Alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation und Milde mit dir
00:00:07: Herzlich willkommen zur Regulation First.
00:00:09: Hier findest du alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation.
00:00:15: und Milde mit dir!
00:00:17: Ich bin Kathi Bonett, Traumotherapeutin und arbeite seit vielen Jahren mit Selbstregulation- und Nervensystemwissen
00:00:25: Und ich bin Marta Pani, ich bin Ergotherapeutin und stelle hier Fragen aus dem Alltag die euch und mich bewegen.
00:00:32: Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Nervensystemwissen helfen kann, dich selbst besser zu verstehen und milder mit dir umzugehen.
00:00:41: Schön dass
00:00:41: du
00:00:59: da bist!
00:01:02: Ja, wie schon angekündigt wollen wir heute uns ein bisschen mehr damit beschäftigen.
00:01:08: Wie man in Kontakt zu sich selber eigentlich längerfristig vertiefen kann und so wirklich diese Verbundenheit mit sich selbst nähern kann.
00:01:16: Aber wie immer Regulation First!
00:01:19: Kathi magst du wieder eine Regulationsübung für uns anleiten?
00:01:24: Ja total gerne.
00:01:25: und heute habe ich mir eine meiner Lieblingsübungen.
00:01:29: Ich glaube, das sage ich bei jeder Übung aber ...
00:01:32: Das ist eine der ältesten
00:01:35: Übungen die ich kenne.
00:01:36: Die habe ich von meiner Gestaltausbildung kennengelernt und dies also die mache ich ganz oft wenn mir irgendwas nicht gelungen ist oder wenn ich nicht so Mama war wie sie gerne sein wollte oder wenn irgendwas schiefgelaufen ist Und ich merke dass da so Dieser innere Kritiker, wie wieder ein bisschen laut wird.
00:02:01: Und deswegen lade ich dich ein diese Übung einfach mal auszuprobieren.
00:02:08: Im Sitzen im Stehen im Liegen total egal liegen es vielleicht ein bisschen anstrengend Du wirst gleich merken warum.
00:02:16: und sie ist also ganz kurz und hat aber finde ich einen ganz schönen Effekt.
00:02:21: und zwar küsst ihr auf deine rechte Schulter und auf deine linke Schulter, egal in welcher Reihenfolge und egal wie oft.
00:02:33: Genau!
00:02:34: Und dann spür mal nach was das mit dir macht wenn du dir einen Moment diese Zuwendung schenkst dieses... Ach ja heute hat es irgendwie nicht geklappt.
00:02:48: beim nächsten Mal wieder da wird's bestimmt anders sein und da ist ein bisschen milde liebevolle Zuwendungen dir selbst schenkt und du kannst gerne noch einmal deine Schultern küssen und ein bisschen nachspüren.
00:03:27: Ja, das ist für mich so eine tiefgehende Übung!
00:03:30: Ich könnte jetzt einfach auch eine halbe Stunde mit euch hier in Stunde sitzen.
00:03:33: Wir haben
00:03:36: ja mal ein anderes Podcast-Format aber lass uns das heute mal nicht machen.
00:03:43: Wenn du damit okay bist, lass uns es lieber doch reden.
00:03:48: Das ist ok.
00:03:49: ausnahmesweise
00:03:51: Ja, gut.
00:03:51: Ich bin nämlich schon auch neugierig auf unser Thema heute und ich wollte jetzt einfach ganz zu Beginn mal fragen ob du einfach mal so ein bisschen einen Bild zeichnen magst mit Worten?
00:04:04: Keine Sorge!
00:04:08: Wie das eigentlich aussehen kann im Alltag wenn man gut mit sich in Kontakt ist also woran man das merkt wie... Also einfach um so ein Gefühl dafür zu entwickeln.
00:04:17: wie kann denn das sein im Alltag wenn ich mich gut spüre?
00:04:20: Was ist denn dann vielleicht, also woran könnte ich es merken?
00:04:23: Woran... was ist vielleicht anders als wenn ich mich nicht gut spüre.
00:04:28: Wenn der Kontakt nicht so da ist.
00:04:33: Ich merke die Unterschiede gerade relativ deutlich weil mein Leben sich vor einem Jahr total verändert hat einfach weil ich keine Kehrarbeit mehr in meinem Alltag habe.
00:04:42: Ich bin vor ungefähr einem Jahr aus der Familienwohnungen mit meinen Kindern ausgezogen, die sind jetzt groß und ich bin jetzt quasi alleine im Häuschen.
00:04:52: Und nur noch für mich verantwortlich!
00:04:55: Ich habe kein Team mehr, für das ich verantwortliche bin keine Kinder, die im Alltag irgendwas von mir brauchen... ...und da ist eine ganze Menge weggefallen.
00:05:04: und so in der Rückschau bin ich tatsächlich ganz schön beeindruckt wie viel ich vorher gewuppt habe?
00:05:13: Wieviel Effizienter ich auch in meinem Alltag war, wie viel produktiver.
00:05:20: Also alleine bin ich um Viertel vor sechs aufgestanden und was ich um viertel nach sieben alles schon irgendwie erledigt hatte.
00:05:25: also Das ist heute nicht mehr so Und ich merke dass es heute tatsächlich so ist das ich viel eher Okay, direkt von diesem heutigen Morgen.
00:05:38: Wir nehmen die Folge an einem Montag auf und um elf haben wir uns verabredet... ...und ich hatte vorher keinen anderen Termin!
00:05:44: Und ich hatte so in meinem Kopf den Plan... Ah ja dann stehst du ohne Wecker auf?
00:05:49: Das ist meistens gerade irgendwie gegen sieben halb acht oder so.
00:05:54: Dann stehst Du auf und machst direkt eine Runde Pilates und dann duschen und fertig machen Und gut Frühstücken.
00:06:05: und dann hatte ich noch so ein paar Sachen auf meiner To-do List, die erledigt werden müssen.
00:06:10: Dann triff es um elf Uhr Mater.
00:06:12: Ich habe nichts davon gemacht!
00:06:14: Ich war irgendwie noch nicht bereit für diesen Montag.
00:06:17: Ich hab sehr lange in meinem Bett noch rumgelegen, hab den Eichhörnchen im Wald zugeschaut, den Vögeln gelauscht... ...und ich hab's einfach nicht gefühlt.
00:06:26: Ich habs' nicht gefühlt, diesen Impuls aufzustehen.
00:06:31: Und jetzt Pilates oder irgendwas anderes.
00:06:35: körperlich, tendenziell anstrengendes zu tun.
00:06:38: Und es gab halt diese Notwendigkeit zu funktionieren – gab's heute Morgen und an so vielen Tagen zur Zeit!
00:06:49: Diese Notwendigkeiten zu funktionierend einfach nicht mehr.
00:06:52: In dieser Zeit ist mir wirklich aufgefallen dass ich manchmal keinen Impuls verspüre und das ist okay ist dem nachzugehen diesem Nichtimpuls Und das ist neu und das war früher tatsächlich anders.
00:07:08: Also wenn ich da, wenn da im Viertel vor sechs mein Bäcker geklingelt hat... Da gab es überhaupt nicht diese Option zu spüren ob's dann Impuls gibt aufzustehen oder nicht.
00:07:16: Da war ich froh dass sich die Sonnenübung hatte um irgendwie meinen Körper aus dem Bett zu bekommen weil es keine Option war auf diese Grenze eigentlich oder auf diese feine Kommunikation mit meinem Körper zu hören, dass mein Körper eigentlich noch gar nicht bereit ist für diesen Tag gerade.
00:07:34: Der braucht irgendwie noch Zeit um wach zu werden, um das Wochenende zu integrieren, um irgendwie in die Gänge zu kommen oder was auch immer.
00:07:44: Einfach mein Körper war noch nicht bereit und das konnte ich heute morgen fühlen und das konnte ich früher nicht fühlen.
00:07:51: Und so ist es in ganz vielen Dingen grade vor allem seit diese ganze Kehrarbeit mitgefallen ist, ne?
00:07:57: Die einfach über zwanzig Jahre lang mein Leben total dominiert hat eigentlich.
00:08:03: Also alles musste sich um, also hat sich ja die Versorgung der Kinder gedreht gerade als Alleinerziehende.
00:08:11: Hat sich ja alles darum herum gebaut Was kann ich für Arbeit machen und wie effizient muss ich die machen?
00:08:17: Wann muss ich effiziente einkaufen, damit ich effiziante kochen kann.
00:08:21: Also dieses Effizienz-Ding und funktionieren weil es einfach so eine nicht verhandelbare Masse an Dingen gab, die in meinen Alltag irgendwie passen mussten Und das würde ich heute alles nicht mehr schaffen oder auch... also es gibt keine Bereitschaft mehr dazu!
00:08:37: Da bin ich irgendwie besser mit mir verbunden Weil ich eben in dieser luxuriösen Situation bin dass ich es mir erlauben kann.
00:08:46: Also das empfinde ich gerade wirklich als total Luxus und ich höre die Signale meines Körpers mehr, also auch die Signalle der somatischen Achtsamkeit haben wir ja in der letzten Folge intensiv darüber gesprochen, die einzelnen Blütenblätter der somatschen Achtsammkeit.
00:09:02: Ich spüre viel eher was mein Körper zum Beispiel zu essen braucht oder brauche gerade Gemüse oder Obstbraucherproteine.
00:09:13: Das fühle ich gerade einfach viel eher.
00:09:15: Was früher eher so kognitiv war, ist es jetzt eher ein Wahrnehmen, einen Fühlen.
00:09:27: Ich weiß... Also ich kann immer noch Tage, wo ich zehn Stunden irgendwie am Stück arbeite und im Tunnel irgendwie bin und zehn E-Mails hintereinander formuliere für irgendwelche Kurse oder sowas.
00:09:41: Da kann ich auch voll am Start irgendwie sein.
00:09:44: Und danach merke ich aber dann zum Beispiel, dass ich erschöpft bin und da kann ich mir die Zeit nehmen um auch erschöpf zu sein.
00:09:50: Man muss das nicht abkürzen und einfach drüber gehen weil dann schon wieder irgendein Kind abgeholt werden muss oder von A nach B transportiert werden muss Oder Abendessen gemacht werden muss, oder Einschlafenbegleitung oder Wäsche waschen... Also ich kann viel eher meinen eigenen Impulsen Raum geben.
00:10:11: Ich habe da selber immer dieses Bild davon, dass wenn das Leben so laut ist also wenn dafür Lärm ist dann höre ich mich selber nicht zu richtig gut.
00:10:22: Also diese Impulse die da in mir drin sind wo ich eben diese feineren inneren Grenzen und Bedürfnisse spüre, die sind einfach viel leiser als manches was von außen kommt.
00:10:35: und das heißt ich weiß für mich auch, dass sich da ziemlich drauf aufpassen muss wenn ihr viel Lärm von außen kommt, also wenn viel los ist da draußen.
00:10:45: Dass ich dann mir auch wirklich bewusst Zeiten einem Planfuß ruhiger wird um dieses feinere Wahrnehmen zu können.
00:11:04: der die Theorie aus Nervenstark verbunden aufgreift, zum Anhören und Anschauen übersichtlich und gut zugänglich.
00:11:15: Und ich frage mich – was es für dich verändern könnte?
00:11:19: Die theoretischen Grundlagen des Nervensystems kompakterklar zu bekommen!
00:11:25: Ein Kurs, der allein für sich bereits deine gesamte Sicht auf Verhalten verändern kann und gleichzeitig die Basis für weiteres Eintauchen in die Welt des Nervensystems ist.
00:11:35: Weil der Nervensystem Orientierung mag und Wiederholung.
00:11:39: Alle Infos dazu findest du in den Shownauts.
00:11:47: Und ich frage mich jetzt aber gerade, weil ja man ehrlich sagen muss da haben wir beide auch ein bisschen eine Luxus-Situation, in der wir grade glaube ich nochmal ne ganz andere Möglichkeit haben überhaupt diesen Kontakt mit uns selber zu spüren und zu pflegen und zu intensivieren wo es ja Vielleicht durchaus auch, darum geht mal ein bisschen wieder aufzutanken nach anstrengenden Zeiten.
00:12:13: Also ich weiß bei dir war jetzt das letzte Jahr ja einfach mega anstrendend und davor so viele Jahre eben mit Kehrarbeit und Selbstständigkeit und Teamaufbau.
00:12:22: Und also es war ja mega viel los, wo's ja eigentlich total schön ist wenn der Druck dann mal nachlässt dass sich diese Impulse melden können und man dem mal nachgehen kann.
00:12:32: aber für viele Menschen ist das ja total anders in ihrem Alltag weil die einfach sehr viel mehr diesen Lärm von außen haben.
00:12:41: Hast du dafür auch irgendwie Ideen oder ein Bild, wie das aussehen kann da gut mit sich verbunden zu sein?
00:12:49: Oder wie man da auch diesen Kontakt bewusst nähern kann?
00:12:55: Also erstmal finde ich es da ja auch wichtig also auch anzuerkennen Es gibt Phasen, manchmal auch sehr lange Phasene in unserem Leben wo uns einfach sehr viel abverlangt wird.
00:13:09: Wo wir funktionieren müssen und dass es da einfach nicht einfach ist im Kontakt mit uns selbst zu sein und wir da auch wieder von so einer... Ich habe's schon wieder nicht geschafft in so einen Modus von
00:13:23: Ja!
00:13:23: Es ist gerade vielleicht auch schon eine lang anhaltende Phase wo es wirklich schwer ist Zeit für mich zu finden, um mich zu hören.
00:13:33: Um meine Körperimpulse oder die Sprache meines Nervensystems irgendwie wahrzunehmen.
00:13:40: Also dass wir da auch eine Milde direkt wieder mit uns entwickeln dürfen Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt das anzuerkennen.
00:13:47: Es gibt einfach Zeiten in unserem Leben Die sind so Und gleichzeitig gibts dann natürlich auch immer Wieder Momente wo wir kleine Momente der Also, wie so kleine Inseln einbauen können.
00:14:02: Mir fällt da sofort natürlich die Chlorikulation wieder ein Ort an dem wir mehrfach am Tag irgendwie vorbeischauen und das heißt, dass wir es putzen.
00:14:14: Aber wir sitzen auch manchmal auf dem Klo und manchmal sogar alleine und können die Tür zu machen.
00:14:20: Und wenn wir uns da angewöhnen, da mal einen Moment Pause zu machen... ...und dann gibt's ja unterschiedliche Dinge, die man da tun kann.
00:14:28: Man kann wirklich einfach Also in Anführungszeichen ist manchmal nicht einfach nichts machen.
00:14:36: Und wirklich einfach beobachten, was geschieht wenn ich jetzt einfach nichts mache?
00:14:41: Wenn ich noch nicht mal meinen Atembewusstbeobachter sondern wirklich einfach im Moment nichts mache.
00:14:46: das ist manchmal wirklich leichter gesagt als getan weil der... Das innere Nervensystem also das Nervenystem so auf Hochtouren ist der Sympathikus putzen wir eben noch das Klo, nachdem wir da drauf waren.
00:15:01: Weil ja ist halt wieder notwendig und dann putzen auch noch die Dusche und das halbe Wartezimmer weil wir gar nicht zur Ruhe kommen können, weil es im Außen so laut ist und der Sympathikus zu hoch ist.
00:15:12: Also auch weil sie im Innenen so laut sind oder?
00:15:14: Ja
00:15:15: genau, also das Innen passt sich ja dann dem außen oft an Und dann ist es sehr laut Und dann können wir uns einfach manchmal auch gar nicht so gut wahrnehmen.
00:15:26: Also es hat auch was mit dem Stresstoleranzfenster zu tun, können wir auch nachher noch mal darüber sprechen wo wir uns dort befinden und wenn wir dann quasi ja so stehen bleiben und das Außen wird dann für Moment leiser oder vermeintlich leiser werden wir's schaffen.
00:15:45: Dann rastest in uns selbst der manchmal immer noch und dann kann es ganz unterschiedliche Dinge geben die uns einfach guttun.
00:15:52: bei der Chloregulation Ja, für manche sind es die SLS-Übungen, die uns aus diesem Bzzz Zustand erst mal ein bisschen runterholen.
00:16:00: Manche sind vielleicht schon geübt oder sind in einem ruhigeren Zustand und können einfach in sich rein lauschen mit sich einchecken was für andere aber auch schwieriger ist weil da drin noch so viel Sympathikus ist.
00:16:14: und fürs mit sich einschicken braucht's ein bisschen mehr ventralen Vargus und er ist manchmal eben nicht so präsent wenn wir so im Funktionsmodus sind.
00:16:23: Also was brauche ich, um von dem Punkt wo ich im Inneren gerade bin ein bisschen runterzukommen und alleine sich diese Frage zu stellen.
00:16:34: Wo bin ich grade in meinem Nervensystem?
00:16:36: Wo bin Ich in der Stressampel gerade?
00:16:37: Bin ich bei grün-, gelb- oder rot?
00:16:39: so eine ganz grobe Einteilung?
00:16:41: Ja, bin ich ventral gut verbunden?
00:16:44: habe ich guten Kontakt zu mir?
00:16:46: oder ist eher Fight Flight Modus irgendwie angesagt für Sympathikos damit ich im gelben Bereich?
00:16:52: oder bin ich eher in so einem dumpfen Zustand, wo viele Blütenblätter eigentlich ganz klein zusammengerollt sind.
00:17:02: Ja alleine diese grobe Einteilung für sich mal klarzubekommen ist ein dober Ausdruck damit Kontakt aufzunehmen.
00:17:15: Alleine das nimmt Kontakt auf.
00:17:20: Allein dadurch können wir schon wieder einen kleinen Moment bei uns ankommen.
00:17:26: Und immer, wenn wir diesen kleinen Moment beim Ankommen spürt es unser Nervensystem und fängt an sich ein bisschen zu regulieren.
00:17:32: also der Parasympathikus wird da durch aktiviert und manchmal kommt so'n Ausatmen und ist das wie so eine kleine Pause einfach um integrieren zu können auch verarbeiten zu können was Zwischen viertel vor sechs und vierteln nach sieben vielleicht einfach schon alles passiert das am sonnen tag.
00:17:54: Oder auch nach wochenenden Als.
00:17:57: ich kenne menschen die machen Die können gar keine pausen richtig machen die haben so das talent sich einen termin nach dem andern Und die fahren dann noch hierhin und dann fahren sie von der oma aufm rückweg noch Freunde x y besuchen und Dann abends noch grillen bei den Nachbarn, keine ahnung.
00:18:15: Und dann kommen sie nach Hause und am nächsten Tag geht es irgendwie genauso weiter.
00:18:18: Alles Klarschule, zack-zack-Zack-Kita... ...bumm-bumm arbeiten!
00:18:25: Da hat der Körper gar nicht so einen Moment des Integrierens und Verarbeitens.
00:18:31: Das hält dieses Hamsterrad ja ganz oft so am Laufen.
00:18:34: Je schneller das Hamsterrat läuft desto weniger sind wir mit uns verbunden oder desto lauter ist es im Außen und desto schwieriger ist es.
00:18:44: uns im Innern auch irgendwie zu hören.
00:18:46: Deswegen ist da meine Empfehlung immer mal zu gucken, auch wenn es manchmal schwierig ist.
00:18:51: wo kann ich denn mal Momente mit Leerlauf auch irgendwie einbauen oder so Übergänge gerade bei Übergängen sich Zeit dafür nehmen?
00:19:02: also ganz normalen Alltag ist der Übergang von Arbeit zur Kehrarbeit oder Kinder aus der Kita oder Schule abholen in den Freizeit Alltag in den Nachmittag zu Hause ankommen.
00:19:16: Das sind so Momente wo ich ganz oft in der Praxis empfehle Pausen einzubauen, wo nix geplant ist also wo einfach Dinge geschehen können.
00:19:28: und es kann sein dass da jemand gerade so viel Energie hat das er erstmal will tanzen muss und Es kann sein Dass das erst mal Nikarchen auf dem Sofa irgendwie ist weil die Erschöpfung raus kommen möchte.
00:19:39: wenn man da eben ständig drüber geht dann gehört man das einfach auch.
00:19:47: Und was da ganz wichtig ist, es ist ein Weg, ja?
00:19:50: Es ist wirklich ein Stück für Stück sich weiter kennenlernen.
00:19:55: Ich habe es in der letzten Folge glaube ich schon gesagt diese Meditation zur somatischen Achtsamkeit die ich in Level eins habe, wo's erst mal nur darum geht in der Blütenmitte zu sein und die einzelnen Blüteblätter zu beobachten.
00:20:08: wie groß ist eigentlich welches Blüteenblatt?
00:20:11: Es geht noch gar nicht darum, was geschieht da auf einem einzelnen Blütenblatt.
00:20:15: Sondern wirklich nur ist es zugänglich oder nicht!
00:20:19: Das kann total schöner Anfang sein auch bei der Chlorigulation.
00:20:25: Ja oder wenn man merkt ah mit tun die SOS-Übungen total gut dann macht ihr SOS Übung.
00:20:31: Oder wenn du merkst das sind die Sonnenübungen und dann macht die Sonneübung... ...oder wenn es dein Atem beobachten ist dann beobachte deinen Atem.
00:20:39: Ich glaube was einfach auch gut ist an der Stelle noch mal zu sagen ist, dass das ja auch was ist.
00:20:45: Dass unser Nervensystem lernt durch diese Zuwendung und die Regelmäßigkeit.
00:20:51: also wenn wir immer wieder mit uns einchecken und es immer wieder auch wirklich nur diese kurzen Momente nehmen um zu spüren... Was spüre ich eigentlich gerade von mir?
00:21:00: Eben welches Blütenblatt ist gerade am besten zugänglich?
00:21:04: Ja das hat wirklich etwas mit Verkörpern und Machern zu tun.
00:21:07: Was ich oft erlebe ist, dass Menschen konsumieren.
00:21:11: Und ich meine auch unser Podcast ist etwas zum Konsumieren – das kann man sich ja auf die Ohren machen und man kann dabei kochen, man kann da bei fünftausend andere Dinge erledigen und man lässt sich davon so ein bisschen beschallen.
00:21:23: Ja?
00:21:25: Ist so!
00:21:26: Und es ist erstmal kognitives Wissen was ankommt.
00:21:29: wir versuchen am Anfang immer durch die Regulationsübungen einzuladen, so'n bisschen in den Körper zu kommen und doch ist es einfach einen Konsumiren liegt tatsächlich in den bewussten wahrnehmen.
00:21:43: Das ist the magic key sozusagen, also ich kann irgendwo sitzen und ich kann mein Handy rauf und runter scrollen und kann es Pause nennen oder ich kann irgendwie sitzen und in mich rein lauschen ganz bewusst.
00:21:59: Und das ist ein Unterschied.
00:22:02: Und gerade wenn's vielleicht schwer fällt das zu machen eben weil man ja ehrlich sagen muss Regulation ist nicht immer angenehm Und es ist auch nicht immer angenehm, sich zu spüren.
00:22:14: Also gerade wenn einfach viel zuviel ist schon für eine lange Zeit, dann ist das... also ich plan da oft wirklich Zeiten ein, in denen ich weiß, dass wird jetzt mal ziemlich bescheiden!
00:22:27: Weil ich weiß es war davor zu viel Und das dann auszusitzen, ist oft einfach... Also es ist total gut für mich diese Orientierung zu haben.
00:22:35: Das ist dann manchmal nicht angenehm.
00:22:37: Das braucht ein bisschen vielleicht auch Überwindung zu sagen okay ich setze diese undre jetzt aus Ich mache Sachen die mir gut tun aber ich mach nicht weiter weil ich weiß dass geht nicht in die Richtung in die ich insgesamt will in meinem Leben glaubt, das ist total gut.
00:22:52: Das eben zu wissen und einordnen zu können dass es sein kann und auch dazu gehört, dass eben wenn man also ist so wie wenn man von einem Konto ständig was rausnimmt dann ist irgendwann nichts mehr drauf und irgendwann vielleicht den Minus?
00:23:05: Und wenn ich dann auf die minus drei hundert achtzig Euro fünf Euro reinleg, dann habe ich nicht fünf Euro im Plus sondern dann ist einfach nur das Minus mal ein bisschen kleiner und ich krieg vielleicht mit was da ist.
00:23:17: Also ich finde so dieses dieses Dann auch nicht die Erwartung zu haben, aber jetzt habe ich das gemacht.
00:23:22: Jetzt muss es super sein!
00:23:24: Ist voll hilfreich.
00:23:26: und aber auch das Wissen dass aber die Übung das besser macht also dass es wirklich mit mehr Übungen leichter wird, dass das Nervensystem runterfährt und dass es angenehmer wird einzuchecken irgendwann.
00:23:42: Also ich weiß nicht, ob das für alle gilt.
00:23:44: Weil eben, dass es jetzt mit Trauma da bist du die Expertin, ob's da vielleicht dann auch ganz gut ist an manchen Stellen Therapien zuzuziehen wenn man merkt, oh hier ist aber sehr viel los!
00:23:54: Da brauche ich noch jemanden der das mit mir hält.
00:23:57: Aber so von einer grundsätzlichen Richtung wollte ich das mal einbringen.
00:24:00: Ja absolut Das hatte ich gerade schon auf der Zunge und das es da natürlich sein kann Ab einem gewissen Punkt der professionelle Begleitung einfach auch braucht wenn es zu und angenehm wird.
00:24:09: Es gibt ja gute Gründe, warum wir da irgendwo feststecken und man herbraucht's einfach nur eine kleine Begleitung und manchmal ist das Teil eines größeren Prozesses auch einfach.
00:24:20: Und er lohnt sich aber einfach!
00:24:22: Da haben wir die Neurobiologie auf unserer Seite.
00:24:24: also wenn wir diesen Pfad immer wieder gehen, der wird einfach stabiler.
00:24:30: Winter of Tolerance verändert sich dann auch.
00:24:32: Ich habe es vorhin ja schon kurz angesprochen, dass das auch damit zusammenhängt.
00:24:35: Unser Stress-Toleranzfenster – wenn wir uns innerhalb des Fensters bewegen, können wir etwas ganz gut halten und da gibt's aber auch dieses Rauf und runter, diese natürliche Rauf-und-Runteraktivierung und wieder runterfahren, wieder hoch, wieder runter fahren.
00:24:52: Und dieses Runterfahren hat eben auch immer diese Integration von Eindrücken, von Erlebtem in sich und wenn wir uns innerhalb dieses Stress-Toleranzfensters befinden, gelingt das auch viel einfacher.
00:25:05: Und wenn wir aber eben so belastet sind oder so im Funktionsmodus sind dann schwappen wir ja auch ständig mal oder gerne mal oben oder unten aus dem Stress- Toleranzfenster eben raus und... ...sind dann eben im Minus wie du gesagt hast entweder oben im Minuss oder unten in Minuss.
00:25:26: Und bleiben da auch erstmal irgendwie manchmal stecken Und mit der Zeit verändert sich aber auch unser Stress-Toleranzfenster, wenn wir Nervensystemarbeit machen.
00:25:36: Also es wird größer die Regulationsfähigkeit wird besser.
00:25:42: Ich habe in irgendeiner Podcastfolge auch schon mal das Schalemodell von des Resilienzschalenmodells erzählt oder Mathe?
00:25:51: Tatsächlich glaube ich nicht.
00:25:54: Oh!
00:25:55: Ich bin mir nicht sicher.
00:25:59: Lass es uns noch mal machen, ich finde auch man kann's zu nur doch ein zweites oder auch fünftes oder achtes Mal hören.
00:26:05: das ist ein gutes Modell.
00:26:08: Ja also ich find' das Resilienzschalenmodell hat viele Über schneidungspunkte von der Idee her mit dem Stress-Toleranzfenster und trotzdem ist es ein anderes Bild.
00:26:16: ne?
00:26:16: Beides sind Bilder die einfach bisschen anders auf eine ähnliche Sache irgendwie gucken.
00:26:22: Und bei dem Resilienschalenmodel da gehe ich davon aus Dass es, dass jeder Mensch wie so eine Schale hat unsere Resilienzschale und die ist sowohl genetisch bedingt als auch vergangenheitsbedingend.
00:26:34: was habe ich alles an herausfordernden.
00:26:36: Situation vielleicht schon erlebt die gut gemeistert haben.
00:26:39: dann wächst diese schale.
00:26:41: Und als drittes ist das natürlich auch Tagesform abhängig ja also zyklusmäßig abhängig von der, bin ich ausgeschlafen und krank.
00:26:51: Wie ist das Wetter gerade etc?
00:26:53: Also das kann alles unsere Resilienzschale beeinflussen.
00:26:57: Und dann gibt es in jeder Schale des sogenannte Grundwasser und dieses Grundwasser entsteht wenn wir Dinge erleben die einfach noch nicht verarbeitet wurden.
00:27:09: Ja da ist eine Welle Die konnte aber eben nicht wieder abfließen sondern die sammelt sich als Grundwasser in unserer Schale drin.
00:27:17: Und als drittes Element gibt es den aktuellen Wellengang, also wenn wir gerade jetzt in dem Augenblick was aufregend ist irgendwie erleben dann ist da eine größere Welle und das ist total egal!
00:27:28: Ist das ne Freude-Welle?
00:27:29: Ist dass ne Angstwelle?
00:27:30: Ist das mit Trauer-Wälle?
00:27:32: Welle ist erst mal Welle.
00:27:34: Da geht's ganz viel.
00:27:35: einfach um die Höhe oder dieses Zusammenspiel von diesen drei Komponenten.
00:27:40: Wenn ich eine riesengroße Schale habe und da ist irgendwie ein bisschen gemäßig zu Grundwasser drin, dann könnte auch durchaus große Wellen irgendwie sein und... Ich kann das noch handeln!
00:27:49: Und in dem Zeitpunkt habe ich Kontakt mit mir selbst und kann mich spüren.
00:27:55: Ja, das ist wiederum auch das was beim Stress-Toleranzfenster wenn ich innerhalb des Stress- Toleranzfensters bin, dann kann ich mich spühlen Mal mehr, also näher ich an die Ränder komme desto weniger wird's.
00:28:07: Aber wenn ich gut in der Mitte vom Stress-Toleranzfenster bin dann kann ich mich gut spüren.
00:28:13: Und so ist das eben auch bei einem Resilienzschalenmodell Wenn die Schale groß genug ist mäßiges Grundwasser und dann können da Wellen sein und Ich kann mich spülen.
00:28:22: Angenommen Das Grundwasser bleibt gleich und die Wellen höre auch.
00:28:26: aber meine Resilience schale ist gerade kleiner weil ich schlecht geschlafen habe, weil ein Kind krank ist.
00:28:33: Weil ich selbst angeschlagen bin, weil ich seit zwanzig Jahren erschöpft bin oder so.
00:28:40: Dann ist meine Schale vielleicht kleiner und dann schwappt dieses Wasser diese aktuelle Welle da vielleicht viel eher drüber.
00:28:48: das heißt ich bin... Meine Ressourcen sind damit beschäftigt dieses Wasser irgendwie einzufangen fest also dass es nicht alles überschwappt zur Verfügung, um mich zu fühlen.
00:29:05: Und wenn wir uns aber eben mit Nervensystemarbeit beschäftigen, wenn wir daran arbeiten dann wird mit der Zeit die Schale auch stabiler und größer.
00:29:14: Wir können ein bisschen Grundwasser ablassen und eben lernen Wellen zu surfen.
00:29:23: Da wird natürlich auch deutlich dass unser Alltag ganz viel auch mit unserer Schale macht.
00:29:28: Wenn wir einen lauten Alltag haben, dann ist unsere Schale unter Umständen kleiner.
00:29:33: Beziehungsweise dieses Zusammenspiel zwischen Schale und Wellengang.
00:29:38: Das heißt ja... Wir haben hochfunktional ein Alltag irgendwie.
00:29:43: Die Schale ist am Limit in der Kombination schalengröße Grundwasser-Wellengang.
00:29:49: da ist einfach gar nicht mehr so viel Toleranzbereich irgendwie da.
00:29:56: Die Ressourcen sind ganz schön am Limit.
00:30:01: Ja, was auch... Also ich meine es ist nicht immer möglich.
00:30:05: aber was mich schon noch dazu bringt dass das grundsätzlich ganz sinnvoll ist mal ehrlich drauf zu schauen wie die eigenen Kapazitäten sind und wie die Alltagsgestaltung ist Und ob's da Möglichkeiten gibt dann etwas zu schrauben.
00:30:20: weil ich also... Ich kenne eigentlich glaube ich niemanden der zu wenigen zu einem Alltag hat, sondern tendenziell ist es immer viel zu vollgepackt alles und hier noch was und dann auch was und dort noch.
00:30:34: Und das gibt Dinge und Situationen so wie du es vorhin beschrieben hast wo man gar keine Chance hat einfach etwas zu ändern und wo es eine Zeitlagen oder auch eine sehr lange Zeitlage einfach zuviel ist um man irgendwie schaut wie man durchkommt.
00:30:50: Manchmal gibt's aber kleine Möglichkeiten mehr Pausen einzuplanen.
00:30:56: Und das ist ja oft auch ein bisschen eine Ausrichtungsfrage, also von einem okay was tut mir gut und was will ich in meinem Leben?
00:31:06: Und wenn es mir einfach wichtig ist mich mehr zu spüren und mit mir einen Kontakt zu sein und ich einfach merke euch, ich neige dazu eher sehr oben zu sein in meinem Stress-Toleranzfenster.
00:31:17: Also ich neigt so sehr viel Sympathikusaktivierung und ich würde mich eigentlich gerne anders fühlen in meinem dann auch wirklich bewusster zu schauen, okay was sind denn vielleicht Räume die ich mir schaffen kann?
00:31:27: oder wo kann ich vielleicht auch auf etwas verzichten das sehr viel Aktivierung reinbringt.
00:31:34: Die mir aber eigentlich also keine schöne Aktivierungen bringt, die nicht Freude ist sondern die einfach insgesamt so viel ausmacht.
00:31:42: Also vielleicht habe ich gerade gar nicht die Kapazitäten für fünf Freundinnen und Freunde dazu sein, die irgendwie ihre Probleme bei mir abladen wollen oder hier noch den extra Kuchen zu backen für den nächsten Bazaar irgendwo.
00:31:58: Oder solche Dinge.
00:31:59: also da auch einfach ein bisschen ...
00:32:03: es
00:32:04: klingt so unschön.
00:32:05: manchmal glaube ich aber so diese... Ich find's sowas wertvoll ist sich diese Ehrlichkeit da auch zu gönnen.
00:32:11: Und ich finde eigentlich in dem... Also ich hab grad'n Video gesehen über Trauer und das Trauer eigentlich so dieser Prozesse ist, wo man sich mit einer anderen Realität anfreundet.
00:32:24: Also dass die Realität nicht mehr so ist wie man sie möchte weil man irgendwie vielleicht einen Verlust hatte oder eine Beziehung beendet ist oder irgendeine Menschen verloren hat Und dass es dann trauer, was ganz wertvolles ist um sich damit auseinanderzusetzen auch.
00:32:44: Also einerseits diese Gefühle zu spüren in sich und andererseits aber auch sich so ein... Sich langsam mit der Realität anzufreunden wieder.
00:32:53: Ich habe das Gefühl, dass bei dem Thema vielleicht auch so ein bisschen mithinaenspielt dieses Sich manchmal damit anzufraunden wie die Realität ist und ob ich gerade eigentlich sehr ob ich mich wirklich wohlfühl und dann ist es ja super, wenn ich mich in meinem vollen Alltag wohlfühle.
00:33:08: Und wenn nicht aber vielleicht auch diesen mit unterschmerzhaften Weg zu gehen sich das auch anzuschauen wo's vielleicht eine Veränderung braucht die im ersten Moment auch ein bisschen Nicht so fein ist und nicht so leicht gelingt und dir aber langfristig mehr Raum für mich geben würde.
00:33:28: Ja da sprichst du einen total wichtigen Punkt an weil es ja manchmal sind das ja auch durchaus schöne Sachen.
00:33:35: Ich denke jetzt an Menschen, die so ganz viele Hobbys haben und jeden Tag irgendwie in anderen Sport oder mehrfach Sport die Woche und dann noch ein Musikinstrumenten und am Wochenende noch irgendwie Ausflüge
00:33:45: etc.,
00:33:45: also egal ob mit Kindern oder ohne aber manche Kinder sind einfach auch in so vollen Tagen und es ist alles toll und es macht alles Spaß.
00:33:55: Und wenn ich nochmal zur Resilienzschale zurückkomme dieser Schale ist es egal welche Farbe das Wasser hat.
00:34:02: Voll ist voll.
00:34:04: Ja, egal ob da grünes rotes buntes gepunktetes gestreiftes Wasser drin ist.
00:34:09: Egal ob der Angstwasser Freudewasser Wutwasser irgendwas drin ist ich habe was Aufregendes erlebte Wasser Drinnen ist.
00:34:17: wenn diese Schale voll ist dann ist sie voll und das kann richtig bitterer moment sein sich auch von was schönem verabschieden zu möchten zu müssen weil es einem gerade nicht gut tut weil bis nicht integriert bekommen, weil wir es nicht verarbeitet bekommen.
00:34:32: Weil unsere Schale zu voll ist.
00:34:33: und das ist genau das was du glaub ich erzählt hast auch mit dieser Realität.
00:34:41: Das ist einfach eine andere Realität.
00:34:43: Ich muss mir eingestehen dass mein Leben das gerade nicht fasst.
00:34:49: Es ist grade zu viel für mein Leben.
00:34:51: Und dann fühlt sich so Paradox an was schönes aus einem leben raus streichen zu müssen damit's einem besser geht.
00:34:59: Aber wenn man dieses Bild hat, auch schönes kann zu viel sein.
00:35:03: Also ich kann auch nicht den ganzen Tag Schokoladenkuchen oder so essen was vielleicht gerne tun würde.
00:35:12: Aber dieser Resilienzschale ist es einfach egal welche Farbe das Wasser hat.
00:35:16: voll ist voll und Das ist manchmal ein richtig bitterer Moment der auch mit Trauer verbunden ist.
00:35:23: also auch Abschied zu nehmen von einem Leben was man sich vielleicht vorgestellt hat man vielleicht auch jahrelang leben konnte und jetzt auf einmal nicht mehr.
00:35:36: Und das ist ganz schön häufig, dass man sich das eingestehen muss.
00:35:43: Ja ich glaube es ist einfach ja auch so oft so verlockend über die eigenen Grenzen hinaus zu gehen und man kann das ja eine ganze Weile machen.
00:35:56: aber ich glaub irgendwann meldet sich bei den meisten Menschen dieses, da sind wir jetzt langsam an den Limits von dem wo wir das noch so ausreizen können.
00:36:08: Und es ist eigentlich total schön wenn man schon ein bisschen davor schafft dann runter zu fahren und nicht wartet bis der Zusammenbruch kommt was viel leichter gesagt ist als getan ist.
00:36:17: also
00:36:20: genau helfen
00:36:20: zusammenbrüche
00:36:23: Genau auch da ist manchmal weniger mehr.
00:36:26: ich kenne auch menschen.
00:36:29: An einer Stelle wollte ich dir vorhin kurz widersprechen, weil ich auch Menschen kenne die ... denen es schwerfällt ihren Alltag zu füllen.
00:36:36: Weil sie eben eher in der Depression oder so was sind.
00:36:39: Das gibt's natürlich auch und gleichzeitig kenn' ich Menschen, die quasi auch... Ja, ich mach doch dreimal die Woche Yoga und dann geh ich noch zum Sport und dann mache ich noch dies und ich treffe mich mit Freunden und dann gehe ich noch tanzen und dann mach ich noch das und ich mach noch dieses und ich machen noch jenes abarbeiten und also auf so einer kognitiven Ebene.
00:37:00: Ich habe doch alles gemacht, warum geht es mir noch nicht besser?
00:37:03: Und da ist dann meistens der Punkt vielleicht ist es sinnvoller an dieser Stelle nur eine Sache zu machen und die aber zu fühlen... ...und nicht einfach mechanisch mitzumachen und in sich ankommen zu lassen.
00:37:19: Das ist ja das auch wieder beim wie bekomme ich Zugang zu mir selbst wirklich darauf einzulassen Und das ist für manche gerade die in so einem, ich hab manchmal natürlich auch Klientinnen.
00:37:32: In der Praxis, die in klassischen Unternehmensberatungen.
00:37:39: Wo wahnsinnig viel Druck und wahnsinn nicht viel... Entweder geht's rauf oder raus?
00:37:45: Wahnsinnig viele Leistungsdruck und dann Bäm, bäm, bam!
00:37:49: Ich muss leisten, leisten, leisten, leistend.
00:37:51: Und ich kann mir nicht durchatmen.
00:37:56: Und da ist es, fühlt sich wirklich so an wie eine Vollbremsung.
00:38:02: Da mal zu atmen und das kann auch da sein dass man da erstmal langsamer bremsen muss.
00:38:12: also weil ne Vollbremsung schafft kein System.
00:38:16: gut ja dann kann es sein okay ein bisschen verlangsam und dann vielleicht noch ein bisschen verlangsam ins Spüren kommen.
00:38:28: Und ich finde, da ist mein Go-to Element also das was sich wirklich am meisten in der Praxis.
00:38:34: dann einsetze auch immer wieder die somatische Achtsamkeit.
00:38:38: Wie merkst du eigentlich dass du erschöpft bist?
00:38:41: Welches Blütenblatt fängt an mit dir zu sprechen und ich frage mich wie die Vorstellung wäre wenn du auf es anfangen würdest zu hören und es wirklich erst einmal zu bemerken.
00:38:54: Es heißt doch nicht, dass man in der Lage ist danach zu handeln.
00:38:57: wirklich ein anderer Schritt.
00:38:59: Aber erst einmal dieses Blütenblatt hören es, erkennen und es bemerken.
00:39:05: Und das ist oft... Alleine das ist auf einem langwieriger Weg und ich empfehle da oft irgendwie Begleitung weil's dann eben so ist dass dieses Ständige im Tun sein verhindert ja auch das Fühlen und das was du vorhin auch schon gesagt hast ne?
00:39:23: Dann wenn das fühlen anfängt zu kommen dann kann es eben auch unangenehm sein und da ist es einfach hilfreich, die Begleitung zu haben.
00:39:34: Ja ich glaube das Behutsamkeit da auch wirklich ein total wesentlicher Bestandteil des Ganzenes.
00:39:43: also so dieses wirklich mit einer gewissen Freundlichkeit und milde Sicht zu begegnen in dem Prozess und sich nicht zum Kontakt mit sich selbst in irgendeiner Form zu zwingen weil Ja eben, was wir auch schon hatten.
00:39:58: Blütenblätter wachsen nicht dadurch, dass man darin zieht und rollen sich dadurch nicht wieder aus sondern einfach wirklich mit einer Freundlichkeit zu begegnen und sich einzuladen.
00:40:08: Und jetzt auch diese Frage vorhin, was gibt es vielleicht in meinem Leben etwas das ich verändern könnte um mir mehr Raum zu schaffen?
00:40:17: Das kann ja auch wirklich mit Gedanken und mit einer Frage beginnen.
00:40:20: Und das bedeutet nicht, man muss sofort in irgendwas irgendwelche einschneidenden Dinge tun die sich eigentlich hart anfühlen und den inneren Stress noch vergrößern.
00:40:29: Auch da kann man ja mit seiner inneren Vision anfangen.
00:40:32: Wie könnte ein Leben aussehen dass es ein bisschen leichter ist?
00:40:35: Ein bisschen entzerrter ist wo's mehr Pausen gibt Wo ich mir zwischendurch mal auf die Schulter küsse und liebevoll mit mir sein kann Und diese Vision in sich zu entwickeln, also auch die Anfangen zu verkörpern.
00:40:51: Ja das ist ja manchmal... Also wenn ich mit manchen Klientinnen über so eine Vision spreche, dass es ja sehr weit von deren Lebensrealität manchmal und da gibt's quasi die Synapsen noch gar nicht für wie.
00:41:05: es gibt ein Leben wo es auch um mich geht
00:41:12: Ja, und ich denke da hilft dir auf der einen Seite schon auch das kognitive Wissen so wie es jetzt zum Beispiel hier in dem Podcast ist.
00:41:20: Aber auch das Verkörpern ist natürlich dann ein wesentlicher Schritt damit, damit der ganze Körper in diese Richtung sich bewegen kann weil indem erleben wir unser Leben nun mal.
00:41:33: Und dass genau das was wir eben in Level drei machen?
00:41:36: Ich wollte ja auch gerade hin tatsächlich sagen Dass ich das anbietet, gerade zu sagen.
00:41:43: Level zwei und drei sind nach wie vor mit diesem Thema beschäftigt also in level zwei mit mehr Wissen dazu.
00:41:50: Mit einem kleinen Workshop und in level drei dann mit dem Verkörpern und auch mit dem Austausch in der Gruppe weil eben dass ja für viele Menschen ein Thema ist und es ist oft wirklich wohltuhend andere Perspektiven zu erleben was andere Menschen in der Hinsicht Ja, für Erfahrungen gemacht haben oder machen und sich da ja auch wechselseitig so ein Stück mitzukriegen auf dem Weg.
00:42:15: Das hat finde ich auch was sehr berührendes und inspirierendes immer wieder.
00:42:21: Und es ist nicht so dass wir uns einen Zyklus mit einem Thema beschäftigen und dann sagt unser Nervensystem ok check fertig sondern... Es geht ja dann mit einem anderen Thema weiter und diese Themen die wir davor behandelt haben Die wirken natürlich noch nach und wirken auch in die einzelnen anderen Themen mit rein.
00:42:40: Und es ist so ein Prozess, also auch wenn sich dann irgendwann mal vielleicht einer dieser Workshops wiederholt wird man an der anderen Stelle wieder einsteigen und einfach nochmal eine Stufe tiefer tauchen.
00:42:52: Also das ist das Schöne irgendwie an Level drei dass da Menschen ja auch drin sind mit ganz verschiedenen Vorerfahrungen, die an ganz unterschiedlichen Stellen stehen dass jeder, jede einzelne Person ihren Weg weitergeht.
00:43:07: Und dabei begleiten wir uns gegenseitig und es gibt immer wieder Körperimpulse um ja an dieser Stelle einen Schritt mehr bewegen zu können innerlich in die Veränderung nachhaltig in die veränderungen zu bringen.
00:43:21: das mag ich wirklich sehr gerne.
00:43:25: Ja!
00:43:26: Insofern wenn du dich auf der alten Seite des Kopfhörers angesprochen fühlst dann schau gerne vorbei.
00:43:32: Wir freuen uns und ansonsten würde ich jetzt auch tatsächlich langsam wieder zum Ende kommen.
00:43:41: Und Kati, dann sage ich für den Moment erstmal vielen Dank fürs Gespräch!
00:43:47: Ich danke dir Marta und auch dir auf der anderen Seite des Kopfhörers.
00:43:52: Vielen Dank dass du uns gelauscht hast und vielleicht das eine oder andere für dich mitnehmen konntest.
00:43:59: Ja und beim nächsten Mal werden wir uns dann ein bisschen mehr mit dem Thema Überforderungen beschäftigen, wo es dann einfach darum geht nämlich auch die Überforderung besser zu verstehen.
00:44:08: Ich glaube das passt
00:44:09: ganz gut als Anschluss hier weil ja oft etwas dass den Kontakt mit uns selber dem im Weg steht auch ist dass wir einfach sehr viel über Forderung in unserem Alltag haben.
00:44:22: und da mehr Orientierung zu haben kann durchaus hilfreich sein auch um den Kontakt mehr vertiefen zu können.
00:44:31: Aber
00:44:31: dazu beim nächsten Mal mehr!
00:44:33: Wir freuen uns, wenn du wieder mit dabei bist in zwei Wochen und inzwischen eine gute Zeit dir, Kathi und dir auf der anderen Seite des Kopfhörers und
00:44:42: bis bald!
00:44:43: Tschüss!
00:44:53: Das war Regulation First für heute.
00:44:56: Wenn du magst, nimm dir doch gleich noch einen Moment Zeit um nachzuspüren wie du dich jetzt fühlst.
00:45:01: Das hilft einem Nervensystem dabei, die Inhalte besser integrieren zu können.
00:45:06: Vielleicht klingen wir von den heutigen Inhalten noch etwas in dir nach oder es gab etwas das ganz neu für dich war?
00:45:13: Und wenn du Lust hast uns in unserer Mission zu unterstützen
00:45:16: dann würden
00:45:16: wir uns echt freuen!
00:45:18: Du kannst aktiv dazu beitragen mehr Nerven Systemwissen und Regulationen in die Welt zu bringen.
00:45:24: Abonniere gerne unseren Podcast, schreibe uns eine positive Bewertung und erzähle all deinen Freundinnen, Familienmitgliedern, KollegInnen davon.
00:45:34: Also all denen den Regulation First auch helfen könnte mehr Selbstregulation und Milde für sich zu entwickeln.
00:45:41: Danke fürs Zuhören!
00:45:43: Und wir freuen uns wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist.