das es an dieser Stelle auch hilfreicher ist und den Druck so ein bisschen rausnimmt zu sagen wie können wir ihn nervensystemfreundlicher gestalten?
00:09:34: Also ein bisschen mehr als sonst!
00:09:36: Ein bisschen nervenssystemfreundliche als sonst wenn man einen kleinen Schritt weiter.
00:09:42: Also wirklich die Latte einfach mal weiter runter zu hängen
00:09:47: und kleine Veränderungen lassen sich auch leicht umsetzen im Alltag, weil sie jetzt so sagen oh nein lass es alles anders planen als bisher.
00:09:54: Ich muss mein ganzes Leben umschmeißen ich muss meine Kinder leider wieder zurückgeben!
00:10:01: Ich muss aufhören zu arbeiten, ich muss mich trennen und alles mögliche.
00:10:06: also das ist gar nicht notwendig.
00:10:10: Wenn wir den Fokus darauf richten, an welchen Stellen kann ich kleine Veränderungen irgendwie machen?
00:10:17: Und ich finde du hast da gerade schon was angesprochen und ich arbeite in meinem Buch ja auch total viel mit der Stressampel.
00:10:23: Und ich mag diese Ampelbilder weil die einfach so schnell greifbar sind und jetzt gar nicht mal unbedingt die Stressampe.
00:10:29: aber vielleicht auch also wenn wir merken ah ich bin da Kannst ja auch als Energieampel zum Beispiel sehen wenn du merkst ich bin im grünen Energiebereich Ich habe genügend Energie Dann kann ich heute das und das zack, zack.
00:10:42: Irgendwie machen.
00:10:43: Wenn ich im gelben Energiebereich bin... ...dann sollte ich vielleicht ein paar nice-to-haves, vielleicht auch als nice to have betrachten und nicht als must haves.
00:10:56: Ja also wirklich dringende To-dos.
00:10:58: Ich meine manche Dinge sind einfach nicht verhandelbar.
00:11:01: die Kinder wollen versorgt werden Job kann man sich notfalls krank schreiben lassen aber manchmal ist es ja auch nicht so wirklich die Option.
00:11:10: Wenn gerade irgendwie was Wichtiges ansteht, dann hat das eine höhere Priorität aber als zum Beispiel keine Ahnung.
00:11:17: der Besuch der Schwiegermutter wenn er nicht entlastend ist.
00:11:23: Die ist dann zwar vielleicht beleidigt der Schiegervater auch.
00:11:27: Aber ja bei Geld passt es vielleicht nicht und bei Rot wird da überhaupt nicht drüber diskutiert.
00:11:31: Da werden alle ausgeladen die nicht hilfreich sind.
00:11:33: Bei rot wird geguckt wie kann ich Fertig essen, vielleicht habe ich noch was im Tiefkühlfach.
00:11:39: Wie kann ich das Leben einfacher machen?
00:11:43: Ja heute ist meine Energie wirklich auf rot und dann braucht es andere Dinge.
00:11:47: Da brauchst du Unterstützung.
00:11:49: alles was irgendwie Energie kostet reduziert.
00:11:52: Dann wird auf dem Sofa die fertig Pizza gegessen oder wird irgendwas geliefert Und alle machen sich gemütlich.
00:12:00: damit wir möglichst gut diesen Tag irgendwie rum kriegen kann ich auch meine Ansprüche an.
00:12:07: Keine Ahnung, gesundes selbstgemachtes Bio-Protein halte ich ballaststoffreich wenig Kohlenhydrate keine Ahnung essen vielleicht für den Tag einfach mal außen vorlassen weil es mich an dem tag vielleicht wirklich überfordern würde.
00:12:25: also das ist wie so grobes konzept.
00:12:27: also wirklich zu gucken was gibt mein energiehaushalt her?
00:12:39: Ja, ich kann mir vorstellen dass das einfach schon für den einen oder die andere gerade total gut tut das so zu hören.
00:12:46: Also ich kann mich noch erinnern... Ich glaube du hast in der Community oder auch in deinem früheren Podcast auf jeden Fall ab und zu mal davon erzählt auch von Erlebnissen mit deinen Kindern und wie ihr dann den Familienalter gestaltet und dass das eben ein Teil des Ganzen ist.
00:13:01: An manchen Tagen hat man nicht die Energie, noch auszudiskutieren.
00:13:04: Dass es keine Schokolade vom Abendbrot gibt und dann die Krise aufzufangen und das zu begleiten.
00:13:09: Sondern dass es an manchen Tage einfach darum geht, okay, Peter du noch ich habe jetzt die Kapazitäten, dass das ein Wachstumsmoment für uns beide wird.
00:13:18: Dann gibt's heute Schokoladet vorm Abendbrott und wir wissen... Das ist nicht der Normalzustand.
00:13:24: aber wir wissen auch, es ist wichtig um sich selber zu kümmern und das ist auch ein Wert, den man damit vermitteln kann.
00:13:31: Ja, also das war bei uns in der Familie ja nicht anders als in anderen Familien.
00:13:34: Also gerade als Alleinerziehende war es tatsächlich sehr schwierig, würde ich sagen einen nervensensiblen, also ein Nervensystem freundlichen Alltag zu gestalten.
00:13:46: Also alleinerziehend ohne irgendwelche Großeltern vor Ort mit einem fordernden Job zwar Bedingt finanziellen Privilegien, sodass ich mir an der einen oder anderen Stelle Babysitter oder eine Putzhilfe irgendwie leisten konnte.
00:14:05: Aber eben oft auch nicht genug finanzielle Ressourcen um mir die nötige Entlastung dann auch kaufen zu können.
00:14:14: und da gab es natürlich oft Tage an denen ja meine Ampel, meine Energieampel auf gelb war.
00:14:22: Und eine Sache die wir eingeführt haben aus Aus eigentlich anderen Gründen, unseren wöchentlichen Familienabend.
00:14:32: Da durfte immer eine Person reihum aussuchen was wir an dem Abend machen.
00:14:37: Wir haben meistens einen Film geguckt und die Personen durfte dann immer den Film auswählen Und die Anderen haben mitgemacht Ja egal ob sie den film mochten oder nicht es gab natürlich so ein paar Regeln drum herum also keine gewaltfilme und weiß ich nicht Aber die andern haben mit gemacht.
00:14:55: Und das, was ich aber noch diesem Familienabend immer hinzugefügt habe war dass ich nicht koche.
00:15:02: Das an dem Abend klar war wir besorgen uns irgendwas von draußen.
00:15:07: da haben wir natürlich dieses Privileg der Großstadt gehabt und dann natürlich eben auch ein finanzielles Privilegg, dass wir uns das dann irgendwie auch leisten konnten.
00:15:15: Ich hab vielleicht an anderen Stellen einfach auch andere Dinge mir nicht geleistet damit das aber wirklich einmal pro Woche irgendwie möglich ist immer der Mittwoch, und es war klar Montag-Dienstach.
00:15:25: Alles klar da schaff ich das schon irgendwie gutes Essen für die Kinder zu machen.
00:15:30: Und Sonnastag-Freitag schaffe ich das auch wieder?
00:15:33: Aber Mittwochs ist meine Insel!
00:15:35: Ja also da konnte ich auch so ein bisschen drauf hin steuern.
00:15:38: Also ich habe mich immer riesig auf diesen Familienabend gefreut und es hatte natürlich auch damit zu tun weil es einfach wirklich schöne Familienzeit mit meinen Kindern war.
00:15:46: Und aber eben auch, weil es meine kleine Insel war... Ich musste nicht kochen Diejenigen, die das nicht wissen.
00:15:55: Ich bin nicht so mit Kochen.
00:15:59: Mir fällt es schwer!
00:16:00: Also ich bin damit nicht aufgewachsen und nicht so richtig.
00:16:03: Ich habe mir vieles selbst erarbeitet was frisch und gesund kochen irgendwie angeht?
00:16:09: Ich bin sehr viel selbst mit Fertiggerichten groß geworden Und ist aber ein großer Anspruch irgendwie an mich auch gewesen.
00:16:16: und dann Mit Kindern, die sehr unterschiedlich irgendwie essen und jeden Tag... Die Kinder waren einfach ja auch sehr, sehr viel bei mir.
00:16:25: So dass ich wirklich immer kochen musste und das hat mich wahnsinnig angestrengt!
00:16:30: Also es hat sich sehr lange durchgezogen.
00:16:34: Eigentlich erinnert sich das jetzt gerade erst seit ich nicht mehr verschiedene Geschmäcker unter einen Hut bekommen muss und einfach nur für mich oder halt die da sind grade irgendwie kocher aber ist es nicht mehr.
00:16:47: dieses Ich Muss Also Kochen war für mich immer richtig, richtig anstrengend.
00:16:52: Und von daher war das ... Das war so ein Energieräuber.
00:16:57: Rauber?
00:16:57: Räuber!
00:16:58: Ein Energiräuber... Für mich auch und vielleicht ist in deinem Alltag irgendwas anderes ein Energirääuber ne?
00:17:04: Bei mir war es das Essenkochen oder auch.
00:17:07: also ich meine es kam ja jeden Abend wieder und immer wieder oh Gott ich muss ja heute noch was essen.
00:17:12: koch
00:17:13: Mist,
00:17:14: ich mach mal den Kühlschrank auf und schaue was da ist.
00:17:17: Oh, Mist!
00:17:18: Da ist gar nicht mehr genug drin.
00:17:19: Ich muss nach schnell zum Bioladen laufen und noch etwas
00:17:22: holen.".
00:17:24: Es hat wirklich regelmäßig innere kleine Panik oder Stress ausgelöst in mir.
00:17:30: also das kann bei jeder Person ein anderes Thema irgendwie sein.
00:17:34: Kann ein Thema Wäsche sein oder war es auch immer.
00:17:37: Also bei mir war's das Kochen.
00:17:39: Und da habe dass einmal die Woche wegfällt.
00:17:44: Einfach wie groß wegfellt und wer dann einfach was von draußen geholt haben?
00:17:50: Und das war gut!
00:17:52: Ich kann mir vorstellen, dass es auch dem Familienabend nochmal eine andere Qualität gegeben hat wenn du dadurch auch einfach entspannter in diesen Abend starten konntest und nicht mit dem inneren Stress quasi dann in dieser eigentlich unsere gemeinsame Zeit gestartet bist.
00:18:12: Kurze Unterbrechung, es folgt eine kurze Werbung für mehr Regulation in deinem Alltag.
00:18:18: Der große Nervensystemkurs – ein Videokurs der die Theorie aus Nervenstark verbunden aufgreift zum Anhören und Anschauen übersichtlich und gut zugänglich.
00:18:30: Und ich frage mich was ist für dich verändern könnte?
00:18:33: Die theoretischen Grundlagen des Nerven-Systems kompakterklärt zu bekommen Ein Kurs, der allein für sich bereits deine gesamte Sicht auf Verhalten verändern kann und gleichzeitig die Basis für weiteres Eintauchen in die Welt des Nervensystems ist.
00:18:50: Weil er Nervensystem Orientierung mag... ...und Wiederholung!
00:18:54: Alle Infos dazu findest du in den Show-Notes.
00:18:58: Du dumm!
00:19:00: Ende der Werbung!
00:19:02: Ja, gleichzeitig kann ich mir auch vorstellen, dass so dieses Dieses eben Planen nach, okay was geht bei grün?
00:19:10: Was geht bei gelb?
00:19:11: Was ist das für manche Menschen auch durchaus eine Herausforderung sein kann.
