Alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation und Milde mit dir
00:00:07: Herzlich willkommen zur Regulation First.
00:00:09: Hier findest du alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation.
00:00:15: und Milde mit dir!
00:00:17: Ich bin Kathi Bonett, Traumotherapeutin und arbeite seit vielen Jahren mit Selbstregulation- und Nervensystemwissen
00:00:25: Und ich bin Marta Pani, ich bin Ergotherapeutin und stelle hier Fragen aus dem Alltag die euch und mich bewegen.
00:00:32: Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Nervensystemwissen helfen kann, dich selbst besser zu verstehen und milder mit dir umzugehen.
00:01:00: Schön dass du da bist!
00:01:03: Ja heute wollen wir uns eine spannende Frage widmen nämlich der Frage wieso fühlen wir es eigentlich so oft überfordert?
00:01:11: Nachdem das was ist, dass glaube ich sehr viele Menschen kennen.
00:01:15: So ein überforderungsgefühl.
00:01:20: Aber bevor wir uns dem widmen gilt wie immer Regulation first.
00:01:25: Kathi hast du wieder eine Regulationsübung für uns mit dabei?
00:01:29: Na klaro!
00:01:30: Zum Glück erinnerst Du mich ja vorher immer daran, dass
00:01:33: ich
00:01:33: da auch gut drauf vorbereitet bin.
00:01:37: und diesmal... habe ich eine Übung mitgebracht, die ich wirklich sehr oft auch in der Praxis klientinnen mitgebe und ich selbst auch regelmäßig mal mache.
00:01:48: Und dafür lade ich dich ein, dich im Moment hinzustellen oder hinzusetzen aber auf jeden Fall einen Moment innezuhalten mit dem was du gerade tust und endlich einmal rein zu spüren und zu eroieren... Was ist da eigentlich grade vielleicht?
00:02:09: Ein Ticken zu nah dran an mir, ein Ticken viel und das wahrzunehmen.
00:02:21: Und dann kannst du einmal deine Hände vor deine Brust nehmen und zwar so dass seine Hand Innenflächen nach außen zeigen und deine Arme aber angewinkelt sind.
00:02:33: Und dir vorstellen, dass du all das was da so ein bisschen einen Ticken zunah dran ist Millimeter für Millimeter ganz langsam in langsamer als Zeitlupe von den Stückchen weg schiebst.
00:02:51: Und es kann sein, dass das halben Zentimeter gut funktioniert.
00:02:55: Es kann sein ,dass es ein Meter gut funktioniert.
00:02:59: also auch da.
00:03:01: lasst die Zeit und beobachte wie sich stimmig für dich anfühlt und schieb Stück für Stück alles was da ein bisschen zu viel ist Ein bisschen weiter weg.
00:03:31: und es kann seien Wie gesagt es ist ein kleines Stückchen
00:03:37: geht.
00:03:37: und es Kann Sein Dass Du Deine Arme Ganz Ausstreckst Und während du Stück für Stück alles von dir schiebst, mag ich dich einladen mal zu beobachten was sich verändert.
00:04:05: Wenn die Hände arme schwer werden dann kannst du sie jetzt auch wieder zurücknehmen und beobachte mal was ist anders als vorher?
00:04:26: Ja und ich vermute dass du Matas mit meine tiefen Atemtüge zwischendurch gehört hast.
00:04:32: das ist auf jeden Fall etwas was bei mir dann eigentlich immer eintritt dieses Dieser spontane tiefe Atemzug, der den Parasympathikus ankündigt sozusagen und in mir entsteht auch körperlich ein Brustraum im Brusthöhe.
00:04:51: Immer wenn ich diese Übung mache mehr Raum.
00:04:53: also ich kann danach anders atmen nicht bin anders da es entsteht in mir wieder etwas mehr Platz für mich.
00:05:01: Ich weiß nicht wie's bei dir war Matta falls du das Teilen magst.
00:05:05: Also ich finde es auf jeden Fall auch eine total schöne Übung und kann dich in der Form noch nicht mit diesem ganz langen Zimmern wegschieben.
00:05:13: Und mich hat vor allem auch wieder so in dieses Selbstbestimmungsgefühl gebracht, also wenn so irgendwas eigentlich sich zu nahe dran anfühlt dann... Also komme ich einfach schnell auch in Stressmodus indem ich vergesse dass das ja mein Leben ist und ich hier die Entscheidungen treffe.
00:05:32: Und ich nicht nur reagieren muss, sondern mir auch Raum nehmen kann
00:05:35: um
00:05:36: zu schauen was möchte ich hier gerade eigentlich oder was es mir wichtig so?
00:05:41: Genau also das habe ich gemerkt, dass dieses Gefühl von ah warte!
00:05:45: Ich stehe ja stabil auf meinen Beinen und kann so entscheiden, dass sich da auch mit eingestellt hat.
00:05:55: Ja Und super Übungen zum Thema Überforderung.
00:06:00: Ich bin gerade ganz begeistert davon, weil wenn wir uns über Forderungen anschauen dann hat das ja ganz oft eben ich glaube für einige Leute mit dem zu tun was ich auch gerade erzählt habe dass einfach so ein bisschen überlebensmodus angeht also dass der innere Stresspegel höher wird man nicht mehr soweit schauen kann man vielleicht schneller reagiert als das eigentlich machen wollen würde, als dass man sich selber spürt auch mitunter.
00:06:30: Man nicht mehr so gut weitblick hat für Zukunftsplanung oder solche Dinge und viel mehr Spannung innerlich hat, viel reaktiver wird, vielleicht auch viel reizbarer wird bis es irgendwann vielleicht zu viele ist und alles abschaltet und einfach da steht wie erstaunt und denkt ich kann nicht mehr geht gar nichts mehr fertig Hören jetzt manche Leute, die sich schon viel mit dem Nervesystem beschäftigt haben.
00:06:56: Das stimmt schon verschiedene Sachen heraus aber vielleicht magst du es einfach nochmal ein bisschen auch aus deiner Perspektive.
00:07:05: Ja beleuchten!
00:07:06: Was da eigentlich los ist damit wir mal so diese Hintergründe ein bisschen verstehen können?
00:07:12: Ja ganz oft ist ja wenn wir in so einem Hasselmodus Hamsterrad-Modus irgendwie sind dann das ganz auf der Sympathikos ganz aktiv und er will Der will Bewegung haben.
00:07:25: Das ist ja unser Mobilisierungszweig im Nervensystem, der bringt ganz viel Mobilisierungenergie mit und er will sich dadurch auch ausdrücken.
00:07:36: Er will gerne in Action sein!
00:07:39: Und wenn wir da so einen Stresszustand haben dann ist es manchmal schwierig wieder rauszukommen denn das würde bedeuten dass wir momentlang innerlich noch den Stresszustand haben und äußerlich aber zur Ruhe kommen.
00:07:58: Und das bedeutet, wenn es im Außen ruhig wird, wird das Innen manchmal sehr laut.
00:08:05: Diejenigen die das schon mal erlebt haben, die haben vielleicht die Erfahrung gemacht dass das gar nicht immer so angenehm ist.
00:08:10: also weil da ja dann
00:08:11: manchmal
00:08:14: so Dinge auftauchen ja auch unangenehm finden und mit beschäftigen zu müssen, die uns irgendwie ein bisschen lästig sind.
00:08:26: Die schmerzhaft sind.
00:08:29: Uns vielleicht sogar auffordern würden irgendetwas in unserem Alltag zu verändern.
00:08:35: Und also nachhaltig zu verändernden so einen Veränderungsprozess wirklich reinzugehen.
00:08:41: und das ist tendenziell etwas was wir Menschen manchmal gerne vermeiden.
00:08:46: Und das ist ja zusätzlich auch so, dass es sich dann in dem Moment gerade wenn man sich eigentlich schon eher wirklich nicht mehr nur im Tun-Modus sondern schon überfordert fühlt und eher schon eine hohe Stresslevel hat.
00:08:58: Dass er sich ja auch wirklich mitunter bedrohlich anfühlen kann jetzt zur Ruhe zu kommen also sehr völlig kontraintuitiv vom Modus her weil man so in einer Kampfflucht Aktion eigentlich gerade ist.
00:09:13: Genau und man sagt, der Körper will das eigentlich weiter machen und man tritt aber auf die Bremse oder steigt aus dem Fahrzeug auch so da was auch immer Und dass es mit der Grund um das zu vermeiden unter darunter liegenden Dinge zu fühlen und sich mit zu beschäftigen, steigen manche Menschen einfach nicht aus aus diesem Hamsterrad.
00:09:40: Und können gar nicht gut zur Ruhe kommen und machen immer weiter, immer weiter... und kognitiv ist das wahrscheinlich vielen bewusstes es auf Dauer nicht so richtig gut gehen kann.
00:09:52: Und trotzdem ist diese Angst davor sich mit diesen lauten im Inneren zu beschäftigend für viele total groß weil sie's auch nicht gelernt haben weil sie nicht wissen, was jeder erwartet.
00:10:06: Weil sie vielleicht noch nie die Erfahrung gemacht haben dass es das ist gar nicht alleine machen müssen und dass es sich ihre Räume geben kann in denen man da gemeinsam irgendwie einen Zugang zu findet für das was da im Inneren los ist wenn's mal leise wird und das laut werden darf.
00:10:25: Das sind alles so Gründe warum Menschen ja oft in diesem Hamsterrad gefangen bleiben.
00:10:33: Und dann ist es natürlich, also wenn du auch eines Wunder of Tolerance an das Stress-Toleranzfenster denkst.
00:10:39: Da bewegen wir uns am oberen Ende des Toleranzfensters unter Umständen.
00:10:44: Wir bringen uns an dieses Limit und hasseln aber immer weiter.
00:10:48: Also Toleransfenster ist eben so der Bereich in dem wir uns noch gut spüren und indem wir noch regulieren können was da in uns los ist.
00:10:56: falls jemand den Begriff nicht kennt?
00:10:59: Genau!
00:10:59: Und wir sind aber wirklich an diesem Limit unter Umstenken.
00:11:03: Wir fordern das ganz schön heraus.
00:11:05: Und wenn wir da arg drüber gehen, dann kann es sein ... Dass wir's auch nicht mehr unter Kontrolle haben, dass wir wirklich nicht mehr gut aussteigen können.
00:11:14: Dann können wir gar nicht mehr Pause machen.
00:11:17: Der Kopf rattet die ganze Zeit.
00:11:18: Ratter, ratter... Wir liegen im Bett und der Körper kommt gar nicht zur Ruhe oder entwickeln sich keine Ahnung, Herzprobleme, Gedankenkreisen.
00:11:30: hoher Blutdruck oder was auch immer alles für körperliche Symptome sich damit auch entwickeln können.
00:11:37: Und dann kann es sein, dass der Körper dann irgendwann quasi die Reißleine zieht und sagt okay that's enough das ist genug ich kann nicht mehr.
00:11:46: und dann geht so von High Performance in den Shutdown runter dann brichtes ganze System zusammen und es geht unter Umständen erst mal gar nichts mehr.
00:11:58: Also dann geht's quasi, wo wir vorher oben aus dem Toleranzfenster rausgegangen sind, gehts dann einmal steil bergab unten aus dem tolleranzfenste heraus eher in die Erstarung oder den Kollaps weil dem System einfach der Stöpsel gezogen wird und keine Energie mehr zur Verfügung steht.
00:12:18: Und das kann sich als Depression äußern, als Burnout äußeren, als Völlige erschöpfungen äußernen.
00:12:25: Und da gibt es natürlich auch einen Spektrum.
00:12:27: Das kann irgendwie mal ein Tag sein, den man völlig im Arsch ist und das kann sich aber auch über längeren Zeitraum bemerkbar
00:12:35: machen.
00:12:37: Das heißt einfach jetzt knapp zusammengefasst... Über Forderungen hat auf jeden Fall
00:12:44: eine Preis.
00:12:46: Also wenn man lange einfach zu viel von sich fordert und in einem Bereich ist, dem man gerade noch so irgendwie gewuppt Kriegt auch wenn es einem vielleicht schon gar nicht mehr gut geht und schon eine weile nicht mehr.
00:12:57: Gut geht Dann hat das einfach einen kostenfaktor und dass kann soweit gehen, dass ist wirklich Einen eben aus dieser übererregung die da im nerven system ist irgendwann in die untererregungen kickt.
00:13:09: Aber selbst wäre das nicht der falles ist einfach immer in der übererregerung zu sein auch mega anstrengend und geht ja auch mit verschiedenen körpersymptomen von verspannungen Verdauungsbeschwerden Schlafprobleme in allen möglichen Enher, was jetzt für so eine Gesundheit und Wohlbefindung im Leben nicht unbedingt das ist.
00:13:27: Was wir uns wünschen.
00:13:29: Ja vor allem bleibt auch gar keine Ressourcen übrig für Wartungsarbeiten.
00:13:33: zum Beispiel also dieses ganze wie Zellreparatur, Hormonsystem in Balancehaltung, Immunsystem Fidthaltung, Wundeilungen all diese Dinge die im Hintergrund laufen müssen damit wir dauerhaft gesund bleiben haben kein Raum.
00:13:51: Also weil die Energie wirklich für dieses Hamsterrad gebraucht wird, um ... aufrecht zu erhalten und das kann man mal eine Weile machen ist in Ordnung.
00:14:00: aber wenn ich sehe wie viele Menschen und auch erschreckenderweise wie viele Kinder- und Schülerinnen mittlerweile in diesem dauerhaften Stressmodus irgendwie sind dann kann dass Also wenn man sich vorstellt, das ist einfach über ein paar Jahrzehnte der Zustand und da finden wenig Wartungsarbeiten statt.
00:14:21: Ja dann wird das Hormonsystem durcheinander gebracht.
00:14:24: Da wird das Immunsystem vielleicht drunter leiden.
00:14:29: Wir haben nicht mehr diese inneren Kapazitäten um ja innerlich zu heilen.
00:14:34: Wundheilungen, Zellreparatur – all diese Sachen!
00:14:38: Und dass es Nährboden später für chronische Erkrankungen oder es kann ein Nährboden sein, für chronischen Erkrankungen.
00:14:46: Das wird vielleicht zwanzig Jahre gut gehen ja aber also ich komme jetzt so langsam in das Alter wo sich bei vielen Menschen diese Dinge bemerkbar machen, wo wir über Jahrzehnte eigentlich unserem Körper ganz schön viel abverlangt haben und eben diesen Preis dann jetzt
00:15:02: zahlen.
00:15:04: Und auch jetzt oft erst merken Man kriegt das nicht unbedingt mit, während man in so einem Hasseln-Modus steckt.
00:15:13: Tudum!
00:15:14: Kurz Unterbrechung.
00:15:16: Es folgt eine kurze Werbung für mehr Regulationen deinem Alltag Der große Nervensystemkurs Ein Videokurs der die Theorie aus nervenstark verbunden aufgreift zum Anhören und Anschauen übersichtlich und gut zugänglich.
00:15:32: Und ich frage mich was es für dich verändern könnte?
00:15:35: die theoretischen Grundlagen des Nervensystems kompakt erklärt zu bekommen.
00:15:41: Ein Kurs, der allein für sich bereits deine gesamte Sicht auf Verhalten verändern kann und gleichzeitig die Basis für weiteres Eintauchen in die Welt des Nervensystems ist – weil er Nervensystem Orientierung mag und Wiederholung!
00:15:56: Alle Infos dazu findest du in den Show-Notes.
00:16:04: Und du hast es ja eh auch schon so angesprochen, dass auch in deiner Wahrnehmung – das deckt sich somit mit meiner nämlich – viele Menschen sehr viel Zeit in so einem Hasseln-Modus und sehr an Beforderungsgrenzen oder auch darüber verbringen.
00:16:24: Ich wollte dich einfach fragen ob du aus deiner Perspektive ein bisschen teilen magst
00:16:30: was
00:16:31: als Gründe dafür siehst oder wie du dir das erklärst,
00:16:35: dass das
00:16:37: so krass verbreitet ist.
00:16:40: Also ich glaube da gibt es ganz viele Ursachen für eine Sache habe ja gerade ein bisschen erwähnt, dass schon auch ne Vermeidungsstrategie ist um nach innen zu lauschen einfach weil wir's nicht gelernt haben ja auch teilweise abtrainiert bekommen haben, weil wir keine sicheren Räume dafür kennengelernt haben.
00:17:01: Dass das was im Inneren geschieht irgendwie einen sicheren Ausdruck bekommen kann.
00:17:06: und man musste zu sagen dass gerade wenn man es nicht gelernt hat dann heißt das ja auch dass man da als Kind nicht so viel Spiegelung hatte für all die Dinge und nicht so viele eingestimmte Kommunikation und eben ein Willkommen sein von dem was in einem los war als Kind, so dass man da ja auch dann eine Menge Schmerz draus im Normalfall noch irgendwo abgespeichert mit dabei hat wo es dann sehr schwierig ist ohne zu wissen oh das könnte Sinn machen dadurch zu gehen sich dem zuzuwenden.
00:17:36: Und zwar hat man die Erfahrung gemacht, dass man damit alleine gelassen ist.
00:17:40: also das ist ja das schlimme daran und sodass sich viele Erwachsene Also, die haben da gar nicht die Idee, dass sie sich dafür Unterstützung holen könnten und das man auch nicht alles auf einmal bearbeiten muss.
00:17:53: Wir hatten ... Ich weiß gar nicht mehr in welcher Folge das war, Marta.
00:17:56: Solche Sachen weißt du mal viel besser als ich.
00:17:58: diese Kühlschrank-Folge, wo wir über den Kühl-Schrank gesprochen haben, ne?
00:18:01: Das ist diese ...
00:18:03: Genau, das war die Selbstkontrolle
00:18:05: bei der Selbstkondrolle.
00:18:06: Selbstkonstruktion Nummer Sieben.
00:18:07: SelbstKontrolle und Resilienz.
00:18:10: Ja, Martaa!
00:18:10: Das wusste ich wirklich.
00:18:14: Ähm ja, dieses Kühlschrankbild Wenn wir das Gefühl haben, ja da ist ganz viel in unserem Kühlschrank drin und das ist in Bewegung.
00:18:21: Und drückt von hinten an die Kühl-Schranktür und wir müssen es auch um jeden Preis zuhalten!
00:18:26: Das ist total anstrengend.
00:18:28: Ja, es ist wahnsinnig anstreggend und kostet total viel Kraft.
00:18:32: Und diese Sorge wenn ich sie spaltweit aufmache dann fliegt uns die ganze Kühl Schranktüre darum die Ohren und alles überschwemmt uns da was rauskommt.
00:18:41: In der Folge haben wir glaube ich auch darüber geredet dass man... ...das nicht notwendig ist.
00:18:47: Da hatten wir über diesen Hahn, den wir uns hervorgestellt haben.
00:18:50: Dass man da Tröpfchen für Tröpfe aus diesem Kühlschrank das Wasser ablassen kann und genauso so kann es in der Therapie funktionieren zumindest wenn man Nervensystem, traumasensible Therapie Form irgendwie findet
00:19:03: wo
00:19:04: ja nicht alles auf einmal da irgendwie raus muss Und das kennen viele Menschen eben nicht.
00:19:09: und das ist
00:19:10: glaube ich mit ein Grund warum viele Menschen Ja dass auch vermeiden Und weiter hasseln.
00:19:18: Ja, weil sie es hier gar nicht nach einer Lösung anfühlt dann eine Pause zu machen und sich dem zutun?
00:19:22: Also ich finde das ist ja... Wir haben
00:19:23: keine Ahnung!
00:19:24: Verständlich genau wenn man das nie erlebt hat dass man etwas das sich so bedrohlich angefühlt hat und anfühelt Dann einfach erstmal nicht angeht.
00:19:33: Dafür ist so.
00:19:35: dieses Wissen vermitteln finde ich ne echt wichtige Sache um überhaupt eine Orientierung zu bekommen Dass auf der Landkarte da vielleicht noch Sachen liegen könnten von denen wir noch gar keine ahnung hatte dass die existieren könnten
00:19:45: Ja, absolut.
00:19:47: Und dann das zweite und das erlebe ich ja eben auch schon im teilweise Kita-und Schulbereich und dann eben auch im Erwachseneleben.
00:19:56: Wir leben in einer Leistungsgesellschaft wo wir für unser Machen anerkennung bekommen und nicht für unser Sein.
00:20:06: Und nur selbst Kinder schon irgendwie von A nach B gekarrt werden weil sie Nicht schnell genug sprechen lernen nicht schnell genug irgendwas kognitives auf dem schirm haben weil sie irgendwelche sprachen lernen sollen Wo so viel ums machen irgendwie geht wo sehr viel druck ist wo Leistungsdruck in der grundschule dann schon kommt also spätestens wenn es dann um die weiterführende schulempfehlung irgendwie geht und die zeugnisse noch mal mehr gewertet werden wo ein Druck irgendwie kommt.
00:20:40: Und dieses leisten du bist nur Was wert, wenn du leistest?
00:20:44: Unser Bundeskanzler tut uns da, finde ich keinen großen Gefallen.
00:20:52: Wie hat das noch genannt?
00:20:53: halbzeit?
00:20:57: Ich weiß es nicht mehr wie er's formuliert hat ist mir gerade entfallt.
00:21:02: Nicht Hobby Teilzeit aber also dass er Teilzeit arbeiten einfach auch so abwertet und wir müssen mehr arbeiten.
00:21:11: Und da ja auch so einen existenziellen Druck für Erwachsene aufbaut, weil wir darüber unser Geld verdienen müssen.
00:21:19: Und Leistung ist das was so anerkannt ist.
00:21:22: Es ist ja wie ein neues... Also es nicht mehr neu.
00:21:25: aber gestresst sein ist auch ein Statussymbol.
00:21:28: Denn das heißt ich werde gebraucht!
00:21:30: Ich bin wichtig!
00:21:31: Auf mich kann man nicht verzichten.
00:21:36: Wenn du nicht gebrauchst wirst dann und einfach sein kannst, dann wirst du komisch angeguckt.
00:21:43: Ja?
00:21:44: Also... Und ich empfinde das, und das versuche auch.
00:21:47: als ich Chefin war, habe ich immer versucht zu vermitteln unsere psychische Gesundheit, unsere mentale Gesundheit ist total wichtig!
00:21:55: Und dafür brauchen wir Pausen.
00:21:57: Und dafür müssen wir sein ohne zu tun.
00:22:02: Also gerade diese Phasen, diese Orte im Nervensystem
00:22:07: wo
00:22:08: kein Sympathikus aktiv ist, sondern wo wir im Schlaf sind in der Intimität und in der Ruhe.
00:22:16: Wo wir gesellig miteinander sein sind, wo nur der dortale Vagus und der ventrale Vagus in unterschiedlichen Dominanzen aktiv sind aber eben keinen Sympatikus, wo es wirklich mehr ums Sein als ums Tun geht bekommen wir so abtrainiert in dieser Gesellschaft.
00:22:37: Das ist so wenig anerkannt, das wird ja richtig abschätzig mit Faul sein und sowas belegt.
00:22:46: Ich finde, das trägt auch nochmal ganz viel mit dazu bei, dass wir wirklich weiter hasseln.
00:22:53: Ja, das glaube ich auch, dass einfach diese Bilder da viel ausmachen und es einfach auch sehr viel schwierige machen selbst wenn man merkt... Wow, das fühlt sich gar nicht gut an was ich hier gerade alles mache.
00:23:05: Ich fühle mich eigentlich schon totes gestresst und es ist nicht so.
00:23:09: das Grundgefühl dass ich gerne habe in meinem Leben.
00:23:11: Das ist aber trotzdem sehr viel Schwere macht wenn so viel auch Selbstwert und Identität dran hängt und eben diese Bilder ja auch von außen zu gefüttert werden Und dann für viele auch die Sorge dazu kommt ausgestoßen oder ausgeschlossen zu werden Wenn man dem ideal nicht entsprechen kann
00:23:31: Ja, absolut.
00:23:32: Und dann wenn ich mir von vielen Menschen einen Alltag angucke, speziell von Alleinerziehenden, meist Müttern aber natürlich allen Menschen die Kehrverantwortung irgendwie tragen und versuchen, Kehrarbeit also Mental Load Emotional Load Erwerbsarbeit alles unter einen Hut zu bekommen nebenbei noch den Haushalt irgendwie schmeißen wollen sollen müssen.
00:24:00: Das sind einfach Anforderungen, die sind zu viel für einen Menschen.
00:24:04: Es ist einfach Fakt und dann gibt es eben nicht diese Option.
00:24:09: okay heute kümmere ich mich mal nicht um meine Kinder.
00:24:14: Das gibt's einfach nicht oder dann eben ja heute gehe ich nicht zur Arbeit also ein paar Tagen kann man das vielleicht irgendwie machen oder wenn es gar nicht mehr geht lässt man sich krank schreiben.
00:24:24: aber Für viele sieht der Alltag eben so aus dass Es ist keine Option, es irgendwas davon groß wegzulassen.
00:24:32: Bis der Körper dann manchmal die Bremse zieht und meistens erst mal die Erwerbsarbeit wegfällt weil's natürlich immer noch keine Option ist den Kindern nix zu essen zu geben, die Kinder nicht so begleiten, sie nicht ins Bett zu bringen.
00:24:47: Also auch die wirklich realen Belastungen finde ich sind wesentlich höher geworden Weil die Bedingungen also gerade Familie im politischen Feld einfach keine Lobby hat, die ja mit Geld dahinter steht und dafür sorgt das Familien das bekommen was sie von der Gesellschaft eigentlich bräuchten an Erkennung und Unterstützung.
00:25:13: Und auch in Entlastungsangeboten, in Monetärer Formen, Betreuungsangeboten, in Arbeitsgestaltungsmöglichkeiten
00:25:22: etc.,
00:25:22: um das überhaupt an Anforderungen in eine Relation zu bekommen, die überhaupt für einen Menschen machbar ist.
00:25:33: Früher gab es ja noch ganz viel mehr Großfamilien wo auch Familie vor Ort war und ich will gar nicht sagen dass das immer so war und dass es besser alles war etc.
00:25:43: doch heute leben viele Menschen nicht mehr bei ihrer Ursprungs-Familie haben keine familiäre Unterstützung im Alltag.
00:25:51: das heißt Babysitter müssen auch wieder bezahlt werden etc.
00:25:56: Dafür muss man wieder mehr arbeiten,
00:25:58: etc.,
00:25:59: etc.
00:26:00: Und es ist einfach zu viel.
00:26:04: Ja und gerade dann eben dass es so wenig das Bild gibt von, dass es völlig natürlich ist, dass das zu viel ist und man eher so angehalten ist einfach alles zu schaffen weil alle wenn man links und rechts guckt auch versuchen alles zu schaffen und fünfzehn Bälle gleichzeitig in der Luft halten.
00:26:21: Das ist ja auch im Wiederweis Das nicht unbedingt dazu einlädt, diesen Stopp zu machen und so schauen.
00:26:28: Hey ist das leisbar?
00:26:29: Und wo kann ich vielleicht an irgendwelchen größeren Stellschrauben drehen oder wo kann Ich Unterstützung organisieren?
00:26:35: Sondern viele von uns haben wir auch von ihren Eltern mitbekommen dass einfach über Belastungs- und Überforderungskränzungen weg einfach getan wurde und immer weiter.
00:26:46: Und es ist ja auch extrem schwierig, da eine Pause zu machen um genug Ressourcen zu tanken.
00:26:50: Um überhaupt wieder den Weitblick zu bekommen dass man schauen kann.
00:26:54: aber was wären dann eventuell noch andere Optionen?
00:26:57: Also man schaufelt dann ja auch nur das weg was direkt vor einem ist und kann nicht mehr unbedingt gucken okay aber warte mal gerade gar nicht so gut.
00:27:05: wie komme ich denn jetzt auf die Pause damit ich überhaupt mal wieder von oben drauf gucken kann und mal schauen kann?
00:27:11: macht das eigentlich Sinn hier grade alles aus dem Weg zu schaufeln?
00:27:13: oder müsste mich vielleicht irgendwo auch mal ganz anders orientieren?
00:27:17: Und Social Media trägt natürlich auch seinen Teil dazu bei, wo wir Accounts folgen von denen man wirklich einen minimalen oft ja für Social Media erstellten Bereich des Lebens gezeigt bekommt.
00:27:33: Links und rechts stapeln sich die Wäscheberge.
00:27:36: Die Menschen schaffen das auch nicht, aber das sieht man ja nicht ins Social Media.
00:27:39: Man sieht dort, dass alles wie geleckt aussieht und dass die Wohnung blitzeblank ist und alle haben saubere schöne Klamotten an.
00:27:46: Und man sieht blendend aus und ist keine Ahnung.
00:27:50: geschminkt, gestylt ... Keine Ahnung!
00:27:54: Alles kein Problem, alles easy.
00:27:56: Genau.
00:27:57: Es ist kein Problem zur Notkaufse, dir eins zwei drei mal ein Kurs und dann schaffst du es schon?
00:28:02: Aber es wird eben suggeriert, es ist machbar und leicht machbar.
00:28:08: Und bei so vielen!
00:28:11: Das finde ich verzerrt dieses Bild der Realität einfach total.
00:28:16: Denn es ist einfach nicht machbar ohne Abstriche zu machen.
00:28:21: Ja
00:28:22: und dieses Bild verbittelt aber so schnell... Oder du musst es an mir legen.
00:28:28: Ich bin da bestimmt das Problem und dann, das trägt bei glaube ich vielen Menschen dazu bei einfach auch immer eben weiterzumachen und weiterzuperformen und über alle eigenen Grenzen zu gehen weil ja sehr viele Menschen irgendwie diese Angst nicht gut genug zu sein ohnehin in sich mittragen.
00:28:47: Ja und ich bin natürlich die Einzige bei der es nicht klappt ne?
00:28:50: Bei allen anderen!
00:28:51: Natürlich!
00:28:53: Da klappt's
00:28:53: ja sieht man doch.
00:28:56: Und sich immer wieder bewusst zu machen, das ist eine Lüge.
00:29:00: Also das ist Social Media!
00:29:01: Das ist nicht das echte Leben.
00:29:03: die struggling alle ganz genauso.
00:29:06: oder sie haben so viele Privilegien dass Sie sich so viel Unterstützung kaufen können, dass es ein bisschen weniger struggling und trotzdem werden sie struggling.
00:29:21: Ja ja und auch also jetzt nur um den Bereich noch dazuzunehmen.
00:29:26: Ich glaube einfach, dass dieses wie sehr wir erreichbar sind.
00:29:32: Wie viele Informationsflut wir haben?
00:29:35: Wie krass auch die Anforderungen sind an Erreichbarkeit und Bescheid wüssten über was ist in der Welt los.
00:29:41: Und hier noch die Mail aus dem Job schnell während sich dort die Kita meldet und dort die Schule irgendwie ein Projekt hat und da noch man sich irgendwo ehrenamtlich engagieren sollte.
00:29:50: und also es sind ja auch wirklich extrem viele extrem viel mehr Informationen auch, die auf uns einstürmen gerade in einer Dichte.
00:30:01: Das muss man ja auch irgendwie erstmal verschnaufen.
00:30:05: Ja definitiv und parallel die ganzen aktuellen Krisen, die ja durchaus auch existenzielle Themen bei uns antickern.
00:30:14: Kriege nah vor der Haustür explodierende Energieversorgungspreise etc.
00:30:21: Das sind ja alles Dinge, die wir auch was mit unserem Nervensystem machen, die das Hamsterrad einfach ein bisschen schneller drehen lassen.
00:30:29: Ja und ich weiß nicht ob du noch etwas hinzufügen möchtest zu den Gründen für die Überforderung Kopfschütteln.
00:30:41: Ich hätte eher den Impuls gerade nochmal alles wegzuschieben.
00:30:45: Das können wir auch total gerne noch mal kurz machen und einfach so eine Minute zwischendrin zu nehmen, weil ich kann mir auch vorstellen dass das eben eine Reaktion macht auf wenn man das hört dieses wow da ist aber viel einfach nochmal kurz sich im Moment zu nehmen um rein zu spüren bei sich zu sein.
00:31:03: Genau die Übung vom Anfang einfach nochmal zu machen zu spüren.
00:31:08: Was hat das gerade mit dir gemacht, wenn wir über diese ganzen Herausforderungen und dieses Zuviel?
00:31:15: Es ist einfach zu viel!
00:31:18: Und dass zu viel alles was gerade ein bisschen zu viel oder viel zu viel ist wirklich ganz bewusst Millimeter für Millimeter in Zeitlupe von dir wegzuschieben so wie es geht Ganz genau Ja.
00:31:44: und während du dieses Zufil Etwas weiter von dir wegstiebst, lade ich dich ein wieder zu beobachten.
00:31:53: Was das mit dir macht... was sich verändert.
00:32:08: Oh!
00:32:08: Ich muss mich einfach recken und strecken.
00:32:11: Ja, das ist eine gute Idee.
00:32:17: Sehr gut.
00:32:20: Okay, Kati wir haben die Problemlage gut stark gelegt, würde ich sagen?
00:32:27: Und jetzt ist natürlich so ein bisschen die Frage Aber wie kann man denn dem jetzt konstruktiv begegnen?
00:32:35: Und wir wollen uns ja beim nächsten Mal auch so der größeren Frage zuwenden.
00:32:40: Wie kann man den Alltag generell ein bisschen nervnensystem freundlicher und einfach besser auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten gestalten, aber vielleicht von uns heute mal anschauen was in
00:32:56: akuten
00:32:57: Überforderungsmomenten hilfreich sein könnte.
00:33:02: Ja, diese Übungen wie wir jetzt gerade gemacht haben zum Beispiel.
00:33:05: Die finde ich da z.B auch total hilfreich.
00:33:07: dafür muss sich aber erst einmal merken dass mir was grade zu viel ist und das ist ja manchmal schon eine große Herausforderung.
00:33:15: die SOS-Übung finde ich auch immer wieder gut und hilfreich an der Stelle um... Und wenn wir sie regelmäßig einbauen dann brauchen wird es mit dem Merken nicht so dolle!
00:33:29: Ja, wenn wir meinen Weg immer Morgens, oder da kommt die Chlorigulation wieder ins Spiel.
00:33:35: Immer wenn wir aus Klo gehen... ...oder immer morgens und mittags und abends die SS-Übung oder andere Übungen machen, die dir gut tun,... ..dass ihr da so ein Rhythmus irgendwie reinbringen.
00:33:45: Dann können wir einfach in so einer Regelmäßigkeit dem Nervensystem so ein bisschen den Druck nehmen.
00:33:52: Also wie nicht in den Stillstand des Hamsterrats gehen aber mal zwei karm Haare unterschalten!
00:34:02: Fast nicht merkbar, aber diese zwei kmh mehrmals am Tag sind am Ende des Tages vielleicht zehn kmh weniger als sonst.
00:34:12: Ja und das ist schon eine ganz schöne Strecke die man da weniger laufen muss wenn man so zwischendrin das Tempo auch nur minimal reduziert.
00:34:21: Ganz genau!
00:34:22: Genau.
00:34:22: also ich bin ja großer Fan von Ich nenn es meistens kleine Zusammenbrüche, aber eigentlich sind das kleine Regulationsmomente bevor unser Körper dann irgendwann wirklich sagt nee jetzt geht's nicht weiter und ich mach die Vollbremsung.
00:34:40: Wir bekommen so einen Stock in die Speiche unseres Hamsterrades geschmissen.
00:34:45: Das ist meistens sehr viel unkontrollierter zu Zeitpunkten, die wir auch nicht mehr unter Kontrolle haben wenn unser Körper einfach anfängt zu streiken und unser Körper uns bremsst Und jeden Zeitpunkt vorher haben wir es noch mehr unter Kontrolle.
00:34:59: Also da können wir selber entscheiden, okay jetzt ist vielleicht ein bisschen weniger schlechter Zeitpunkt für etwas Verlangsamung Es ist nie der richtige... also ich glaube wenn man darauf wartet dass der richtige Zeitpunkt kommt um zu bremsen Der wird nicht kommen!
00:35:19: Er wird einfach nicht automatisch kommen.
00:35:23: Ja das hat dieses Hamsterrad an sich.
00:35:27: Das ist ja die Vorstellung, ich bremse wenn das Hamsterrad schon ein bisschen langsamer geworden ist.
00:35:33: Wird nicht passieren?
00:35:34: Wird einfach nicht passieren!
00:35:36: Und da ist es vielleicht auch ganz gut zu wissen.
00:35:38: also es gibt so eine Aussage von Depdene, die die Polyvagaltheorie für die Therapie übersetzt hat und die sagt Story follows state.
00:35:48: Also die Geschichte folgt dem Zustand und je nachdem in welchem Nervensystem wir uns befinden haben wir eine ganz unterschiedliche Geschichte zu dem, was sich gerade in unserem Leben tut.
00:36:00: Und also vielleicht kennt das auch die eine oder der andere an anderen Ende des Kopfhörers dass es zum Beispiel wenn man dann über ein Problem mit jemand anders gesprochen hat, mit dem er sich wohl fühlt, dass man vielleicht das Problem noch nicht gelöst hat aber dadurch dass man sich viel verbundener fühlt fühlt sich's auch viel weniger schlimm an.
00:36:17: und Also es ändert einfach wirklich mit unter das, wie man auf das blickt.
00:36:20: Und wenn man aber in so einem Überforderungszustand ist, dann ist da meistens ja relativ viel Sympathikus an.
00:36:26: und Sympatikus bedeutet auch, dass ich überall potenziell schneller Gefahr erkenne und das Gefühl habe, oh, ich muss irgendwas tun!
00:36:34: Das ist ja auch ein Grund, so wie du es jetzt gerade beschrieben hast, dass es nie so aussieht als wäre der Moment für Pausen.
00:36:43: Dass man nicht nach diesem Gefühl gehen kann quasi...
00:36:46: Ganz genau.
00:36:47: Und ja, da bin ich... Ich meine das ist Teil für die nächste Folge ne?
00:36:51: Wie können wir das im Alltag irgendwie implementieren?
00:36:54: aber dieses Wissen darüber
00:36:56: dass
00:36:57: Die Pause wird nicht von alleine kommen.
00:37:00: Also irgendwann haben wir den Stock zwischen den Speichen und dann werden wir zur Pause gezwungen.
00:37:07: Aber wir haben es vorher noch selber in der Hand.
00:37:09: immer.
00:37:10: Ja wir können vorher Können wir noch besser eigene Entscheidungen treffen und den Zeitpunkt besser bestimmen.
00:37:19: Wie gesagt, es wird nie der passende Zeitpunkt irgendwie sein mal kürzer zu treten.
00:37:23: Es hat einen Preis.
00:37:24: man muss Sachen vielleicht absagen.
00:37:26: Man muss irgendwie unangenehme Situationen herstellen.
00:37:30: werden wir auch nächstes Mal wahrscheinlich ein bisschen mehr darüber reden?
00:37:35: Aber wenn wir zum Beispiel angenommen haben einen vollen Tag Wir machen überhaupt keine Pause an diesem Tag.
00:37:47: Das Hamsterrad läuft die ganze Zeit, das heißt wir sind abends wenn wir ins Bett gehen wollen in einem körperlichen Zustand wo ganz viel Sympathikos da ist und dass es aber zum Beispiel überhaupt nicht die Physiologie in der wir gut schlafen können, in der wer gut regenerieren können dann schlaffen wir vielleicht vor Erschöpfung ein aus dem Zustand, wo der Dorsale Vagus in Sicherheit dominiert und wir so in den Schlaf hineingleiten.
00:38:13: Und das merken wir natürlich dann auch am nächsten Morgen dass wir da nicht so gut ausgeschlafen sind weil wenn ich in diesen erholsamen Schlafzustand gekommen bin.
00:38:23: Das machen wir jeden Tag und dann kommt es Wochenende irgendwie wo wir vielleicht die Möglichkeit hätten unseren Tag etwas freier zu gestalten weil zumindest bei vielen Menschen die Erwerbsarbeit dort wegfällt und bei Menschen, die er Wochen in der Arbeit müssen werden es vielleicht andere Tage sein wo die Erwerbsarbeit wegfält.
00:38:43: Und wir eigentlich so ein bisschen mehr in unseren Rhythmus kommen könnten.
00:38:45: aber auch wenn wir da ... Nee dann muss ich ja noch dieses machen!
00:38:48: Dann muss sich ja noch das Haus putzen und den Garten machen was man auch alles machen
00:38:55: muss, muss,
00:38:56: dann beraubt man sich auch wieder der Möglichkeit da ein bisschen Langsamkeit in das Hamsterrad reinzubringen.
00:39:06: Und dann macht man das diese Woche, und dann machen wir das nächste Woche auch.
00:39:09: Und übernächste Woche auch!
00:39:10: Dann kommen irgendwelche Feiertage, wo mal irgendwie drei vier Tage frei sind... ...und dann machte aber auch vielleicht große Action.
00:39:19: oder man merkt... Oh!
00:39:22: Oder ne?
00:39:22: Der erste Urlaub, die ersten Ferien kommen, dann wieder.... Und man wird in der ersten Woche einfach so richtig krank.
00:39:31: Das ist schon das Zeichen, wo sich der Körper die Pausen holt.
00:39:35: Ja, der merkt, aha hier muss ich jetzt gerade nicht ganz so viel funktionieren.
00:39:40: Also schmeiße ich hier mal den ersten Stock in die Speiche und leg das System ein bisschen lahm.
00:39:46: Wenn wir aber auch da uns irgendwie mit Pillen voll knallen.
00:39:50: damit wird trotzdem auf den Ausflug gehen können und trotzdem noch den Haushalt machen und trotzdem doch den Garten.
00:39:57: weil man das ja jetzt machen muss ist doch die Jahreszeit wo man das Ganze alles macht Und hier ein Fest und da ein Fest.
00:40:06: Da wieder die Körpersignale überhört, dann wird sich das wieder weiter tragen.
00:40:11: Dann kommt der dicke Stock ins Getriebe sozusagen... ...und dann landen wir vielleicht im Burnout oder im Herzinfarkt oder was auch immer.
00:40:25: Und dem können wir entgegenwirken.
00:40:28: Du hast jetzt diese Kette ja mitbekommen.
00:40:30: Wir haben beim Tag angefangen.
00:40:33: Monate, die kleinen Feiertage, die Ferien.
00:40:36: Und wenn wir da wieder ganz zurückgehen an den Tag... Wenn wir schaffen unseren Tag in all dem Hassel immer mal wieder eben diese Momente von kleinem Durchatmen wo unser Körper für einen Moment nicht funktionieren muss und das meine ich mit diesen kleinen Zusammenbrechen.
00:40:54: er muss gerade nicht funktionierend und darf zwischendurch auch mal so zusammensacken weil es anstrengend ist.
00:41:02: Wenn wir das dem Körper am Tag geben, dann ist er im Abend in einem anderen Zustand und kann anders einschlafen.
00:41:09: Und wenn wir anders schlafen... Dann haben wir ein anderes Wochenende!
00:41:12: Wenn wir die ganze Woche über so kleine Momente von Regulationen nicht funktionieren, kleines Zusammenbrechen hatten, dann haben wir eine andere Wochenende.
00:41:23: Da können wir dann vielleicht erholsamer schlaven und noch mal mehr generieren.
00:41:26: Wir können unser Hamsterrad läuft langsamer.
00:41:29: Dann haben we andere Feiertage Und dann haben wir auch andere Urlauber, wo wir vielleicht nicht die erste Woche krank im Bett liegen und wir haben vielleicht auch am Endeffekt gar kein Herzinfarkt oder gar keinen Burnout.
00:41:42: Ja und ich glaube wichtig könnte es sein dazu auch noch mal zu sagen was jetzt vielleicht eher schon ein bisschen rausgekommen ist dass diese Mikro zusammenbrüche und dieses Durchschnaufen und dieses einfach mal sicher Raum geben die Erschöpfung zwischendrin zu spüren, dass das eben dann so diese unangenehmen Momente sein können.
00:42:02: Die das auch mit sich bringt weil einfach wenn man von dem Konto immer nur Geld abhebt Dann wird man darauf nicht viel ansparen, mit dem er dann tolle Sachen machen kann.
00:42:14: Sondern ist da irgendwann ein Minus und irgendwann muss man sich mit dem auseinandersetzen?
00:42:18: Und das heißt wenn man das dann eben spürt ah ja okay wow ich bin wirklich erschöpft Kann es aber auch tatsächlich erhelfen um zu merken oh wow!
00:42:26: Da ist wirklich schon gar nicht mehr so viel drauf.
00:42:28: vielleicht treffe ich auch eine kleine andere Entscheidung für wie ich heute meinen Abend gestalte oder ob ich morgen vielleicht irgendwo ein bisschen die Regeneration für mich einplanen kann oder ähnliches.
00:42:39: Also es macht ja da, wenn man das einordnen kann in vielerlei Hinsichten anderen Zugang auch zum sich selber spüren.
00:42:47: Ja und was ich an diesen kleinen Zusammenbrüchen, an den kleinen Momenten mag wir müssen nicht so tief in die Regulation gehen dass es super unangenehm wird sondern wir können es wirklich tropfen für Tropfen einfach ein bisschen Pause macht ein bisschen unangesehen vielleicht Das ein bisschen zulassen.
00:43:08: Also das ist wirklich dieses Titrieren und da bin ich dann wieder bei der Chlorigulation, weil es für mich ein super Ort ist einfach
00:43:16: um...
00:43:17: also wir haben da nicht groß anderes zu tun als außer unser Geschäft irgendwie zu machen und können uns da wirklich erlauben kurz innezuhalten.
00:43:31: Und genau das sind ja die Momente, wo unser Nervensystem merkt.
00:43:35: Ich kann kurz um mich ein bisschen zu regulieren und es muss dann gar nicht so dramatisch sein.
00:43:47: Also was für Menschen, die das vielleicht nicht nur am Klo machen wollen beziehungsweise auch einfach die, die dass immer wieder zwischendrin in sozialen Situationen brauchen gibt zum Beispiel auch diese Smartbänder, wo man einfach einen Vibrationsalarm einstellen kann.
00:44:06: So dass niemand sonst das wirklich mitbekommt aber man selbst irgendwie sich regelmäßig so eine kleine Erinnerung stellen kann die man damit was verknüpfen kann mit einem Arch-Check.
00:44:16: mal ein oder ich nehme ja mal Zeit wirklich zumindest drei bewusste Atemzüge zu machen wo ich länger ausatme als ich einatme und richtigen den Bauch atme also um so... damit es nicht untergehen kann in dem Hassel.
00:44:34: Ja, total und ich mache immer wieder... Ich habe so ein Herzraten-Variabilitätsmessgerät was ich in der Praxis manchmal benutze und man kann so eindrücklich sehen was eine Minute oder da wird das mal mit hundertdreißig Hertz schlägen.
00:44:49: also man macht eine Messung mit fünfhundertzwanzig Hertzschlägen und dann macht man nochmal eine Messungen mit hundert dreißig Herzschläge und während dieser Messung atmet man einfach sechsmal die Minute ein und aus in den Bauch rein.
00:45:03: Und es ist so eindrücklich, was für einen Unterschied das Nervensystem hat?
00:45:10: Das kann man da einfach richtig schön grün-rot auf weiß ablesen!
00:45:16: Das ist total toll!
00:45:19: Ja tatsächlich kriegt man nicht in dieser Feinheit aber über diese Smartbänder mitunter auch eine kleine Rückmeldung von Ah, das ist total tatsächlich
00:45:30: gut.
00:45:31: Also für Leute, für die Feedback der Gut- und Motivierenden funktioniert kann es tatsächlich auch vielleicht eine Idee sein, dass man auszuprobieren.
00:45:41: Ja.
00:45:41: Total!
00:45:43: Genau.
00:45:45: Und also ich wollte auch noch kurz das Bestätigen was du vorhin erzählt hast mit der Routine von den SOS Übungen.
00:45:51: Für mich ist das auch etwas, das total gut funktioniert.
00:45:56: wenn Okay, also jetzt bin ich schon ein bisschen irgendwie aus dem Lot.
00:46:00: Das heißt dann auch, ich spüre weniger gut was ich eigentlich gerade brauche und dass sich dann an... Also wenn ich das zumindest mitbekommen habe, uuh!
00:46:09: Ich bin ein bisschen aus dem lot, dass ich dann tatsächlich einfach mir dreimal im Tagen weckerstelle um die SOS-Übungen zu machen.
00:46:17: Also gar nicht immer bis zum Ende durch aber bis zum Fahrradlenker und einfach das Gefühl hab, ah ja da Also das eine ist, ich fühle Selbstwirksamkeit.
00:46:26: Das macht tatsächlich auch schon was aus dieses... Ah!
00:46:28: Ich habe mir doch ein bisschen mehr Einfluss als ich gerade vielleicht noch gedacht hab und ich habe schon den Eindruck dass es meinem System wirklich hilft dann sich eher wieder in Richtung Spüren-und Regulationen zu orientieren als weiter in diesem... Ich muss einfach nur alles gerade irgendwie bewältigen Modus zu bleiben.
00:46:49: Ja, Kathi Ich würde jetzt mal sagen, dass wir so ein paar Ideen zumindest gut zusammen gesammelt haben wie man Akut mit diesen akuten Überforderungsmomenten umgehen kann und einem längerfristigen... Wie kann man das generell anders planen?
00:47:06: vielleicht oder für mehr Entlastung sorgen?
00:47:09: Den wenden wir uns ja nächste Woche zu.
00:47:13: Gibt es von Deiner Seite hier irgendwas, was Du heute noch hinzufügen möchtest?
00:47:18: Ja da kann ich nochmal auf mein Mitgliederbereich einfach aufmerksam machen, weil es genau Level eins genau da ansetzt.
00:47:24: Das sind diese kleinen Tools die man total gut für die Chlorigulation oder sonstige Routine irgendwie einsetzen kann um da so einen kleinen ersten Fuß in die Tür quasi reinzubekommen und zu gucken.
00:47:37: Man
00:47:38: ist nicht alleine damit, weil man merkt, das sind noch andere Leute bei Good Night for a Good Day und man hat immer dich im Video.
00:47:45: also das macht tatsächlich auch oft noch einen Unterschied in der Anleitung zu bekommen.
00:47:49: Ja total!
00:47:50: Und dass man da mal so ein bisschen... Da sind ja ganz viele Übungen in Level eins bei den nervenstarken Tools mit drin und dass man mal gucken kann welches Tool davon welche Übungsabfolge oder welche Variation ist für mich wirklich eigentlich hilfreich.
00:48:07: Und das finde ich so schön, ne?
00:48:08: Da gibt's ja die SOS-Übungen und es gibt auch die Sonnenübungen Es gibt die Grenzentwickung von meiner Kollegin Elfriede Dinkel-Phrommer Es gibt eine Meditation zur somatischen Achtsamkeit Es gibt von den SOS Übungen unterschiedlichste Varianten Also sowohl für Erwachsene Für Jugendliche, für Kinder Auch nicht nur von mir, auch von einigen SOS Trainerinnen Wo man sich wirklich mal durchprobieren kann rausfinden kann, was passt da eigentlich zu mir?
00:48:35: Und genau das gerade schon erwähnt, Good night for a good day ist daher mit Inklusive in Level eins bei den Nervenstaffentools.
00:48:44: Er treffen uns jeden Dienstag und ich bringe alle die wollen ins Bett mit den SOS-Übungen!
00:48:50: Das ist so ein schöner Ort und auch so eine schöne Regelmäßigkeit... Ich mache das jetzt seit über fünf und halbe Jahren jeden Diensttag.
00:48:59: Also ganz ab und an werde ich mal vertreten, wenn ich nicht kann.
00:49:02: Aber ... äh... Achtundneunzig Prozent der Dienstage mache ich das!
00:49:09: Und es ist so ein schöner Raum und das ist für mich selbst also für meinen Körper auch so eine Verlässlichkeit, so eine Regelmäßigkeit und Nervensysteme lieben Regelmäßigkeiten und Verläßlichkeit Wiederholungen damit diese neuronalen Pfade sich entwickeln können.
00:49:25: Also große Empfehlung!
00:49:29: Ja, und auch in Level zwei und drei wird es diesen Monat um das Thema Überforderung und Überforderungen besser verstehen.
00:49:35: Und wieder mit Umgehen gehen.
00:49:38: Das heißt auch da gibt's in Level Zwei Wissen dass man sich dazu holen kann.
00:49:43: Da wird einen Mini Workshop dazugeben.
00:49:47: In Level Drei gehts dann auch wieder ans Innergruppe gemeinsame Verkörpern.
00:49:52: Dass
00:49:52: wir loslassen was uns in der Überforderungs-Held und uns anschauen Wie können wir es eben vielleicht ein bisschen anders gestalten für uns?
00:50:03: Das heißt, wenn du merkst das ist wirklich ein Thema für dich wo du mehr eintauchen magst dann fühle dich herzlich eingeladen da mal vorbei zu schauen.
00:50:11: Ich freue mich auf jeden Fall!
00:50:15: Ja ich mich auch.
00:50:17: Jakati, dann sage ich mal für heute vielen Dank und wir sehen uns in vierzehn Tagen Mit dem spannenden Thema, wie kann man es so generell nervensystemfreulicher gestalten?
00:50:32: Das Leben und den Alltag.
00:50:34: Ich bin sehr neugierig drauf!
00:50:37: Ja ich auch ja.
00:50:37: vielen Dank Martha Und dir auf der anderen Seite des Kopfhörer sag' ich auch danke.
00:50:42: Ich wünsche dir noch einen schönen Tag Nachmittagabend eine gute Nacht oder wann auch immer Du uns beiden hier zuhörst und sage bis bald
00:50:51: Tschüss!
00:51:00: Das war Regulation First für heute.
00:51:02: Wenn du magst, nimm dir doch gleich noch einen Moment Zeit um nachzuspüren wie du dich jetzt fühlst.
00:51:08: Das hilft einem Nervensystem dabei die Inhalte besser integrieren zu können.
00:51:13: Vielleicht klingen wir von den heutigen Inhalten noch etwas in dir nach oder es gab etwas das ganz neu für dich war
00:51:20: und wenn Du Lust hast uns in unserer Mission zu unterstützen dann würden wir uns echt freuen!
00:51:25: Du kannst aktiv dazu beitragen mehr Nerven Systemwissen und Regulationen in die Welt zu bringen.
00:51:31: Abonniere gerne unseren Podcast, schreibe uns eine positive Bewertung und erzähle all deinen Freundinnen, Familienmitgliedern, KollegInnen davon also all denen den Regulation First auch helfen könnte mehr Selbstregulation und Milde für sich zu entwickeln.
00:51:48: Danke fürs Zuhören!
00:51:49: Und wir freuen uns wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist.