Regulation first!

Regulation first!

Alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation und Milde mit dir

Transkript

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00:00:07: Herzlich willkommen zur Regulation First.

00:00:09: Hier findest du alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation.

00:00:15: und Milde mit dir!

00:00:17: Ich bin Kathi Bonett, Traumotherapeutin und arbeite seit vielen Jahren mit Selbstregulation- und Nervensystemwissen

00:00:25: Und ich bin Marta Pani, ich bin Ergotherapeutin und stelle hier Fragen aus dem Alltag die euch und mich bewegen.

00:00:32: Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Nervensystemwissen helfen kann, dich selbst besser zu verstehen und milder mit dir umzugehen.

00:00:41: Schön dass du da bist!

00:01:02: Ja heute wollen wir uns – wie beim letzten Mal angekündigt – dem Thema emotionale Erholung im Alltag widmen Und vor allem so ein bisschen schauen, was ist eigentlich emotionale Erholung im Alltag und wieso ist das auch wichtig für uns?

00:01:18: Wieso ist es manchmal trotzdem, obwohl wir das uns oft sehr wünschen gar nicht zu einfach unterzukriegen.

00:01:25: Im Alltag beziehungsweise überhaupt in einen Zustand von wirklicher Erholungen zu kommen.

00:01:30: Aber

00:01:31: um um uns gut darauf vorzubereiten oder schon quasi mitzunehmen in ein bisschen mehr Erholung.

00:01:38: Wie immer

00:01:39: als erstes mal ein bisschen Regulation gemeinsam.

00:01:43: Kathi, hast du wieder eine Regulationsübung für uns mitgebracht?

00:01:48: Ja und diesmal aus sehr egoistischen Gründen.

00:01:52: bezüglich genau des Themas also Emotionsregulation im Alltag können wir nachher nochmal selbst ein bisschen drauf eingehen.

00:02:02: Aber ich würde für mich gerne gerade die ersten drei SOS-Übungen machen, um ein bisschen aus meinem Alltag besser hier anzukommen und ich lade dich auf der anderen Seite des Kopfhörers und auch dich Marta herzlich allen mitzumachen.

00:02:18: Sehr gerne!

00:02:20: Und dafür ja du kannst die Augen schließen oder geöffnet lassen so wie es sich für dich passend anfühlt und du kannst einmal Kontakt mit deiner inneren, wie geht es mir eigentlich Skala aufnehmen?

00:02:33: Angenommen.

00:02:34: Null ist ganz ruhig und entspannt.

00:02:38: Zehn ist maximaler Stress.

00:02:41: Und mal schauen wo du da jetzt gerade in diesem Augenblick bist.

00:02:50: Mach dir eine kleine innere Notiz.

00:02:56: Ja dann kannst du beide Hände über Kreuz auf deine Oberarme legen und wir können mal gemeinsam hier abwechselnd hin-und her tappen.

00:03:06: Du kannst dich entweder an Matas und meinen Geräuschen hier orientieren oder du kannst schauen was für dich gerade genau dein richtiger Rhythmus ist.

00:03:44: Genau, dann kannst du eine kleine Pause machen.

00:03:47: ich nehme dafür mal eine Hand unter meine Achsel so dass da eine Daumen nach oben zeigt die andere bleibt.

00:03:52: am Oberarm Kannst ausprobieren welche Seite für dich angenehm ist Und dann kannst Du Dich einfach für einen Moment selbst ein bisschen umarmen und festhalten dir Selbsthalt geben.

00:04:48: Und für die dritte Übung kannst du einmal deine Augen öffnen, falls du sie geschlossen hattest und dich bei dir im Raum umschauen und alle schönen Dinge zählen.

00:04:59: Alternativ kannst auch alle runden Dinge zälen oder alle eckigen, alle Dinge einer bestimmten Farbe oder Formen... ...oder auch alle vertikalen Linien – ganz egal!

00:05:09: Hauptsache dein Kopf dreht sich und du zählst irgendetwas was du sehen kannst.

00:05:48: Dann kannst du wieder eine kleine Pause machen Und noch einmal Kontakt mit deiner inneren, wie geht's mir eigentlich?

00:05:59: Skala aufnehmen und schauen wo du da jetzt gerade in diesem Augenblick gelandet bist.

00:06:15: Marta strahlt mich jetzt schon an!

00:06:19: Ja ich liebe die SS-Übungen.

00:06:25: Das tut einfach jedes mal wieder total gut und ja ich freue mich drüber.

00:06:29: Mir hat es auch gerade voll gut getan so ein bisschen wieder ein bisschen runter zu kommen bei dem Inneren Aufregungslevel dass immer noch mit dabei ist, wenn wir eine Aufnahme starten.

00:06:40: Ja das ist gar nicht bei mir so diese Aufregung beim Podcast aufnehmen.

00:06:46: aber was ich und da sind wir schon voll im Thema eigentlich?

00:06:49: ne?

00:06:49: Ich hab einfach gerade total anstrengende Tage- und Wochen hinter mir Und auch die letzten Tage waren irgendwie echt busy und anstrendend fordernd und auch heute Morgen habe ich schon etwas anderes aufgenommen und bin ein bisschen unter Strom Muss ich sagen, unsere Folge zum Thema Selbstkontrolle und Selbstregulation.

00:07:11: Denken wir nicht mal definitiv im Selbst-Kontrollemodus.

00:07:14: Und für die aufmerksamen Hörerinnen hier man kann glaube ich deutlich den Unterschied in meiner Stimme hören.

00:07:24: Also selbst nach diesen ersten drei SS Übungen das war jetzt quasi wie integriere ich SS oder Emotionsregulationen in meinen Alltag?

00:07:35: Ja, ich bin jetzt von einem Videopodcasting ins nächste irgendwie gehopst und hab das einfach in die Podcast-Folge integriert um mich im Moment zu regulieren.

00:07:48: Und es war total wichtig gerade für mich und ich wusste aber dass ich diesen Moment hier haben werde und ich kenn's eben von vielen Lehrkräften zum Beispiel auch, Schulstunden so beginnen und das hat nicht nur was mit den Schülerinnen zu tun, sondern auch mit ihnen selbst.

00:08:06: Und da sind wir schon mitten im Thema beim ersten Tipp quasi.

00:08:11: aber ich gebe jetzt erst mal an dich Marta.

00:08:15: Worum geht's überhaupt?

00:08:19: Wie du schon gesagt hast es geht um emotionale Erholung und Regulationen im Alltag und vielleicht einfach damit alle dazu auch ein konkretes Bild haben und wir vom gleichen reden, magst du mal erzählen was verstehst du unter emotionaler Erholung und Regulation im Alltag?

00:08:40: Ja ich würde da gerne wieder die Nervensystembrille aufsetzen und direkt voll ins Nerven-System reinschauen.

00:08:48: Sehr gerne!

00:08:50: Es gibt bestimmte Zustände unseres Kapers.

00:08:53: Da sind ganz viele Ressourcen zur Verfügung für solche Sachen wie Wartungsarbeiten, also sowas wie Zellreparatur, Hormonsystemen, Balanceierung, Immunsysteme auf Päppung sozusagen.

00:09:09: All diese vielen Systeme die in unserem Körper aktiv sind, auf die wir mal für ein paar Minuten verzichten können aber eben auf Dauer nicht wirklich und die durchaus ab und an Pflege brauchen oder Wundheilungen.

00:09:23: wenn wir uns irgendwie verletzt haben dann braucht es Kapazitäten des Körpers, um diese Wunder heilen zu lassen zum Beispiel.

00:09:30: Und wenn wir in der Stressampel im grünen Bereich sind – also wenn wir z.B.

00:09:36: schlafen oder in so einem Zustand von Intimität und Nähe sind oder in einem geselligen Zustand – das sind eigentlich die drei einzigen Zustände in unserem Körper wo kein Stress in uns unterwegs ist, wo keine Stresshormone ausgestoßen werden.

00:09:56: Ja, also selbst wenn wir dann auch noch im grünen Ampelbereich in dem Bereich von Action zum Beispiel gehen da haben wir schon wieder ganz viele Sympathikus.

00:10:05: Auch mit dem ventralen Vargus zusammen vielleicht aber der Sympatikus bringt sofort Stresshormone auch ins System.

00:10:12: Die sind eine andere, haben eine andere Qualität und eine andere Intensität als jetzt im Fight-Zustand oder auch dann im roten Ampel-Bereich.

00:10:21: Aber das stehen einfach gar nicht so viele Ressourcen mehr zur Verfügung, sobald Stressormann Hormone unterwegs sind.

00:10:28: Erst braucht dann ressourcen um das System in Gang zu bringen eben für die Mobilisierung um das Überleben dann auch zu sichern die Energie zur verfügung zu stellen.

00:10:40: und deswegen sind in diesem grünen Ampelbereich genau diese unteren drei Bereiche wenn wir uns die lebensimpulse dort anschauen schlaf intimität und nähe und geselligkeit.

00:10:51: Das sind die einzigen drei Bereiche, in denen unser Körper ohne Stresshormone im Grunde unterwegs ist und die meisten Ressourcen zur Verfügung hat um diese ganzen vorhin aufgezählten Wartungsarbeiten durchführen zu können.

00:11:07: Und in allen anderen Zuständen haben wir weniger ressourcen und je höher wir in der Stressampe wandern und je höre wir bei den Überlebensimpulsen wandern desto weniger ressources stehen zur verfügung.

00:11:21: Wartungsarbeiten gibt es eben auch.

00:11:23: Unser Hormonsystem bekommt nicht mehr die Beachtung, die es eigentlich bräuchte oder unser Immunsystem oder die Wundheilung.

00:11:30: Wunden heilen dann einfach langsamer

00:11:33: und das heißt dass ist eigentlich auch schon wenn wir uns zwar noch in Sicherheit fühlen aber eigentlich in so einer eher sehr lebendigen aufgeregten Sicherheit- und Interaktion sind also auch zum Beispiel bei Spiel das mit mehr Action verbunden der Bereich von Regeneration im Nervensystem angesprochen.

00:11:51: Genau, genau!

00:11:52: Also es ist natürlich anders... Da dürfen wir durchaus differenzieren.

00:11:56: Das ist jetzt schon besser als im Erstarrungszustand zum Beispiel.

00:12:01: oder auch da sind wir im roten Bereich.

00:12:05: Oder wenn wir im gelben Bereich sind bei Fight und Flight oder sowas, da ist das Stresslevel einfach wesentlich höher.

00:12:11: Da ist auch viel Angst mitweiten.

00:12:12: Da sind wir bei den Überlebensimpulsen und er braucht definitiv noch mehr Ressourcen als im Play-Zustand, also im Actionzustand wo Sympathikus und ventraler Vargosnerv aktiv sind.

00:12:24: Doch auch da sind Stressharmone unterwegs und die Ressourcen stehen nicht mehr voll für die Wartungsarbeiten und Instandhaltung zur Verfügung.

00:12:36: Ich überlege gerade ob wir das in Podcast eigentlich schon mal hatten.

00:12:39: mit der Stressampel Falls nicht für alle, die das interessiert ist es auf jeden Fall in deinem Buch Nervenstark verbunden Thema und auch in ganz vielen Workshops von dir kommt das immer wieder vor.

00:12:51: Und es geht einfach darum dass es verschiedene Zustände in unserem Nervensystem gibt, die eben verschiedene Beteiligungen der inneren Systeme von Dorsalen, Ventralen, Vargus und Sympathikus haben.

00:13:04: genau Das kann man sich zur Not sonst jetzt auch ergoogeln.

00:13:08: Und das, was die Kati gerade beschrieben hat ist eben sind die Zustände in denen entweder nur der Dorsal-Vagus beim Schlafen an ist oder dann der ventrale Vagus dazukommt bei Intimität und Geselligkeit und eben kein Sympathikus an ist.

00:13:25: Der dafür zuständig ist, dass Stresszermone ausgeschüttet werden.

00:13:29: Ganz genau!

00:13:29: Also man kann es vielleicht so sagen – der grüne Ampelbereich ist der Bereich, in dem wir uns sicher genug fühlen Und da gibt es eben verschiedene körperliche Zustände, die unser Körper einnehmen kann.

00:13:42: Die dann wieder verschiedene unterschiedliches Verhalten unterstützen und das sind eben Schlaf, Intimität und Nähe, Geselligkeit und Action.

00:13:51: Das sind so die Bereiche, die wir in Sicherheit haben.

00:13:53: Und an der gelbe Ampelbereich ist da kommen wir in die ersten Überlebensimpulse oder dass uns überlebens Impulse dies uns ermöglichen von Aus eigener Kraft wieder aus einer, aus einem Zustand in dem wir uns gefährdet fühlen.

00:14:08: Wieder zurück in einen Zustand von mehr Sicherheit zu kommen also zum Beispiel durch Zuflucht Kampfverteidigung oder eben Flucht.

00:14:16: Wir können eigenständig etwas tun um die Situation wieder zu verändern.

00:14:21: und der rote Ampelbereich das ist der Bereich der Lebensgefahr indem wir eben nicht mehr eigenständig aus dieser Situation herauskommen.

00:14:30: Das heißt, wir müssen innerhalb der Gefahr eine Lösung finden um die irgendwie zu überleben, zu überstehen.

00:14:36: und das sind dann die Überlebensimpulse.

00:14:39: Unterwerfungsimpuls über den haben wir ja schon ausführlich gesprochen aber auch der Unterwerfen auch der Überlebendsempuls der Erstarung und der Kollaps sind dort verortet.

00:14:49: da ist dann auch bei dem Kollaps es auch kein Sympathikus mehr mit dabei.

00:14:54: Nur die Immobilisierung, also der Sympathikus macht ja die Mobilisierung und der Dorsale Vargos nach der Polyvagal

00:15:01: Theorie

00:15:02: ist für die Immobilisierung zuständig.

00:15:05: Und hier ist aber eben ganz viel Angst im Spiel und ganz viele Stresshormone im Spiel auch wenn da kein Sympatikus mit dabei ist.

00:15:12: Das ist im Grunde der Zustand für den Körper der am meisten Betriebskosten verursacht

00:15:21: Also sehr weit weg von unserem heutigen Thema mit der Regulation, also mit der Erholung.

00:15:28: Das heißt, Erholungen eben so wie du jetzt gerade schon gesagt hast auf jeden Fall im grünen Bereich und ich glaube man kann sich jetzt auch schon ein bisschen vorstellen wieso das einfach alleine auf biologischer Ebene wichtig ist für uns wenn das einfach der einzige Zustand ist in dem Indem die verschiedenen Systeme im Körper gewartet werden und manche manche Dinge Prozesse im Körper einfach nicht so gut stattfinden können, wenn zu viel Stress im system ist.

00:15:57: Also Ziel ist es eigentlich immer wieder bei grün zumindest mal vorbeizuschauen also dass wir immer wieder Momente von Grünen da haben und das ist mit den Wartungsarbeiten und den Sachen ich gerade gesagt habe.

00:16:13: das sind ja Sachen die Langfristigkeit unseres Körpers sichern, also den langfristigen Gesundheitszustand sichern.

00:16:20: Wir können wirklich auch mal ein zwei Wochen ist unser Immunsystem bekommt es keine größere innere Aufmerksamkeit und dann bekommen wir das in der Regel doch irgendwie hin und dann erholt sich das auch wieder wenn's danach wieder anders ist ja?

00:16:35: Wenn wir mal zwei wirklich stressige Wochen haben Auch unser Hormonsystem verkraftet das Ja Dann schlafen wir vielleicht nicht oder Irgendwas ist ein bisschen durcheinander, doch allgemein kriegt's das auch zwei Wochen hin.

00:16:50: Und dann pendelt es sich wieder ein.

00:16:52: Richtig blöd wird's dann halt wenns... Wenn das wirklich über langen Zeitraum ist.

00:16:57: Denn dann versuchen andere Systeme die Sachen auszugleichen und dann wird das wie so'n ganz kuscheliges Volkneul wo das System versucht das Auszugleichung und ah!

00:17:07: Dann ist aber das im Mangel, da muss hier wieder was ausgleichen.

00:17:10: Ah!

00:17:11: Dadurch kommt aber das Andere in Mangel und dann muss das wieder ausgleichen.

00:17:16: Und das kann mit der Zeit, also mit Zeit meine ich da eben Monate Jahre und auch Jahrzehnte.

00:17:25: Ja, also bin jetzt ... Wie alt bin ich?

00:17:28: Siebvierzig?

00:17:31: Wenn Klientinnen in dem Alter meine Praxis kommen, reden wir oft von Jahrzehnten, dass ein Körper in bestimmten Zuständen ist.

00:17:37: Und wenn ein Körper über dreißig Jahre zum Beispiel oder noch länger in einem Zustand ist, der Wartungsarbeiten nicht unterstützt.

00:17:48: Ja das können wir gerne mit Autos vergleichen die dreißig Jahre lang nicht gewartet werden.

00:17:54: oder ja wenn wir in so einem Stresszustand sind dann kommen wir nicht auf die Idee mal zu gucken ob unsere Schnürsenkel ausgetauscht werden müssten, ob sie bald reisen könnten?

00:18:05: Ja da haben wir keine Kapazität für wenn wir die ganze Zeit rennen.

00:18:09: aber wenn Dann können wir mal gucken, oh ja die Schnürsenkel, die könnte ich irgendwann mal austauschen damit sie mir nicht irgendwann reißen.

00:18:19: Ja jetzt habe ich den Zeitpunkt auch in meiner Kontrolle sozusagen wann Ich mich mit dem Schnürsänkelwechsel befasse.

00:18:27: Wenn ich dann voll am Rennen bin und dann reißt mir der Schnür senkel ja dann da muss ich In Laden gehen und mir einen Schnür Senkel holen.

00:18:34: ob es passt heute natürlich überhaupt gar nicht.

00:18:36: außerdem hab ich alles zu tun.

00:18:41: Das fördert dann natürlich dieses ganze weitere System.

00:18:44: Aber es macht vielleicht auch so ein bisschen deutlich, wenn wir dauerhaft in diesem Stresszustand drin sind und jetzt nicht schaffen, zwischendurch mal bei Grün vorbei zu schauen und diese wartungs-, diese inneren Wartungsarbeiten zu ermöglichen das die dann natürlich... Wenn wir immer am Rennen sind reißt der Schnürsenkel natürlich während wir rennen.

00:19:08: Der reist nicht, wenn Wir entspannt irgendwo sitzen.

00:19:11: Und es ist ja auch einfach so, dass ab einem gewissen Alter – das ist natürlich unterschiedlich von Person zu Person.

00:19:17: Aber dass es dann ja oft anfängt sicher auf körperlicher Ebene mit Problemen zu zeigen wenn man davor eine lange Zeit eben mit Selbstkontrolle und hohem Stress unterwegs ist.

00:19:28: also Selbstkonto bedeutet ja meistens auch relativ viel Stress und Druck im Körper und das kann dann eben bedeuten auch, dass man dann deutlich länger ausfällt irgendwann oder deutlich, also dass das dann nicht nur der Schnüslenkel schnell ausgetauscht werden muss sondern vielleicht einfach mal merkt hoppla ich glaube ich muss hier mal sehr viel mehr Zeit in die Suche eines passenden Schuhwerks für die strapazierten Füße investieren.

00:19:54: um jetzt bei dem Bild zu bleiben.

00:19:56: Ja definitiv und da kommen natürlich diese ganz... Ich sag mein Anführungszeichen altastgemäßen Abnutzungserscheinungen kommen natürlich, also die Körper werden ja dann irgendwann einfach nicht mehr jünger.

00:20:10: Was in Ordnung ist und gleichzeitig kommen aber Dinge... Also wo bedenken?

00:20:17: Ja das hat mit dem Alter zu tun und es hat aber irgendwie nur bedingt mit dem alter zu tun finde ich weil es eher stressbedingt ist.

00:20:24: Einfach sehr lange ertragener Stress und wenig Wartungsarbeiten.

00:20:29: Also hätten die dreißig Jahre davor anders ausgesehen hätte der Körper mehr Wartungsarbeiten gehabt und hätte jetzt weniger körperliche Symptome, die wir vielleicht sagen ja das hat mit dem Alter zu tun.

00:20:43: Aber nein einige dieser Symptomen werden durch den jahrelang ertragenen Stress und wenig emotionale Erholung im Alltag eben auch genährt und verhindern dann diese Wartung arbeiten und haben dann diese Teil.

00:21:00: also es ist ein guter Nährboden für chronische Erkrankungen einfach.

00:21:04: Und die zeigen sich dann eben erst nach dreißigvierzig Jahren.

00:21:10: Ja, wir sind einfach keine Maschine von der man permanentes Laufen erwarten kann.

00:21:17: Die Dami Schaf sagt immer Wir wollen als Gesellschaft alle nur mehr einatmen aber nicht mehr ausatmen und ich finde das ist irgendwie ein ganz schönes Bild.

00:21:25: also ich habe auch den Eindruck dass wir sehr... ja insgesamt als Gesellschaft sehr geprägt sind vom Sympathikus und sehr viel im Laufen bleiben.

00:21:37: Und dass auch eigentlich nur Produktivität, also das Produktivität auf jeden Fall sehr viel höher geschätzt wird als Erholung und dass jemand wirklich gut reguliert entspannt und mit Wohlbefinden durch sein Leben gehen kann.

00:21:51: Ja es ist ja auch ein totales, fast schon Statussymbol ne?

00:21:55: Also was ja auch, ich bin so busy.

00:21:57: Ich bin so wichtig.

00:21:58: Ähm ... Ich bin eine tolle Type.

00:22:02: Alle wollen was von mir!

00:22:05: Das hat ganz viel ... So ist ja ein großer Teil unserer Gesellschaft unterwegs?

00:22:11: Ja und das ist gar nicht einfach da auszusteigen oft.

00:22:16: Vor allem wenn man vielleicht also jetzt zusätzlich zur gesellschaftlichen Prähung auch noch eigene Prähungen mit dabei hat, wo gerade wenn man irgendwie was jetzt ja nicht so selten ist.

00:22:30: Irgendwie negative Vorerfahrung gemacht hat irgendwas mit Trauma zu tun hat und dadurch einen erhöhten Stress im System hat oder auch einfach gelernt hat als Kind also Pausen machen es nicht willkommen Leistung bringen ist angesagt.

00:22:42: Also das ist ja im Großen wie im Kleinen dass wir das vorgelebt und erzählt bekommen

00:22:50: Genau du bist nur etwas wert wenn du was leistest.

00:22:54: Einfach sein, zählt überhaupt gar nicht.

00:22:58: Und das ist ja etwas... Also gerade dieses einfach-sein, dass es genau dieser grüne Ampelbereich von Schlafen, Nähe, Intimität miteinander seien, dieses gesellige... Genau diese drei haben alle so eine Mischung aus Dorsalenwahrungs der Immobilisierung, der ist beim Schlaf Dominant, weil Nähe und Intimität ist da auch dominant.

00:23:21: Da kommt ein bisschen ventraler Vargus, ein bisschen unser soziales Kontaktsystem mit rein.

00:23:25: Und bei dem Geselligen.

00:23:26: bei Sammensein haben wir eine Dominanz des ventralen Vargus-Nervs und das sind genau diese drei Zustände die uns so einladen zum einfach sein Wo wir nichts müssen wo wir keine Leistung erbringen müssen, wo es auch noch nicht mal reden müssen Ja, im Schlaf oder wir brauchen nicht zu denken.

00:23:51: Wir können einfach sein und das ist so wichtig für den Körper.

00:23:58: Und weil du das gerade gesagt hast, es ist gesellschaftlich so anerkannt eben für Leistungen sich zu feiern und sich auf die Schulter zu klopfen hey bist schon wieder bei deinen Grenzen gegangen.

00:24:12: super Und da arbeite ich ja immer so ein bisschen gegen.

00:24:16: Ich versuche, ja schon immer auch Räume zu schaffen.

00:24:19: Also gerade im Mitgliederbereich oder auch auf Instagram also in allen Kontakten die habe und natürlich auch in der Praxis wo ich Menschen dafür feiere wenn sie Pause machen Wenn Sie für sich sorgen wenn sie dieses System nicht weiter bedienen und weil ich weiß wie schwer das ist da sich rauszunehmen Weil es ja auch was Damit zu tun hat, wir sind Herdentiere und wollen natürlich Teil der Herde sein.

00:24:49: Wir brauchen unsere Herde damit wir überleben können.

00:24:52: Wir sind einfach keine Wesen die nur ganz alleine für sich überleben.

00:24:59: Das heißt, wir brauchen unsere Herde und wenn diese Herde uns dauerhaft irgendwie vermittelt hey du musst Leistung bringen.

00:25:05: Du musst über deine Grenzen gehen noch mehr höher schneller weiter die ganze Zeit.

00:25:10: Powerpower keine Pausen.

00:25:12: Pause heißt du bist schwach du bist was auch immer Dann läufst du Gefahr oder nicht?

00:25:17: ein ganzes Nervensystem bekommt diese Signale mit von Hey!

00:25:21: Wenn du das nicht machst dann gehörst du nicht zu uns dann fliegst du hier raus aus dieser Herde.

00:25:27: Das heißt, viele Menschen versuchen damit zu halten.

00:25:30: Damit sie Teil dieser Herde bleiben.

00:25:32: Damit Sie diese Anerkennung weiterhin bekommen und so eine Herde zu verlassen.

00:25:37: Da gibt es bei ganz vielen den Wunsch.

00:25:40: Ich will das eigentlich nicht mehr?

00:25:42: Und das ist aber total schwierig wenn wir keine neue Herde haben.

00:25:47: Also weil dann unser ganzer Körper eigentlich Angst hat alleine dazustehen Wenn es da keine andere Herde gibt die sagen die vielleicht genau das sagt, was uns besser tut.

00:25:57: Also dass wir uns mit Menschen vielleicht umgeben, die unseren Vorbild sind auch Pausen zu machen, die uns dafür willkommen heißen und ja feiern.

00:26:10: hey du hast für dich gesorgt mega ich muss jetzt dafür selbst irgendwie etwas machen wo ich deine Hilfe erhofft hatte.

00:26:19: aber ich finde es super, Nee, nicht aber.

00:26:23: Und ich finde es super, dass du für dich sorgst und ich komme damit klar, dass Du mir jetzt gerade keinen Gefallen tust oder unsere Verabredung absagst.

00:26:31: Oder wir beide haben ja vorhin auch nochmal gesprochen zum Beispiel weil ich eben grade so eine volle Zeit habe.

00:26:38: Hey Kati ist das wirklich in Ordnung?

00:26:40: Dass wir heute diese Podcast-Aufnahme machen hast Du mich vorhin gefragt.

00:26:43: Ich hab kurz reingefühlt und hab gedacht ne, ist ein bisschen drüber und ich weiß aber, dass ich nein sagen könnte.

00:26:51: Und egal wie ich mich jetzt entscheide, ich bleibe in deiner Herde.

00:26:57: Auf jeden Fall!

00:26:58: Diese Verbindung ist irgendwie sicher und ich habe selbst für mich gemerkt dass ich natürlich bin auch daran aufgewachsen.

00:27:06: Ich hab Mathe studiert und da sind viele Menschen bei gewesen und auch ein Umfeld wo es um schneller Höher weiter auch ging Leistung sehr viel Leistungen ging Und danach bin ich in meine Therapieausbildungen gegangen und habe neue Menschen kennengelernt.

00:27:25: Ich habe gemerkt, was für ein Unterschied das macht sich mit anderen Menschen zu umgeben die irgendwie einen Gefühl dafür haben wie es ist für sich zu sorgen wie es auch aussehen kann also dass man überhaupt ein Leben führen kann.

00:27:41: Also da hatte ich gar keine Synapsen damals für, ich hatte gar keine Vorbilder, ich hätte gar keine Ahnung dass es sowas überhaupt gibt.

00:27:49: Pause machen kann, wenn man erschöpft ist.

00:27:52: Ich habe mein Mathe-Studium in Regelstudienzeit plus eins durchgeknallt.

00:27:57: ich war die zweitjüngste aus meinem Semester und hab als Zweite mein Diplom in der Tasche gehabt also so ein anderthalbfaches Diplomen wo ich heute sagen werde wie bekloppt eigentlich?

00:28:11: Und danach habe ich Menschen kennengelernt, die mir vorgelebt haben auch dass es ein Leben geben kann Wo man nicht ständig über seine Grenzen geht.

00:28:22: Wo es anerkannt ist, Nein zu sagen und wo ich wirklich so zu schätzen gelernt habe mit Menschen zu tun zu haben Die Nein sagen.

00:28:32: erst seitdem kann Ich auch ja's besser annehmen.

00:28:37: Ja also wenn ich weiß Wenn ich dich fragen würde, Marta ist es wirklich okay heute oder genau andersrum wie du mich gerade gefragt hast.

00:28:44: Und ich weiß genau, es wäre absolut ok hier zu sagen wir sitzen schon mitten mit Kopfhörern vor unseren Post-Cast-Mikros und sag oh weißt du Marta?

00:28:54: Stimmt eigentlich hast du recht.

00:28:55: Danke dass du fragst aber heute... Oh!

00:28:57: Ich gehe lieber nochmal eine Runde in Wald bevor jetzt gleich Praxistage irgendwie habe.

00:29:02: Ich weiß das es möglich gewesen wäre.

00:29:05: Und das sind schöne Räume Diese Räume, sich mehr und mehr zu suchen.

00:29:12: Das hat in meinem Leben also den absoluten Schiff gebracht.

00:29:16: Also seit ich diese neue Art von Menschen ... Nee es ist keine neue Art vom Menschen aber Menschen mit einem

00:29:27: anderen Wertesystem.

00:29:28: Ja ganz genau.

00:29:32: was ich da gerne noch dazufügen möchte, weil also ich kenne das auch sehr gut zu wie du das jetzt erzählt hast.

00:29:37: Dass es einfach ein Wahnsinnsunterschied macht sich sein Umfeld so zu gestalten dass es da Menschen gibt die eben mit ähnlichen Werten unterwegs sind oder die einem das vorleben und wo man's so einfach Vorbilder haben kann.

00:29:50: Das hatten wir in den letzten Folgen auch mit der vielerfreundlichkeit wie wichtig Vorbildes sind einfach um neue Wege beschreiten zu können unter auch sowas wie eine eine innere Erlaubnis leichter zu finden, weil es ja eben oft auch so wie du es beschrieben hast sehr angstbesetzt ist was anders zu machen als andere und manche Dinge die man eigentlich nicht cool findet.

00:30:11: Nicht mehr mitzumachen!

00:30:13: Und manchmal ist es ja so dass wir aber einfach noch nicht so wirklich viele Menschen in unserem Umfeld haben, die so unterwegs sind.

00:30:21: und dann gibt's natürlich die Möglichkeit sowas über Seminare, deinen Mitgliederbereich verschiedenste Angebote, die per se schon in diese Richtung gehen.

00:30:32: So schauen das man Leute kennenlernt und ich finde es aber auch total wichtig zu wissen dass es auch echten Unterschied machen kann sich mit Mitwissen zum geben auch mit Leuten die jetzt

00:30:42: keinen

00:30:46: Die vielleicht nicht persönlich kenne Aber auf meinem Weg waren zum Beispiel für eine bestimmte Zeit und auch immer noch sind einfach Podcasts.

00:30:55: Und dass ich Menschen anhöre, die mit diesem Wertesystem unterwegs sind.

00:30:58: Und immer wieder jetzt

00:30:59: z.B.,

00:31:00: also deine Sachen begleiten mich seit ein paar Jahren ... Die Dami Scharf begleitet mich seit vielen Jahren den Verena-König der Podcast.

00:31:09: Also da gibt es ganz viele Menschen, die so einem Wertessystem unterwegs sind für mein Gefühl so diesen inneren Raum und den eigenen inneren Wertekompass

00:31:23: total

00:31:24: stärken und nähern kann, um sich zu trauen eben dem nachzugehen in dem man weiß.

00:31:29: Ah ja da gibt es noch andere Menschen die das auch glauben.

00:31:34: Ja ist genau das was ich ja vorhin versucht habe zu erklären dieses... Da ist eine Herde da draußen!

00:31:39: Und dass es manchmal gar nicht so leicht im Analogen diese Herde zu entdecken.

00:31:47: Also ich bin manchmal im Trauerbereich unterwegs und ich erinnere mich an eine Geschichte, in ein kleines Dorf.

00:31:56: Und jeder kennt jeden!

00:31:58: Da ist jemand gestorben und die Tochter der verstorbenen Person hat die Beerdigung bei einem anderen Bestatter gemacht weil sie einfach eine alternative zugewandte Bestattung haben wollte als sie das von dem Standardbestatter aus dem Dorf kannte.

00:32:14: Und sie wollte das nicht für ihr verstorbenes Elternteil.

00:32:20: Sie hat es einfach gemacht und hat gemerkt, dass die Leute die Straßenseite gewechselt haben wenn sie durchs Dorf gegangen sind.

00:32:26: Die haben sie gemieden!

00:32:28: Das ist genau diese Herde... Man kann das jetzt auch metaphorisch nehmen.

00:32:35: Manchmal leben wir in einem kleinen Dorf und die Leute, die uns umgeben, haben da eben andere Werte und schließen einen wirklich oder gucken komisch.

00:32:45: Also schließt einen aus oder guckt ein komisch an oder reden hinter dem rücken und man merkt es einfach.

00:32:50: Und dann überlegt man sich das nächste mal mache ich das nochmal?

00:32:55: Oder nehme ich jetzt nicht doch den Standardbestatter und verzichte darauf, dass es mir gut tut oder wie's sich mein Elternteil gewünscht hätte oder was auch immer ist ja völlig egal.

00:33:06: Und da finde ich auch ist genau Podcast auch eine super Möglichkeit.

00:33:10: oder auch dafür finde ich Social Media auch total hilfreich sich da so eine andere Bubble.

00:33:17: Eine Bubble ist dann nichts anderes als ne Herde, wo wir uns zugehörig fühlen können.

00:33:23: Wo wir sehen können, ah!

00:33:24: Da gibt es noch andere die die gleichen Werte oder Bedürfnisse wie ich irgendwie haben und wir bekommen quasi wieso emotionalen Support auch danach zu gehen.

00:33:33: Wir bekommen auch Ideen wie wir's umsetzen können.

00:33:37: ja muss man erst mal wissen dass man einen anderen Bestatter beauftragen kann, dass es sowas gibt muss man ja auch erstmal erfahren und sich da diese Rückenstärkung zu holen.

00:33:49: Und es sich in Anführungszeichen auch erlauben zu können, sich gegen das eigene Dorf zu entscheiden.

00:34:00: Ja, dass ich das sicher sicher genug anfühlt weil ganz dafür braucht's wirklich dieses Wissen.

00:34:05: hier gibt noch andere Leute die sie nicht weg wenn ich das so sehe sondern Ich kann spüren, es gibt ein Netz das dann weiter trägt auch wenn da vielleicht was Gewohntes rausbrechen würde.

00:34:16: Ganz genau und das ist zum Beispiel genau das weswegen wir damals die Community gegründet haben oder weswegen ich jetzt den Mitgliederbereich mit Level drei Nervenstark Verkörpern gegrundet habe um genau diesen Menschen einen Ort zu geben wo sie gemeinsam... Das sind alles Menschen die gerne mit dem Nervensystem arbeiten, die gerne verstehen wollen sowie Die Menschen, die jetzt uns hier zuhören auch und ja aber irgendwie auch nach diesen Schritt weitergehen wollen.

00:34:45: Wie gehe ich damit in die Umsetzung?

00:34:46: Und wie kann ich da mich im Alltag mit durch andere, meine Bodygruppe dann zum Beispiel begleiten lassen und mir Mut zusprechen lassen und regelmäßig einfach auch in diese Gruppe eintauchen und zu merken das ist ganz... Also im Runde unseren Begriff von normal auszuweiten.

00:35:05: Das ist normal für sich zu sagen, es ist normal durch die Nervensystembrille zu gucken.

00:35:10: Es ist normal wie mein Körper reagiert und das ist normal das und das zu tun.

00:35:16: Und das braucht Kontinuität und es braucht diese Wiederholung.

00:35:19: Es braucht diese Verlässlichkeit.

00:35:21: Und dass das genau das was für mich der Mitgliederbereich da so wertvoll macht, weil da diese Gruppe ist die sich gegenseitig so unterstützt.

00:35:32: Die sich gegenceitig eine Herde gibt sozusagen und wo alle ja an unterschiedlichen Orten der Welt irgendwie hocken und in ihrem Dorf gucken wie sie da zurechtkommen.

00:35:45: Und gleichzeitig haben Sie aber eben diese andere Herde im Rücken, die es unmöglich macht auch im Dorf ein bisschen auszubrechen aus dem Dorf Standard, sag ich mal.

00:35:59: Und auch sich selbst zu hören und das finde ich so wertvoll und so schön und so wichtig, da ziehe ich selber immer wieder total viel raus.

00:36:08: Ja, ich schätze meine Bodygruppen auch sehr.

00:36:12: Ja ja und von dir weiß ich nicht deine Bodygruppe ihr kennt ihr seid ja auch echt lange schon zusammen also auch über die Kurse hinaus.

00:36:20: Ja genau, das stimmt.

00:36:24: Ich würde jetzt um das für heute abzurunden, habe ich noch ein Ding was ich gerne ansprechen wollte.

00:36:31: Einfach auch weil ich glaube dass es Orientierung und Einordnung geben kann nämlich Es ist ja oft so dass man totale Sehnsucht hat eigentlich nach Erholung.

00:36:43: also ich könnte mir vorstellen dass viele Menschen das kennen die uns zuhören Also, dass es wirklich so ein körperliches Ah ja.

00:36:50: Das will ich gibt zu dem was du vorhin erzählt hast von den Zuständen die's da braucht und ein ganz großes Ohja Ja das hätte ich gerne mehr in meinem Leben Und das ist in der Praxis aber dann manchmal so ist dass selbst wenn man schafft sich die Zeit zu nehmen um zu sagen oh und hier ist jetzt mal Raum und ich setze mich jetzt gemütlich auf die Couch mit einem Buch Dass man merkt wie man sich hinsetzt Unruhig und es wird unangenehm und denkt sich, habe ich eigentlich die Wäsche schon in die Maschine gepackt?

00:37:22: oder was muss ich dann hier noch machen?

00:37:24: Und wer holte Kinder ab.

00:37:28: Das lauter Dinge losgehen uns gar nicht so entspannend ist wie man sich das so vorstellt.

00:37:33: Das ist jetzt ein Phänomen wo ich dich fragen wollte ob du noch etwas zu erzählen magst weil das einfach einordnen zu können, ist da oft schon eine große Hilfe um sich vielleicht auch leichter drauf einlassen zu können.

00:37:45: Sich durch diese unruhigen Phasen die es am Anfang bei dem Versuch sich zu entspannen und so erholen oft gibt, um sich da gut durch begleiten zu können.

00:37:56: Ja, total wichtiger Punkt.

00:37:58: Also ich merke zum Beispiel auch wenn ich in einem totalen Level irgendwie unterwegs bin dann kann ich mich gar nicht einfach nur hinsetzen und nichts tun.

00:38:08: z.B.

00:38:10: Da ist der Sympathikus in uns aktiv, der will ... Der ist quasi personifizierte Mobilisierung bewegen, der will sich bewegen.

00:38:24: Der will bewegt werden.

00:38:25: Der ... Ja Mobilisierung heißt hey ich will Mobilisierung und wenn wir die aus der körperlichen Bewegung dann rausnehmen.

00:38:34: ja also wir hetzen nicht mehr von A nach B und zur Wäsche und Kind von a nach b und c und wieder zurück und einkaufen und kochen und whatever sondern wir sitzen wirklich auf unserem Sofa oder in einem schönen Sessel.

00:38:48: Es gibt nichts zu tun und trotzdem ist unser Körper noch... Und das merken wir dann natürlich erst einmal.

00:38:57: Also ich sage ganz oft, wenn es im Außen leise wird, merken wer oft erst wie laut es im Innern ist.

00:39:05: Das kann auch total unangenehm sein!

00:39:08: Wenn wir merken der ganze Körper will sich eigentlich bewegen Wir bewegen uns aber gerade einfach nicht.

00:39:17: Das ist so ein bisschen gegen die Physiologie eigentlich.

00:39:20: und gleichzeitig, es ist so wichtig Und da können wir gucken Ist das was geschieht wenn ich das einfach mal zwei Minuten auch aushalte vielleicht manchmal?

00:39:35: Und mich einfach darin beobachte?

00:39:37: Ich musste immer an die Glitzergläser denken.

00:39:42: Also ich habe eine Weile, ganz viele Glitzegläser gebastelt.

00:39:45: Einfach so ein Marmeladengläser oder Honiggläser und in den Deckel hab' ich so einen Tierchen reingeklebt mit Sekundenkleber und das Glas selber als ein Tier oder also irgendwas was unsere Kraft unser Inneres symbolisiert.

00:39:59: und in das Glas selbst habe ich Wasser- und Glycerin gemischt und Glitzer und dann zusammengeschraubt.

00:40:05: Und wenn man da schüttelt Das ist dann quasi wie das Chaos in einem diese Und wenn wir anfangen, das nicht mehr zu bewegen.

00:40:16: Da ist ja trotzdem immer noch das ganze Glitzer unterwegs und wir sind selber in so einem Wüb-Zustand.

00:40:23: Wir wollen am liebsten Glitzer gehen runter und hauen so oben auf das Glas drauf.

00:40:27: Geh runter!

00:40:28: Und da geht aber kein Glitzer runter sondern es wird noch mehr durcheinander geförbelt.

00:40:34: Und indem wir einfach unser Chaos, unser Glitzer irgendwie beobachten ... kann uns das total helfen, also weil es sich dann von alleine anfängt zu regulieren eben auch.

00:40:49: Und das kann für manche sein dass sie's gut alleine hinbekommen und für manchen kanns auch zu viel sein.

00:40:58: Und dann empfehle ich immer sich dabei auch Unterstützung zu holen und in so kleinen Dosen zu machen.

00:41:04: Also titrieren ist da das Stichwort was wir Insomatic Experiencings benutzen und sich dabei Unterstützung zu holen, wirklich in diese Ruhephasen reinzukommen.

00:41:15: Und ich finde die SOS-Übungen, die wir am Anfang gemacht haben dafür auch total toll geeignet weil sie eben so ein nervensystem gut abholen mit der Bewegung und wenn man die Sos Übungen bis zum Ende durchmacht da wird das Nervensystem wie so ein bisschen an die Hand genommen und immer ein bisschen weiter runter in die Ruhe begleitet ohne dass es von hundert auf null quasi ist.

00:41:39: Das finde ich ganz angenehm.

00:41:41: Ja, ich mag der SOS-Übungen da auch total gerne und manchmal lieg ich schon auf der Couch und möchte die SOS Übungen machen und merke, oh hier ist es aber noch viel zu wurlig in mir drinnen!

00:41:53: Und dann find' ich's auch zum Beispiel total angenehmer einfach nur die Arme auszustricken und dir ein bisschen zu schütteln damit so dieses Viel was da noch drin ist sich noch einfach ein bisschen... legen kann und ich das Gefühl habe, mein Körper und was da in mir drin los ist.

00:42:07: Wir sind dann ungefähr auf einem Schwingungslevel unterwegs... Und dann ist es manchmal auch leichter über die SS-Übungen schneller in die Ruhe und Regulation wiederzukommen.

00:42:23: Ich glaube aber auch, dass es total gut ist diese Unterscheidung noch zu haben von dem was du jetzt gerade auch gesagt hast.

00:42:28: Dass einfach wenn jemand eben mit sehr viel innerer Spannung und Unruhe unterwegs ist das dann einfach auch sehr hilfreich sein kann sich Begleitung zu holen weil sie ja auch wirklich viel werden kann wenn man dann auf einmal merkt was da innen drinnen so drückt.

00:42:46: Also ich kann mich noch an Zeiten erinnern.

00:42:48: Da hat ein freies Wochenende in mir totale Panik ausgelöst und war nicht so ein, ja wie schön!

00:42:57: Und das ist auch wirklich diese Übergänge zu gestalten und sich dafür... dass auch bewusst zu wissen irgendwann oder bewusst mitzubekommen, wie es einem geht wenn man ruhiger wird und nichts daraus zu schließen, wenn es einem da vielleicht nicht so gut geht.

00:43:12: Dass man Ruhe einfach vermeiden sollte und sich beschäftigt hält, weil's eh nichts bringt ruhiger zu werden.

00:43:17: Sondern dass man sich auch wirklich eben neugierig auf die Entdeckungsreise begibt von, ah was wird mir dann aber gut?

00:43:25: Und wie kann ich so ein bisschen Regulation reinbringen und beobachten, was da eigentlich in mir los ist und schauen ... Ist es wirklich gerade so wichtig oder bedrohlich, die Einkäufe noch nicht erledigt sind?

00:43:39: oder kann ich einfach hier mal auf der Couch sitzen bleiben und schauen, ob es eigentlich doch ganz gut tut zu spüren.

00:43:45: Wo mein Rücken an der Lene anlegt und wie man Atem fließt und solche Dinge.

00:43:52: Ja für mich ist das immer ein ganz guter Hinweis eigentlich wenn ich das nicht mehr gut kann in Ruhe zu sein oder dahin zu kommen.

00:44:04: Da tauchen ja dann auch manchmal die Spooky-Sachen auf.

00:44:07: Also sich abzulenken und immer in Bewegung zu sein, ist ja auch eine Strategie um nicht mit den Dingen konfrontiert zu werden, die in unserem Körper dann so aufploppen wenn wir auf einmal ruhiger werden Angst, Wut, Trauer was auch immer.

00:44:22: Und das ist für mich immer ein richtig gutes Zeichen oder wie so einen Indikator Wenn da Dinge auftauchen vor denen ich so Angst habe dass ich dann lieber wieder in die Bewegung gehe Erholung, dass ich mir dann Unterstützung hole.

00:44:37: Ja, ich glaube das ist eine sehr gute Richtlinie an der man sich da irgendwie orientieren kann.

00:44:49: Gibt es von deiner Seite her noch irgendwas was du für heute auf jeden Fall noch dazufügen magst, Kati?

00:44:56: Nee!

00:44:58: Wir machen ja glücklicherweise noch eine Folge zu dem Thema.

00:45:01: Ich glaube den Rest werde ich da reinschicken können

00:45:07: Sehr gut.

00:45:07: Ja, dann kommen wir für heute mal zum Ende und wie du schon angekündigt hast werden wir in der nächsten Folge uns weiterhin mit emotionaler Erholung beschäftigen und uns anschauen Wie man eigentlich mehr Erholungen in den Alltag bringen kann.

00:45:22: also da geht es um ein paar konkretere Ansätze Und die kleinen großen Zusammenbrüche und wie man mit denen gut umgehen kann im Alltag.

00:45:35: Dann sage ich erstmal Danke für heute und mag noch die Einladung nach draußen schicken.

00:45:42: Falls jemand jetzt merkt, oh je!

00:45:45: Das ist ein Thema da würde ich mich gerne mehr damit beschäftigen.

00:45:48: und ja... Ich suche hier meine Herde.

00:45:50: also im Mitgliederbereich gibt's Gerade dieses Thema emotionale Erholung im Alltag und in Level zwei gibt's mehr Wissen dazu, also so einen kleinen Workshop mit dem man da einfach auf der Wissensebene mehr eintauchen kann.

00:46:06: Und in Level drei sowie Katja schon erzählt hat auch Körperübungen und eine Gruppe, mit der man da in Ausschau sein kann und einfach von anderen mitbekommt.

00:46:16: Wie es dir dann damit geht?

00:46:17: Und das alleine ist manchmal sehr wohlführend!

00:46:20: Also von daher wer sich da angesprochen fühlt Der Link ist natürlich für immer in den Schonuts zu finden.

00:46:27: Ich freue mich auf alle, die dazukommen!

00:46:30: Ich Marta und ich sind auch da.

00:46:32: Ja genau.

00:46:35: Dann ja wie gesagt danke für heute und bis in zwei Wochen liebe Carti.

00:46:42: Ja ich danke dir auch Marta.

00:46:44: Und danke dir fürs Zuhören auf der anderen Seite des Kopfhörers.

00:46:47: Habs schön!

00:46:48: Tschüssi!

00:46:58: Das war Regulation First für heute.

00:47:00: Wenn du magst, nimm dir doch gleich noch einen Moment Zeit um nachzuspüren wie du dich jetzt fühlst.

00:47:06: Das hilft einem Nervensystem dabei die Inhalte besser integrieren zu können.

00:47:11: Vielleicht klingen wir von den heutigen Inhalten noch etwas in dir nach oder es gab etwas das ganz neu für dich war

00:47:18: und wenn Du Lust hast uns in unserer Mission zu unterstützen dann würden wir uns echt freuen!

00:47:23: Du kannst aktiv dazu beitragen mehr Nerven Systemwissen und Regulationen in die Welt zu bringen.

00:47:29: Abonniere gerne unseren Podcast, schreibe uns eine positive Bewertung und erzähle all deinen Freundinnen, Familienmitgliedern, KollegInnen davon.

00:47:38: Also all denen den Regulation First auch helfen könnte mehr Selbstregulation und Milde für sich zu entwickeln.

00:47:46: Danke fürs Zuhören!

00:47:47: Und wir freuen uns wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist.

Über diesen Podcast

Regulation first! lädt dich ein, dein Nervensystem besser kennen und verstehen zu lernen. Es geht um (Selbst-)Regulation, Emotionen, Sicherheit, Verbindung und vieles mehr.

Im Gespräch erkunden wir, Traumatherapeutin Kati Bohnet und Ergotherapeutin Martha Pany, wie sich der Blick auf Verhalten und Erleben ändert, wenn wir die “Nervensystembrille” aufsetzen, neugierig hindurch schauen und Regulation konsequent mitdenken.

Der Podcast für alle, die sich selbst (und andere) besser verstehen und vor allem milder mit sich selbst sein möchten.

von und mit Kati Bohnet & Martha Pany

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