00:19:18: Wenn wenn man sich eher über Kontrollessicherheit holt und quasi so diese Ideen von gesundes Essen auf einer anderen Ebene Also nicht nur auf der Ebene von, dass es sinnvoll ist sondern auch von das ist eine Identität.
00:19:33: Da habe ich eine Regel nach der kann ich mich orientieren und wenn ich das mache bin ich safe so.
00:19:39: Dass es dann für Menschen die da vielleicht auch eher mit Kontrolle und Regeln ganz gut sich Stabilität organisieren was ja einfach auch eine alternative Regulationsstrategie ist, dass das eine andere Herausforderung sein kann.
00:19:54: Total ist er auch gar nicht schlimm also bei mir galt das auf jeden Fall nicht.
00:20:00: Deswegen ist es mir leicht gefallen, da an der Stelle auch was wegzulassen.
00:20:05: Es hat mich nicht destabilisiert.
00:20:07: Das hatte keinen destabilisierenden Faktor bei mir.
00:20:10: Wenn das bei jemandem einen destabiliserenden Fakto hat ... Dann kann man gucken, ist das wirklich der Punkt wo ich gerade etwas ändern möchte?
00:20:17: Oder gibt's ein anderen Energieräuber, der ausschließlich Energierräuber ist und wenn der mal zwischendurch wegfällt, ist es so einfach eine Erleichterung bringt.
00:20:29: Ja, vielleicht ist es... Ich weiß es nicht!
00:20:32: Was gibt's denn noch so?
00:20:34: Ich kann mir tatsächlich auch vorstellen dass dieses was du vorhin angesprochen hast Besuche von den Schwiegereltern oder einfach eben so Familienbesuche die nicht nur entspannen sind und die auch so ein Verpflichtungsgefühl mit dabei haben potenziell
00:20:49: ja dir auch ganz offen auch dazu führen das man vorher anfängt die Wohnung zu putzen oder sowas nach einmal sowas.
00:20:55: also dann fängt man schon drei Tage vorher an Und dann weiß man, wie das Leben mit Kindern auch ist.
00:21:00: Dann hat man angefangen die Wohnung aufzuräumen und dann dreht man sich um und zack ist sie hinter einem wieder in ein Chaos gebracht worden.
00:21:09: Man hat die ganze Zeit diesen Besuch ... Ich mach jetzt mal einen Anführungszeichen Schwiegereltern.
00:21:12: Das kann ja auch jemand anderes sein.
00:21:16: Die können ja auch total nett und unterstützend sein!
00:21:18: Ich will überhaupt gar keinen Schwieereltern-Bashing betreiben.
00:21:24: Aber ja, Besuch zum Beispiel.
00:21:28: Das war etwas zum Beispiel, ich hatte das früher auch.
00:21:31: Dass sich dieses oh Gott da kommt jemand zu Besuch und jetzt fange ich an zu putzen.
00:21:36: Ich habe mir dann immer versucht ein bisschen einzuräumen.
00:21:37: ja ich mache das für mich, ich mach das überhaupt nicht für andere Aber es war für andere Ja Es war einfach so.
00:21:45: dass macht man so und man kann doch nicht irgendwie.
00:21:48: Hier liegt überall alles rum, die Wäsche türmt sich.
00:21:51: Es ist ... Die Küche, da stapelt sich alles und die Kinder haben ihr Spielzeug in der ganzen Wohnung verteilt.
00:21:59: also wo ich mich selbst ja manchmal schon gar nicht mehr richtig wohl gefühlt habe Und das dann auch noch Gästen zuzumuten.
00:22:04: was erzählt das über mich?
00:22:06: Ich hab mein Leben nicht im Griff und keine Ahnung was damit alles irgendwie verbunden ist.
00:22:13: Das war für mich ein Prozess Der allerdings durch meinen Burnout beschleunigt wurde, den Lust das loszulassen.
00:22:22: Also wenn mich jemand besuchen kommt dann muss die Person unter Umständen damit leben dass die Kinder das Wohnzimmer zu ihrem Hauptspielzimmer erklärt haben für eine Weile und da alles einfach rumliegt und auch ja die Spülmaschine sauber ist voll und es andere Geschirr sich da oben drüber stapelt!
00:22:43: Das waren Also bei mir war es ein relativ harter Lernprozess eben durch den Burnout, weil's dann einfach nicht mehr ging.
00:22:49: Und ich Prioritäten setzen musste und mir war's wichtiger Verbindungszeit mit meinen Kindern zu haben, denen Zeit zur Einschlafbegleitung zu geben, mit denen Ausflüge zu machen ... und was auch immer!
00:23:05: Ich habe für mich entschlossen, Haushalt und Ordnung sind untergeordnet.
00:23:12: Meine Kinder können Super in einer Wohnung aufwachsen, in der ab und an weniger Gestau besorgt ist.
00:23:22: Und ... In der auch mal Zahnputzreste im Waschbecken sind.
00:23:27: In der sich manchmal das Geschirr stapelt.
00:23:30: Und natürlich gibt's da auch Grenzen, ne?
00:23:32: Das heißt jetzt nicht die Legitimation für einen absoluten Messiehaushalt wo die Hygiene überhaupt nicht mehr gewährleistet ist.
00:23:42: Da gibt es ja durchaus sehr
00:23:43: viel
00:23:44: Raum dazwischen.
00:23:46: Aber da wirklich ein bisschen entspannter zu werden und ja, auch den Schwiegereltern oder meiner Mutter oder auch Freunden-Freundinnen zu sagen Ja!
00:23:59: So sieht es hier gerade aus.
00:24:01: Musste mit klarkommen ansonsten.
00:24:04: Finanziere mir eine Putzhilfe.
00:24:05: also die Schwieereltern haben das gemacht.
00:24:08: Das war ein total tolles Geschenk der Schwiegeeltern weil sie einfach gesehen haben Was für ein krasser Alltag das ist.
00:24:17: Man kann meines Erachtens einen Familienalltag als Alleinerziehende nicht komplett nervensystemfreundlich gestalten, geht einfach nicht!
00:24:29: Die Anforderungen sind einfach für eine Person zu hoch.
00:24:35: Ja ich glaube von dem was du jetzt gerade so erzählt hast kommt für mich schon noch ein Punkt nochmal ganz klar raus nämlich Prioritäten zu setzen und sich die eigenen Werte zu überlegen.
00:24:47: Weil ich glaube, es ist ganz oft ein Faktor der uns auch in Überforderung und Überplanungen hält das wir uns gar nicht erlauben Dinge nicht zu machen sondern dass es auch so ein inneres Raster gibt das mitläuft das sagt so muss man aber und man kann doch nicht und ich müsste doch alle anderen schaffen doch auch und ich glaube dass das ganz oft was isst dass das ausmacht dass man sich eben durch Sachen durchzwingt und sich nicht die Räume schafft, die man sich vielleicht schaffen könnte auch.
00:25:18: Und wenn du jetzt sagst ja du hast einfach festgestellt deine Kinder können in einem Haushalt leben, dem es nicht so ordentlich ist und das ist kein großes Problem.
00:25:26: Aber wahrscheinlich wäre es ein sehr viel größeres Problem für sie und ihre Entwicklung gewesen wenn sie mit einer permanent überforderten super gestressten Mutter gelebt hätten die sich nicht gut regulieren kann und dann einfach auch schneller viel schneller in den Luft geht und dass wird trotzdem vorgekommen sein weil man ist trotzdem ein Mensch.
00:25:46: aber Aber es ist einfach ein Unterschied, glaube ich, wo die Gewichtung liegt und ob die Gewichtigung ist.
00:25:54: Ich muss nach außen hin irgendwie wirken oder ich nehme mir auch wirklich mal Raum und überlege mir was ist mir in meinem Leben tatsächlich wie wichtig?
00:26:03: Und vielleicht auch die Frage okay wenn da ein Thema aber sehr Angst besetzt ist wie eben... Was denken Menschen von mir, wenn sie dann meine Wohnung sehen oder sehen?
00:26:12: Ich habe das Sache nicht so auf der Reihe.
00:26:14: Vielleicht ist das auch echt ein guter... Also etwas Gutes sich der Unterstützung zu holen um mit dieser Angst umgehen zu können und sich damit aber so längerfristig wirklich ein bisschen Raum für sich selber wieder zu erschließen.
00:26:29: Ja, sich dabei Unterstützung zu holen finde ich super.
00:26:32: also weil da ja... Also manchmal das hört sich an wie eine ganz pragmatische Entscheidung und manchmal liegen darunter wichtige Dinge.
00:26:42: Wieso ist mir das so wichtig dass
00:26:44: es
00:26:44: bei mir aufgeräumt ist?
00:26:46: Ja klassisch dieses klassische Thema was stecken dafür Ängste hinter, wovor habe ich Angst?
00:26:53: Was die Leute über mich denken etc.
00:26:56: Das können tiefe Themen sein das kann völlig easy sein und es kann gleichzeitig auch was Tiefes sein woher auch immer irgendwie angepiext wird und dann kann es hilfreich sein sich da auch professionell Hilfe zu holen.
00:27:13: Und ein zweiter Faktor der da finde ich immer wieder mit reinkommt Ich kenne viele Familien Neben allem, was so sein muss.
00:27:26: Hin und her mit Kind eins nach A, Kind zwei nach B und dann alle zusammen nach C und sowas bringen.
00:27:35: Und Job- und Haushalt- und Einkaufen und keine Ahnung.
00:27:37: also diese Dinge die irgendwie sein müssen?
00:27:41: Dann gibt es Familien, die dazu noch ganz viele Hobbys haben und ganz viel Freizeitstress im Grunde auch haben.
00:27:52: wo ich in der Praxis manchmal beobachte, das ist so was wie oder auch Verabredungen am Wochenende.
00:27:59: Es scheint doch die Sonne!
00:28:00: Wir müssten doch eigentlich rausgehen und wir sind doch auf dem Fest eingeladen und es ist doch klar dass wir dahin gehen.
00:28:09: kein Mensch hat die Energie dafür.
00:28:10: aber es ist noch klar dass wieder hingehen und dann kommt sowas FOMO vier of missing out.
00:28:18: die Angst was zu verpassen kickt da auch manchmal mit rein.
00:28:22: Die Angst hat zu verpassen oder aber auch, was soll die Leute denken wenn ich da jetzt nicht auftauche?
00:28:28: Die sind dann enttäuscht von mir
00:28:30: etc.,
00:28:30: aber eben auch diese Angst irgendwas zu verpassen und das finde ich auch interessant sich anzugucken.
00:28:38: Was verpasst man denn da?
00:28:41: Ein Nachmittag auf einem Fest wo man eigentlich keine Kapazitäten für hat Und da kommen auch so verschiedene Werte miteinander ins Ringen sozusagen.
00:28:54: Also dieses Freundschaften pflegen wollen und natürlich gibt mir das auch, was wenn ich in Gesellschaft irgendwie bin und gleichzeitig kostet es manchmal mehr als dass es mir gibt.
00:29:04: Und diese Abwägung jedes Mal neu zu treffen ist wichtig finde ich.
00:29:10: Ja total!
00:29:12: Ich gehe zum Beispiel richtig gerne tanzen und versuche eigentlich auch das ja regelmäßig zu machen.
00:29:20: Ich habe aber festgestellt, dass ich für das Tanzen einfach nachdem es da auch viel um Kontakt geht gewisse Kapazitäten brauche und wenn ich versuche das zu machen.
00:29:28: Wenn ich die Kapazität nicht habe dann bin ich entweder am nächsten Tag total erschlagen oder sogar unter uns binden währenddessen eigentlich auch gar nichts so erfüllt weil ich gar nicht in Sonnen in diesen Verbindungsmodus wirklich kommen.
00:29:44: Also wir hatten das ja beim letzten Mal auch schon ein bisschen, oder bei den letzten Malen mit... Dass man einfach den sozialen Vargus braucht für Regeneration.
00:29:52: Dafür dass man überhaupt wirklich sich verbunden fühlen kann.
00:29:57: und wenn mein System aber eigentlich in gelb bis rot ist dann bringt das gar nichts dahin zu gehen weil ich es nicht aufnehmen kann.
00:30:08: also da kann total schönes sein aber es kann mir gar nicht landen.
00:30:12: Also ich will mir das Gefühl, es kann gar nicht andocken dann und habe dann so über die Zeit und die Erfahrung langsam für mich gelernt.
00:30:19: Dann also wirklich auch drauf zu achten – für solche Dinge in welchem Zustand bin ich gerade?
00:30:25: Und bin ich in einem Zustand, indem das Nährenn sein kann oder nicht?
00:30:30: Und wenn nicht, dann auch tatsächlich was zu machen, dass Nährend ist.
00:30:35: Ja geht mir ganz genauso!
00:30:37: Ich war am Wochenende auf einem Geburtstag von einer Freundin eingeladen versprach einen total schöner Nachmittag und Abend zu werden.
00:30:45: Eine ganz enge Freundin von mir, die ich auch mal schon eine Weile nicht gesehen habe Und es wäre wirklich total schön gewesen.
00:30:51: und gleichzeitig weiß Ich dass ich ein paar Sachen vor hatte die ich machen musste für dich Energie brauchte und ich hab gemerkt Viele Menschen sind mehr einfach gerade zu viel.
00:31:04: Ich hab die energie dafür nicht.
00:31:06: und das war also.
00:31:08: ich hab so gemerkt wie ich den vormittag mit mir gerungen habe ich hätte um vierzehn uhr muss sich eine entscheidung treffen.
00:31:14: ja um vierzen uhr dreißig hätt ich mich auf den weg machen müssen wenn ich pünktlich hätte da sein wollen.
00:31:19: Und ich hab gemerkt wie es in mir gerunden hat, das war also es ist auch manchmal nicht so ganz eindeutig.
00:31:27: natürlich gibt mir das was und es kostet mich etwas und dann so genau in sich reinzuspüren.
00:31:33: Wie viel wird es mich denn wirklich kosten?
00:31:36: Wie erschöpft werde ich morgen sein, kann nicht dann morgen noch die Dinge tun, die ich tun muss.
00:31:43: Manchmal weiß man es auch erst nachher ob man richtig gelegen hat aber das ist manchmal ein Ringen und Ich habe mit der Zeit rausgefunden dass ich genügend Zeit alleine für mich brauche Auch hier außerhalb der Stadt in meinem Wald Mit den Tieren, mit den Vögeln Ohne andere Menschen auch teilweise um mich herum immer wieder, also es gibt viele Menschen in meinem Leben und es gibt auch kaum Tage wo ich nicht die Möglichkeit hätte Menschen zu treffen.
00:32:16: Und manchmal entscheide ich mich aber tatsächlich bewusst dagegen weil Ich merke wie angestrengt mein Körper Manchmal ist und dann zukommt natürlich jetzt bei mir die privilegierte Situation dass ich einfach keine Kehrarbeit mehr habe das ich diesen Teil in meinem Leben einfach nicht mehr habe und mein Körper da auch viel selbstbestimmter entscheiden kann.
00:32:40: Und ich merke jetzt gerade erst, wie oft mein Körper eigentlich auf Rückzug gestimmt ist.
00:32:50: Und das ist also manchmal finde ich total erschreckend, dass ich mir gekrass... Soviel
00:32:56: Rückzug braucht
00:32:57: dein Körper eigentlich?
00:32:59: Und das hatte ich die letzten zwanzig Jahre nicht.
00:33:02: Ich erinnere mich an so viel, weil ja ständig waren die Kinder um mich herum ... Die sind toll!
00:33:08: Die haben mir natürlich auch was gegeben.
00:33:09: und trotzdem... Was es jetzt für einen krassen Unterschied macht wirklich meinem Körper zuzuhören?
00:33:21: Ja, ich glaube dass kann ich gut nachfüllen, weil ich das also ich komme nicht aus so viel Kehrarbeit aber Ich habe auch auf jeden Fall in den letzten Jahren festgestellt, dass mein System einfach sehr viel mehr Ruhe braucht als ich ihm davor gegeben hab und was es für einen Unterschied macht dem jetzt nachzugehen.
00:33:42: Und das ist gleichzeitig etwas, was auf der einen Seite was total Schönes
00:33:47: hat weil's
00:33:49: den Kontakt mit mir selber ganz anders macht und ich mich ganz anders fühle in mir, weil einfach so ein Grundbedürfnis da irgendwie da ist gerade damit erfüllt ist und ich so das Gefühl habe, ah ich kann mein Leben mal in meinen Grenzen gestalten.
00:34:02: Das ist super!
00:34:04: Und manchmal ist es total frustrierend und traurig zu merken dass diese Grenzen aber sehr viel enger sind als mein Kopf sich das auf jeden Fall wünschen würde.
00:34:13: und dieser Diskrepanz zwischen dem was man in der Vorstellung alles gerne machen möchte und dem was sich aber tatsächlich gut anfühlt die muss man auch mal irgendwie erstmal halten beziehungsweise Betrauen.
00:34:27: zum Teil finde ich.
00:34:28: Ja absolut, dass nicht alles möglich ist was man gerne auch machen würde
00:34:34: und das einfach ist eine einen Unterschied für die Lebensqualität macht trotzdem auf der eigenen Grenzen zu achten.
00:34:42: also man kann es natürlich auch total bewusst überschreiten und wissen, Armee ist das so wichtig?
00:34:48: Und ich nehme es in Kauf.
00:34:49: Dass sich der nach vielleichten Tag mit einer Kräne im Bett
00:34:51: liegt.".
00:34:51: Das ist eine völlig legitime Entscheidung aber ich finde es ist wirklich gut wenn man die bewusst treffen kann und nicht so überrannt und überrollt wird davon.
00:35:00: So ein bisschen Idee hat,
00:35:02: ah ja
00:35:02: okay!
00:35:02: Das wird zu viel.
00:35:04: Ist es mir aber wert gerade oder würde ich so gerne... Aber es wird sich nicht gut anfühlen und ich glaube dann ist was anderes gerade wirklich schöner für mich
00:35:14: Ja.
00:35:14: Und dann auch wirklich nochmal, also sowohl bei Kontakten als auch bei Aktivitäten wirklich zu gucken wie viel gibt mir das?
00:35:24: Welche Menschen tun wir gut?
00:35:27: Manchmal nennen wir Menschen Freunde, Freundinnen und die tun einem einfach irgendwie aber gar nicht gut oder... Das ist so ein oberflächlicher Kontakt und das ist zwar irgendwie nett weil man dann so viele Freunde und Freundinnen hat und man fühlt sich beliebt und keine Ahnung.
00:35:44: Also das hört sich jetzt so abwertend an, soll es gar nicht sein.
00:35:49: Aber man merkt eigentlich nie und das war etwas was ich rausgefunden habe... Ich habe wirklich enge Freundschaften für die nehme ich mit Zeit, die pflege ich sehr Und hier nach meinem Umzug ins Häuschen bin ich einen neuen Ort gezogen und habe ganz bewusst auch Kapazitäten geschaffen für neue Bekanntschaften hier, für Freundschafte wirklich pflege.
00:36:17: und ich komme an so ein punkt wo ich sage ja Ich habe gar nicht mehr so viel kapazität für noch mehr enge freundschaften Denn das ist auch ein wert von mir zum beispiel diese freundchaften die ich habe zu pflegen Und ich mag ich persönlich zb fühle mich total wohl in so eins zu eins gesprechen oder einen kleinen gruppen die sehr vertraut sind.
00:36:41: völlig egal ist, ob meine Küche aufgeräumt ist oder nicht.
00:36:44: Oder ob ich in der Schlafanzugose im Wald spazieren gehe mit der Person und wo ich so sein kann wie ich irgendwie bin.
00:36:53: Das sind Kontakte Menschen Verbindungen die mir total gut tun.
00:36:59: wenn Ich merke ich muss da erst irgendwie gucken habe ich das Richtige an es auf geräumten ist irgendwas dass Es mittlerweile schon wie ein kleines Alarmsignal in mir Und ich pflege lieber eine kleine Gruppe an wirklich engen Kontakten, die mich richtig nähern als eine große Menge an Kontakte, die ja so okay irgendwie sind.
00:37:27: Gibt es auch immer mal welche und ich halte auch gerne einen Plausch an der Straßenecke.
00:37:32: Und keine Ahnung mit Menschen, die ich kenne und nett finde.
00:37:35: Und wo ich denke ja ach da könnte es vielleicht auch netter irgendwie noch mit werden.
00:37:38: Und gleichzeitig entscheide ich dann ja aber dafür hätte ich gerade gar keine Kapazität.
00:37:44: Da kommt natürlich auch also Quantität nicht Qualität statt.
00:37:49: Quantität kommt damit rein.
00:37:51: Natürlich auch so ein bisschen oh Gott wenn ich jetzt nicht auf jeder Party eingeladen bin, was erzählt das über mich?
00:37:57: Wie fühle ich mich da mit
00:37:58: mir?".
00:38:00: Und ich glaube durch die ganze Therapie, die ich jetzt in den letzten Jahren gemacht habe für mich und ich erlebe es eben auch bei Klientinnen in der Praxis.
00:38:09: Je mehr sie okay mit sich selbst werden und ein Verständnis für sich selbst entwickeln eine Milde mit sich selber entwickeln desto okay sind Sie wirklich mit sich Selbst sind alleine okay mit sich selbst und brauchen nicht oder brauchen immer weniger.
00:38:30: Nicht ist nicht richtig, glaube ich.
00:38:32: Brauchen immer weniger diese Bestätigung von außen.
00:38:37: Du bist beliebt du bist toll!
00:38:39: Du bist gut so wie du bist sondern wenn das in uns selbst mehr und mehr reift dann können wir auch den Fokus immer mehr darauf richten was sind die Dinge die mich wirklich nähern?
00:38:49: Und was kann ich vielleicht auch getrost aufgeben?
00:38:56: Ja, das erlebe ich auf jeden Fall auch so.
00:39:00: Dass das viel ausmacht mich selber besser zu spüren und eben mir auch klarer zu sein was sind eigentlich meine Werte?
00:39:09: Und irgendwie ist es ja schon so dass es nicht mit dem, dass man so formal erwachsen wird auf einmal so ist, dass Man so richtig weiß wie ticke ich denn jetzt eigentlich Was ist mir wichtig und wie möchte ich mein Leben gestalten sollen.
00:39:21: Ich kann jetzt zumindest mal von mir sagen Dass sich dann noch ganz viele Ideen immer wieder hineinmischen von Erziehungssachen und irgendwelchen gesellschaftlichen Bildern, solche Dinge in uns wirklich ja auch ein Stück weit Arbeit bedeutet mich davon abzugrenzen.
00:39:40: Und dass aber einfach ein sehr spannender Prozess ist so dieses.
00:39:44: ich mein wir leben in einer relativ freien Welt und also zumindest in unserem In unserem deutschsprachigen Raum.
00:39:53: jetzt sind wir relativ frei, muss man mal so einschränken leider.
00:39:59: Und wir haben natürlich manchmal Verpflichtungen eben sowas wie Kehrarbeit, Erwerbsarbeits... Da gibt es einfach Rahmenbedingungen an denen man ein bisschen gestalten und basteln kann die man aber nicht sich völlig freigestalten kann.
00:40:11: Aber grundsätzlich haben wir das Recht in unserem Leben für uns zu entscheiden was uns wie wichtig ist wo wir unsere Energie hingeben wollen.
00:40:23: Und ich glaube, das ist manchmal einfach wirklich gut sich auch echt bewusst Zeit dafür zu nehmen mit der Frage zu sein, was ist mir dann am wichtigsten in meinem Leben?
00:40:35: Wenn ich feststelle, mir sind meine Beziehungen, meine Freundschaft und meine Familie im Wichtigsten und ich sehe in meinem Kalender dass ich dafür eigentlich nie Zeit habe weil die ganze Zeit am arbeiten bin von einem Termin zum nächsten Hetze dann ist es vielleicht ein Moment, um zu schauen.
00:40:52: Kann ich da ... kann und möchte ich daran vielleicht was verändern?
00:40:57: Also sich da wirklich das vor Augen führen.
00:40:59: Was ist mir wie wichtig und wie viel Zeit hat das auch in meinem Leben?
00:41:03: Wie viel Platz bekommt das bei mir?
00:41:06: Ja, da kann es auch total hilfreich sein mal mit einer dritten Person irgendwie oder zweiten anderen Personen einfach draufzuschauen, so wirklich zu gucken, was ist man eigentlich... also auch was ist mir wichtig, was nervt mich?
00:41:21: Was ist mir vielleicht auch wichtig und das war ein Räuber von Energie oder irgendwas.
00:41:26: Kann ja trotzdem wichtig sein!
00:41:27: Und was sind Dinge die mir wirklich Energie rauben und aber trotzdem so viel Zeit irgendwie einnehmen?
00:41:36: Das ist ja so ein kognitives Draufschauen also wirklich Entscheidungen zu treffen quasi Prost- und Kons.
00:41:43: und was will ich mehr...was will ich weniger?
00:41:46: Und wenn es dann aber an die Umsetzung geht, da kommen ja dann an die tiefer liegenden körperlichen Dinge, die da drunter liegen.
00:41:54: Weil's ja dann manchmal gar nicht so leicht ist das dann in die Umsetzung zu bringen.
00:41:58: und da finde ich auch nochmal wirklich total hilfreich sich Unterstützung zu holen, wenn man alleine nicht weiter kommt.
00:42:04: Wenn man merkt Boah... kann ja sein, dass jemand gar nicht die Beziehungen am wichtigsten sind.
00:42:11: Sondern bestimmter Sport, ne?
00:42:12: Weil da ein gewisser Ehrgeiz auch irgendwie hintersteht oder sowas.
00:42:15: Ich will jetzt gar nicht alles nur auf Beziehung irgendwie mündsen.
00:42:19: Dass das das Ein- und Alles ist.
00:42:21: Also ich glaub, Beziehungs sind für viele Menschen aber wie wichtig.
00:42:23: Aber es gibt natürlich noch andere wichtige Dinge im Leben.
00:42:27: Und sagen wir's mal mit Sport!
00:42:29: Die Person nimmt sich das vor... Ja, das ist mir total wichtig und will mich unbedingt machen und schafft es aber einfach nicht.
00:42:38: auch sein.
00:42:38: Ich habe es am Anfang schon mal erwähnt, dass da alte Muster hinterstecken, alte Glaubenssätze, Ängste an die man kognitiv vielleicht überhaupt gar nicht dran kommt und ich finde das dann immer sinnvoll sich Unterstützung zu holen oder mal zu fühlen.
00:42:57: also jetzt auch wenn du hier gerade diese Folge hörst und merkst ja da gibt's etwas was ich gerne in meinem Leben haben möchte und ich versuchte schon seit Jahren mehr in mein Leben reinzubekommen Und heute ist es immer noch nicht da.
00:43:14: Was geht in dir vor?
00:43:15: Also, was kommt für Gedanken?
00:43:16: Ist das eine oder auch was geht in deinem Körper vor?
00:43:20: Was erzählt der dir gerade?
00:43:21: Was nimmst du?
00:43:22: da war und das kann so ne Pferde sein wo man irgendwie anfangen kann mal hinzulauschen und Das ist schon erster Schritt.
00:43:33: Ja auf jeden Fall Wie so oft eine spannende Entdeckungsreise sich selber besser kennen zu lernen, weil ja letzten Endes wir diejenigen sind, die unser Leben gestalten.
00:43:44: Egal wie bewusst sich das gerade anfühlt, weil man manchmal auch das Gefühl wo ich reagiere eigentlich nur auf alles was hier von außen kommt.
00:43:52: aber grundsätzlich gestalten wir unser Leben und sind auch in der Position einen gewissen Abstand hineinzubringen.
00:43:59: Da fällt mir gerade noch mal diese Übung ein vom letzten Mal, die wir gemacht haben mit den
00:44:03: Händen
00:44:04: und dem Langsamern wegschieben ... Die ich in der Zwischenzeit übrigens schnoch das eine oder andere Mal gemacht habe und einer Freundin geschickt haben?
00:44:11: Ich auch!
00:44:13: Ja es ist einfach... Also ich hab so das Gefühl, ich mein will leben einfach auch in einer Zeit, in der so viel Input kommt von überall und wo einfach also es permanent sind irgendwelche Reize Anforderungen, auch schöne Dinge es sich genug Raum zu nehmen, um für sich wirklich spüren zu können.
00:44:33: Hey wo möchte ich hin?
00:44:34: Komm mir was sehr Wesenliches vor.
00:44:37: Total und was da auch noch mal... Ich glaube ich habe noch zwei Punkte die ich dazu gerne sagen würde.
00:44:42: Einmal wenn wir uns einfach von unserem Leben so mitziehen lassen dann wird sich der wahrscheinlich nicht viel verändern.
00:44:51: also ich habe selten von leben gehört wo sich von alleine irgendwie Entspannung Ruhe, Zeit haben für die wichtigen Dinge eingestellt hat.
00:45:06: Ich auch nicht!
00:45:09: Das was automatisch kommt ist noch mehr und hier musste noch und da musste noch
00:45:13: etc.,
00:45:14: mehr Stress und mehr oben drauf.
00:45:17: Und ich glaube an der Stelle braucht es ein bewusstes Innenhalten vielleicht auch eine innere Entscheidung dafür wirklich Raum einzuräumen im Leben und dafür etwas zu tun.
00:45:31: Also es ist ein aktiver Prozess.
00:45:34: Das ist das eine.
00:45:35: und dann wollte ich noch mal zum Anfang der Folge zurückkommen, da haben wir ja gesagt einen Nervensystem freundlich her gestalten weil viele Leben einfach total voll sind.
00:45:48: Und ja das ist wirklich der erste Schritt zu gucken welche eine kleine Sache könnte Ich an meinem leben verändern so dass entweder ein energie räuber egal auf welcher Ebene kleiner wird und etwas, was mich wirklich nähert größer wird.
00:46:07: Aber auch da braucht es schon eine Entscheidung Und mit aller Konsequenz dann manchmal auch also inklusive Scheitern und morgen wieder neu anfangen.
00:46:17: aber zum Beispiel Ich bin ja großer Fan der Chlorigulation Zum Beispiel sich die Chlorikulation vorzunehmen.
00:46:24: und hey jedes mal wenn ich auf die Toilette gehe check' ich kurz mit mir ein und gucke Ist die Situation, in der ich mich vor meinem Klo gang befand.
00:46:36: In Ordnung gerade oder braucht es da eine Veränderung?
00:46:41: Oder wenn ich jetzt hier rausgehe ist das noch okay so oder mache ich irgendetwas anders als vorher?
00:46:50: Oder merke ich oh man meine Energieampel ist auf dunkel orange.
00:46:56: Wenn ich jetzt den Termin heute Abend die Verabredung absage dann kriegen wir nochmal die Kurve oder ich entscheide mich jetzt, Pizza zu bestellen.
00:47:09: Ja aber ich glaube es ist notwendig diese Momente der bewussten Entscheidungen einzubauen und das können wirklich diese kleinen Momente auf der Toilette sein.
00:47:22: Das ist mein Abschlusswort!
00:47:26: Ist ein gutes Abschlusswort?
00:47:28: Ich glaube ich habe nichts hinzuzufügen außer... natürlich wie immer die Einladung.
00:47:36: Wenn du dich mehr mit dem Thema beschäftigen
00:47:39: magst,
00:47:41: dann fühle dich herzlich eingeladen auch in den Mitgliederbereich zu kommen.
00:47:45: Auch da ist das gerade das Thema eben über Forderungen besser zu verstehen und sich den Alltag so zu gestalten dass man sich wohler darin fügen kann.
00:47:58: Ja herzlich willkommen ich freue mich auf dich!
00:48:02: Dann Ja, sage ich erstmal Danke für heute, Kathi.
00:48:07: Danke dir, Marta!
00:48:09: Und jetzt überlege ich gerade was wir beim nächsten Mal machen.
00:48:14: Aber beim nächsten mal beschäftigen wir uns damit mit dem Zustand in dem man kommen kann wenn man vielleicht nicht rechtzeitig die Bremse gezogen hat nämlich da schauen wir uns dann an wie man damit umgehen kann, wenn innere Shutdown passiert.
00:48:30: Also wenn man wirklich so dann merkt, oh das war so viel zuviel.
00:48:32: wir kommen hier in eine Lehmung und hoffen wir natürlich dass nach dieser Folge das gar kein Thema mehr ist für jemanden.
00:48:41: aber realistisch betrachtet ist es was das viele Menschen neweile begleitet auch im Leben.
00:48:48: also von daher schauen wir da hinein um da einfach auch mehr Verständnis für uns zu entwickeln und ja auch Wege zu finden sanft anders wieder hinaus zu begleiten.
00:49:00: Ja, dann sage ich mal bis in zwei Wochen liebe Kati und auch dir!
00:49:04: Hoffentlich bis in drei Wochen am anderen Ende der Kopfhörer.
00:49:08: Tschüssi!
00:49:10: Tschüß!
00:49:18: Das war Regulation First für heute.
00:49:21: Wenn du magst, nimm dir doch gleich noch eine Moment Zeit um nachzuspüren wie du dich jetzt fühlst.
00:49:26: das hilft einem Nervensystem dabei die Inhalte besser integrieren zu können.
00:49:31: Vielleicht klingen wir für den heutigen Inhalten noch etwas in dir nach oder es gab etwas, das ganz neu für dich war.
00:49:38: Und wenn du Lust hast uns in unserer Mission zu unterstützen dann würden wir uns echt freuen!
00:49:43: Du kannst aktiv dazu beitragen mehr Nervensystem Wissen und Regulationen die Welt zu bringen.
00:49:49: Abonniere gerne unseren Podcast schreibe uns eine positive Bewertung und erzähle all deinen Freundinnen Familienmitgliedern, Kolleginnen davon also all denen den Regulation First auch helfen könnte, mehr Selbstregulation und Milde für sich zu entwickeln.
00:50:06: Danke fürs Zuhören!
00:50:07: Und wir freuen uns wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist.