Alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation und Milde mit dir
00:00:07: Herzlich willkommen zur Regulation First.
00:00:09: Hier findest du alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation.
00:00:15: und Milde mit dir!
00:00:17: Ich bin Kathi Bonett, Traumotherapeutin und arbeite seit vielen Jahren mit Selbstregulation- und Nervensystemwissen
00:00:25: Und ich bin Marta Pani, ich bin Ergotherapeutin und stelle hier Fragen aus dem Alltag die euch und mich bewegen.
00:00:32: Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Nervensystemwissen helfen kann.
00:00:36: Dich selbst besser
00:00:37: zu verstehen und milder mit dir umzugehen.
00:00:41: Schön dass
00:00:41: du da bist!
00:00:50: Ja heute kann ich gleich zwei Leuten Hallo sagen hier im Podcast.
00:00:55: Ich habe nämlich die große Freude gleich mit zwei Traumotherapeutinnen und Spiegelbestseller-AutorInnen sprechen zu dürfen Hier.
00:01:04: Die eine kennt ihr bereits aus dem Podcast Nämlich Hallokati Katibounet, schön dich zu sehen und die andere Hallo Verena König.
00:01:14: Ich freue mich total, dass du auch hier bist bei uns und uns heute unterstützt bei unserem Thema.
00:01:20: wie wird eigentlich die Welt aussehen wenn Regulation First wirklich gelebt wird im großen Stil in der ganzen Gesellschaft?
00:01:28: Voll schön, dass ihr beide da seid!
00:01:30: Ja, hallo ihr zwei!
00:01:31: Ich freue mich auch sehr da zu sein.
00:01:33: Hallo
00:01:35: und auch hallo an dich auf der anderen Seite des Kopfhörers.
00:01:38: Schön dass du da bist.
00:01:41: Und wir haben ja den Grundsatz-Regulation First bei uns im Podcast immer auch am Anfang eine Regulationsübung zu machen habe ich mitbekommen, dass du dir anleiten würdest für uns und freue mich schon sehr darauf.
00:01:58: Nachdem es voll aufregend ist für mich mit euch beiden zu sprechen gerade auch weil ihr einfach beides Menschen seid die mich auf meinem persönlichen Weg schon eine ganze Weile begleiten bin ich jetzt gar nicht böse direkt selber in der Regulationsübung machen zu können bevor wir so richtig ins Gespräch rein starten.
00:02:15: Ach wie schön!
00:02:16: Das ist lieb von dir.
00:02:17: auch Danke für deine lieben Worte Martha.
00:02:22: Eine Regulationsübung zu machen tut uns einfach immer gut, egal ob wir uns gerade sehr reguliert oder vielleicht ein bisschen aktiviert fühlen.
00:02:31: Weil es auch etwas mit Achtsamkeit zu tun hat und mit dem Präsenz sein im jetzigen gegenwärtigen Moment.
00:02:37: Und deswegen sind alle herzlich eingeladen mitzumachen die gerade zuhören!
00:02:44: Und ich würde gerne eine kleine, ganz niedrigschwellige Übung machen die ich sehr, sehr gerne einsetze in meinem Alltag für mich selbst und auch in fast jeder Sitzung mit Klientinnen und Klienten.
00:02:55: Auch in anderen Kontexten, Gruppenkontexten oder auf Vorträgen eigentlich egal wo.
00:03:01: Diese Übungen dienen dazu dass wir unserem Nervensystem – das kann man an anderer Stelle etwas vertiefeln unserer Neurezeption, also unserem inneren Sicherheitssystem die Möglichkeit geben wahrzunehmen dass wir hier und jetzt gerade in einem ungefährlichen einen sicheren Moment sind.
00:03:23: Dazu kann man ganz egal ob man gerade sitzt oder steht oder vielleicht auch durch den Wald spaziert oder einem Kaffee ist irgendwo in der Öffentlichkeit mit Kopfhörern lauscht einfach den Blick von da lösen, wo er gerade sich gefestigt hat und kann ihn mal durch die Gegend wandern lassen im Sinne einer Orientierung.
00:03:45: Einer optischen Orientierung!
00:03:47: Und man kann sich vorstellen... Man würde ein Gemälde betrachten also so auch für Details Wahrnehmung Schärfen oder auch wenn man möchte erstmal sich einen Überblick verschaffen und einfach rundherum schauen.
00:04:02: Und wenn man zum Beispiel sehr aufgeregt ist, dann kann es hilfreich sein sich oft Dinge zu konzentrieren wie horizontale oder vertikale Linien im Raum.
00:04:14: Manchmal kommt bei mir zuverlässig auch ein Seufzen- oder ein Genen- und Bewegungsimpuls das Gefühl sich strecken oder recken zu wollen.
00:04:25: Das ist ganz toll!
00:04:27: Wenn nicht nur die Augen rum waren sondern der ganze Kopf mit dem Hals sich mit bewegen darf und man vielleicht wenn man hinter sich schaut, man auch so eine kleine Rotation macht in der Wirbelsäule.
00:04:40: Auch nach unten schaut dann sieht man den eigenen Körper auch im Raum oder noch oben schaut, sodass man auch sieht was einen oben so umgibt.
00:04:53: Und manchmal kommen da wirklich Seufzer, Gener Man hat das Gefühl, man möchte sich ein bisschen bewegen hin und her schunkeln.
00:05:03: Und diese kleine Orientierung die mobilisiert auch manchmal die Beweglichkeit.
00:05:10: also wenn man so ein bisschen in der Stache sah es kann es sein dass ist jetzt auch richtig gut tut sich mal ein bisschen zu strecken Also sich zu erlauben etwas um die Ausdehnung zu gehen.
00:05:25: Oh ja damit kommt man direkt auch in eine somatische Orientierung dass man merkt, der Körper ist auch da in dieser Gegenwart.
00:05:35: Sitzt oder steht oder liegt bei einer Unterlage und die kann man auch wenn man möchte jetzt nochmal kurz in die Wahrnehmung holen.
00:05:46: Der Blick kann dabei weichgestellt sein einfach in die Weite schauen oder die Augen können sich auch schließen Wenn das angenehm ist können aber auch jederzeit wieder aufgehen Und dann kann es gut tun einfach für einen Moment diese Kontaktstellen zu spüren, wo der Körper die Unterlage berührt und sich darauf niederzulassen.
00:06:15: Und wer möchte könnte jetzt tatsächlich auch die Aufnahme pausieren um darin noch ein bisschen zu verweilen weil da kann man auch richtig schön Zeit etwas dehnen in der Schwerkraft baden und wer bereit ist könnte auch von hier aus wieder auftauchen Die Orientierung und das Ankommen damit vollenden.
00:06:41: Und ja, vielleicht auch während des Lauschens immer mal wieder sich umschauen oder in der Schwerkraft orientieren weil es auch so gut tut wenn man vielleicht ein wenig berührt ist von Themen oder von irgendetwas bisschen weggezogen wird Wenn die innere Aufmerksamkeit vielleicht zu gewissen Themen hin strudeln möchte dann hilft die Orientierung auch sehr sich wieder hier und jetzt zu verankern.
00:07:05: Ja.
00:07:08: Ja, vielen Dank!
00:07:09: Das war total schön jetzt sich hier gemeinsam zu orientieren und damit auch so wirklich gut anzukommen in unserem Gespräch.
00:07:18: Und was euch beide ja auf jeden Fall verbindet dich also dich Verena und dich Kati ist eure große Liebe für Nervensystemwissen und Traumeverständnis.
00:07:31: und also gerade du Verena hast in deinem Podcast kreative Transformation der ein sehr wertvoller Podcast ist, mit über vierhundert Folgen inzwischen.
00:07:39: Also da findet man wahnsinnig viel hilfreiches und wohlwollendes Wissen-Übertrauma und verschiedene Sachen die da damit zusammenhängen.
00:07:48: also große Empfehlungen falls den irgendjemand noch nicht kennt.
00:07:53: Ein Satz den du da in diesem Podcast prägst ist Traume...also das Wissen über Trauma hat die Kraft die Welt zu verändern.
00:08:04: Auch von Dakati kenne ich das, dass sie einfach sehr mit Leidenschaft dahinter ist.
00:08:10: Wissen über Snärfensystem und Trauma und wie wir da als Menschen einfach funktionieren in unseren Zeugetierkörpern In die Welt zu bringen weil ihr beide eine Vision davon habt, dass unsere Welt schöner machen könnte.
00:08:26: Und heute wollen wir uns diese Vision ja ein bisschen annähern und ein bisschen erkunden was das für die Welt bedeuten würde.
00:08:35: Wenn mehr Regulationswissen, mehr Wissen über dieses wie funktionieren wir da eigentlich als Menschen?
00:08:42: Da wäre.
00:08:44: und ich möchte jetzt zum Einstieg aber einfach mal kurz nachfragen auch ob ihr Regulation nochmal ganz kurz erklären wollt, was jetzt gemeint ist mit Regulation First, mit diesem Prinzip sich erst zu regulieren damit hier alle die Zuhören so ungefähr auf einem auf einem Wissensstand sein können und gemeinsam in das Gespräch zu starten.
00:09:08: Wir haben gerade
00:09:09: wunderbar synchron
00:09:11: eine Handverwägung gemacht, wirklich die identische Handverwegung.
00:09:15: Kathi hat mir den Ball und ich ihr den Ball rüber gereicht da ich dem Titel so schön für eine Regulation first Kathi finde es total schön wenn du's vielleicht auch beschreiben magst weshalb du es auch als Schwerpunkt Und Motto für deinen Podcast tatsächlich gewählt hast, finde ich total schön als Einstin.
00:09:34: Ja weil ich einfach immer wieder merke wie anders sowohl ich selbst als auch Klientinnen und Menschen den ich begegne Sowohl die Welt sehen als auch in der Welt agieren je nachdem in welchem Nervensystem Zustand sie eben sind.
00:09:51: Also das ist sowohl ein Erleben Das erleben ist anders Und auch das Agieren und Reagieren auf die Welt ist anders, je nachdem in was wir im Nervensystem Zustand wir uns befinden.
00:10:03: Ich arbeite ja viel mit Kindern und Jugendlichen, gerade im Bereich Schule zum Beispiel.
00:10:08: Da ist es immer wieder so deutlich wenn dort Regulation vor Lernen z.B.
00:10:16: steht was das für einen Unterschied macht und was sich da einfach in der Schule verändern könnte.
00:10:21: dann können wir noch darüber sprechen banal.
00:10:26: Also wenn ich mit irgendwelchen therapeutischen Interventionen da ankomme, die fallen auf einen ganz anderen Grund, wenn ich mich erst auf das Thema Regulation fokussiere und gucke was ist da im gegenüberliegenden Nervensystem eigentlich los?
00:10:40: Und welche Intervention kann ich da überhaupt gerade anbringen?
00:10:44: Welche kann überhaupt landen?
00:10:49: Für mich ist es so ein essentieller Unterschied.
00:10:51: also es ist wirklich grundlegender anderer Blick auf die Welt Und ich finde, den gibt es einfach immer noch viel zu wenig.
00:10:59: Deswegen ist mir das so wichtig – dieses Regulation First.
00:11:01: Also egal wo wir hingucken!
00:11:04: Ja, es ergibt soviel Sinn.
00:11:09: Ja und Regulation meint ja eben auch nicht nur ... Wir machen irgendwelche Regulationsübungen, sondern es geht dabei aber auch wirklich darum... so mitzubekommen, wo stehen wir eben in unserem Nervensystem uns quasi in uns selbst und unserem Nervensystem und dem wie das funktioniert auch orientieren zu können.
00:11:28: Und dadurch ergibt sich ja dann oft eine ganz andere Handhabbarkeit von Situationen oder Einordenbarkeit vom Themen.
00:11:38: Ich wollte euch mal
00:11:39: fragen,
00:11:46: sich bei euch im Alltag auswirkt, dass ihr dieses Wissen habt.
00:11:50: Also was sich für euch so persönlich im Alltag damit verändert hat.
00:11:54: und vielleicht magst du anfangen Verena?
00:11:58: Gerne!
00:11:59: Vielleicht noch ergänzen zu dem, was Kathi gerade sagte zur Regulation und ihrer Wirkung oder warum Regulation First so wichtig ist – das ja auch noch bestimmt weiter vertieft wird in unserem Gespräch Denke auch, dass Regulation sowohl Selbstregulation als auch Co-Regulation eine Fähigkeit ist.
00:12:20: Die wir haben wenn wir sie erwerben konnten also wenn wir gelernt haben wie es in einem sicheren Verbunden sein und selbst zu spüren und auch Herausforderungen zu meistern.
00:12:38: Ich finde auch, dass Regulation in den Mittelpunkt zu stellen so wichtig ist.
00:12:42: Weil es eben für einen Großteil oder für sehr viele Menschen eine nicht zugängliche Fähigkeit ist und wir viel dadurch eine Brücke bauen können zur einer anderen Lebensqualität oder auch zum anderen selbst Bezug zu einer anderen Beziehung zum eigenen Erleben.
00:13:02: Und das heißt ich finde dass in den Vordergrund zu stellen ist wie eine Voraussetzung, damit genau wie Katy es gesagt hat Dinge die gut tun können überhaupt gut tun.
00:13:14: Können weil sie es nämlich nicht können wenn man in einem sehr disregulierten Zustand ist und das vielleicht sogar chronisch und dauerhaft und latent.
00:13:22: ja und daran schließe ich gerne meine Antwort an deine Frage an liebe Martha also wie Co-Regulation oder Regulation im eigenen Leben im eigenen Alltag wirkt.
00:13:35: Und ich bin immer wieder so beseelt davon, zum einen wie in meiner Arbeit das Thema Regulationen und Korregulationen großen Unterschied macht.
00:13:45: Also im Arbeitsalltag hat sich viel geändert verändert als der Traumafokus vor vielen Jahren klarer wurde und dann auch nach und nach mehr Nervensystem Wissen auch in der Trauma Therapie einzugehalten hat.
00:13:58: Und ich finde es so wertvoll, die Niedrigschwelligkeit in diesen Übungen zu beobachten oder nutzen zu können.
00:14:07: Dass man also durch kleine Interventionen, die ganz natürlich und manchmal beiläufig wirken eine so schöne Unterstützung für das Innere, für den Körper, für das Nervensystem bereitstellen kann.
00:14:23: Das heißt, In ganz vielen Situationen in meinem Leben, wie ich bewusst oder unbewusst mich selbst reguliere.
00:14:30: Oder auch Korregulation anbiete durch beispielsweise Gesten oder durch im Bewusst das Atmen was dann auch über eine ganz unterbewusste Ebene auch eine korrigulierende Ansteckungskraft hat sozusagen also Ich habe das Gefühl dass ganze Nervensystem Wissen verändert einfach den Blick auf die Welt und auch den Blick aus Situationen.
00:14:53: Und gibt so viele Möglichkeiten für Selbstwirksamkeit, und auch für eben mehr Verbundenheit.
00:15:00: Das ist das, was ich im Alltag beobachte.
00:15:02: ganz vielschichtig und ganz bunt ist es.
00:15:08: Oh ja, das dockt sehr an hier auf jeden Fall!
00:15:11: Also ich kann das gut nachfüllen, was du sagst – und Carti liegt hier auch gerade Ja, es macht einfach oft wirklich einen ganz großen Unterschied.
00:15:21: Wenn eben erst die Regulation da ist so wie Katia das vorhin auch gesagt hat dass manche Interventionen... Manches gar nicht ankommen kann wenn einfach zu viel sich das System gerade unsicher fühlt und ich glaube dass es relativ viele Menschen gibt mit sehr viel Unsicherheit im Nervensystem herumlaufen und da gar keine Worte dafür oft haben weil das einfach so ein Grundgefühl ist nicht mit genug Regulation und Co-Regulation aufgewachsen ist.
00:15:52: Und da kommen wir jetzt dann wahrscheinlich auch gleich noch ein bisschen mehr hin, weil das natürlich die Art wie wir als Gesellschaftszusammenleben prägt dass es da einfach an vielen Stellen vielleicht nicht so viel Wissen gibt bisher.
00:16:07: aber zuerst möchte ich auch dich noch fragen Kathi Wie sich in deinem Leben dieses Wissen über Regulationen und das Nervensystem ausgewirkt hat?
00:16:17: Ja, das ist ja kein großes Geheimnis.
00:16:20: Ich hatte ja nicht so eine wahnsinnig tolle Kindheit und habe nicht so viel Co-Regulation erlebt.
00:16:24: Das heißt ich hab selber erfahren wie es ist, keine gute Selbstregulationsfähigkeit zu haben und die erst im Laufe von vielen Jahren und viel guter körperorientierter Nervensystem orientierter Therapie neu zu erlernen, was ja einfach auch eine gute Botschaft ist.
00:16:42: Also der Zug ist noch nicht abgefahren.
00:16:44: Ich habe mit Ende zwanzig angefangen die für mich hilfreichen Therapiesitzungen zu bekommen und meinen Nervensystem an den Stellen nachzunäheren und wirklich eine eigene Selbstregulationsfähigkeit entwickeln zu können.
00:16:59: Und das spüre ich natürlich selbst in meinem Alltag.
00:17:01: Das haben meine Kinder zu spüren bekommen, denen ich natürlich Schritt für Schritt immer eine bessere Core-Regulator sein konnte.
00:17:10: Und in jüngster Zeit ist es total interessant, erlebe ich das mit Hunden!
00:17:14: Ich habe irgendwie gerade so eine handvoll Angsthunde in meinem Umfeld die total angstvoll durch die Welt gehen und Angst vor anderen Menschen haben, vor anderen Hunden sowieso
00:17:27: etc.,
00:17:28: und die mögen mich alle total gerne und suchen ganz aktiv den Kontakt zu mir Weil meine Hände gehen auch automatisch an deren Nieren zum Beispiel.
00:17:40: Was einen ganz regulierenden Einfluss auf das ja auch Hunde-Nervensystem hat, weil da die Nebennieren eben auch dran sitzen, wo diese ganzen Stresshormone ausgestoßen werden... Und die haben mir gegenüber so gar keine Angst im Gegenteil.
00:17:53: Also, sie suchen tatsächlich diesen regulierenden, co-regulierenden Kontakt und das finde ich gerade total schön weil die natürlich überhaupt kein kognitives Wissen über Nervensystemen, Co-Regulation selbst Regulation oder irgendwas haben sondern diese Sprache ohne Worte, die wir mit unserem Nervensystem ja vermitteln einfach verstehen.
00:18:16: Und genauso ist es ja zwischen Menschen.
00:18:19: Wenn Menschen ein meist reguliertes Nervensystem irgendwie haben, dann hat das eine Auswirkung auf die Umwelt.
00:18:30: Also wenn ich mit regulierten Menschen in einem Raum bin... Ich fühle mich dann tendenziell auch manchmal wohler weil da kommt viele Signale von Sicherheit bei mir an und ich sende Signale aus potenziert sich er dann so im Raum und gleichzeitig können die Menschen, die ja gerade eher einen inneren Alarm angeschaltet haben, die empfangen diese Signale von Sicherheit.
00:18:54: Und die haben es dann viel leichter, sich da auch wieder ein bisschen durch Korregulation regulieren zu lassen.
00:19:02: Ja das macht echt einen riesen Unterschied aus, regulierte Menschen im Umfeld zu haben Korregulation zu bekommen.
00:19:12: Also wir haben da im Podcast auch schon drüber gesprochen in früheren Folgen, gerade wenn es ums Thema Beziehungen gegangen ist was das einfach für einen Unterschied macht, wenn man zum ersten Mal in seinem Leben länger eine stabile Korregulation bekommt.
00:19:27: Da-düm!
00:19:28: Kurze Unterbrechung.
00:19:30: Es folgt Eine kurze Werbung Für mehr Regulation In deinem Alltag.
00:19:35: Nerven stark verbunden Mein Spiegel.
00:19:37: Bestseller.
00:19:39: Ein Buch über Selbstregulation
00:19:40: von Kindern, für mehr Geborgenheit, Wachstum und einen entspannteren Familienalltag.
00:19:47: Und ich frage mich was es in deinem Blick auf Kinder verändern könnte ihr Verhalten aus Nervensystemperspektive zu verstehen?
00:19:56: Ein Buch das dich in deiner Haltung und in Deinem Verständnis und auch deinen Alltag verändern wird weil der Nervensystem Verbindung liebt und Entwicklung.
00:20:06: Alle Infos dazu findest du in den Show notes.
00:20:12: Werbungende.
00:20:14: und was ich jetzt noch einfach auch dazu erzählen wollte, weil also ich bin gerade noch mit einem relativ durchs regulierten Nervensystem auf dem Weg ihn langsam die Regulationsfähigkeit ausbauen Und was es für mich einen ganz großen Unterschied auch mitbringt ist dass
00:20:35: dieses Wissen
00:20:36: auch ganz viel milde mit mir selber mit sich bringen, also dass ich viel freundlicher mit mir sein kann.
00:20:43: Damit auch viele Gewehren damit vielen Dingen und das nimmt glaube ich auch viel Stress raus wenn einfach da nicht zuviel Selbstverurteilung noch dazu kommt Und es macht den Kontakt mit anderen Menschen einfacher Wenn man einordnen kann.
00:20:59: Also wenn man nämlich anfängt das eigene Nervensystem kennenzulernen bekommt man ganz schnell auch Ideen was beim Gegenüber los sein könnte.
00:21:07: Also das ist ja dann zwar immer erstmal nur eine Vermutung von außen, aber man bekommt so wie eine kleine zusätzliche Wahrnehmungslandkarte oder die Brille wird um eine Dioptrie irgendwie schärfer gestellt, sodass man da noch etwas erkennen kann, was man davor vielleicht nicht sehen konnte und dann mitzubekommen... Ah ja, okay.
00:21:26: Da ist jemand gerade in einem totalen Hochstress... da ist jetzt vielleicht nicht mehr viel Frontal hier online und die Sprachwahl, die Wortwahl ist vielleicht nicht die feingetunedeste oder die Intonierung ist nicht mehr am feinsten und vielleicht ist das jetzt einfach grade eine Zustandsäußerung und keine verbal-inhaltliche Äußerungen.
00:21:47: was mir jemand sagt Und so etwas einordnen zu können macht glaube ich auch im Zusammenleben einen ziemlich großen Unterschied aus, so im Kontakt.
00:21:57: Ja mir hilft das zum Beispiel Dinge nicht persönlich zu nehmen an manchen Stellen.
00:22:01: Also sowohl damals mit meinen Kindern die haben nicht explizit gegen mich irgendwie gewettert sondern es war wirklich wie du sagst einfach eine Zustandsäußerung und es hatte gar nichts mit mir zu tun.
00:22:12: also vielleicht war ich der Auslöser aber erst einmal war das keine Reaktion gegen mich.
00:22:21: Ja, ich finde die Ergänzung auch super wertvoll.
00:22:23: Weil es... das ist schon ein Teil der Vision glaube ich.
00:22:28: wenn mehr von diesem Wissen in der Welt wäre würde man zum einen weniger persönlich nehmen oder man könnte weniger persönlich nehme.
00:22:36: natürlich ist das nicht alles was sich automatisch ergibt aber man hätte dann doch mehr Möglichkeiten oder eben auf Selbstverurteilung mehr und mehr zu verzichten und mehr und den Weg, den man gegangen ist oder auch milde zu sein wenn man gewisse Reaktionen noch immer hat aber man dann inzwischen wenigstens einordnen kann dass sie eigentlich Schutzfunktion haben und nicht Ausdruck eines schlechten Charakters oder sowas sind.
00:23:05: Und gleichzeitig mache ich da auch tatsächlich hier und da eine Beobachtung die glaube Ganz natürlich ist, wenn wir solche Werkzeuge oder Sichtweisen bekommen wie zum Beispiel jemand ist dysreguliert und deswegen unfreundlich.
00:23:21: Oder jemand hat einen Hochstress und ist deswegen aggressiv.
00:23:25: Dass wir da achtsam sein dürfen oder viele Betroffene müssen ein bisschen aufpassen dass sie das nicht dann wiederum gegen sich verwenden um endlos tolerant zu werden.
00:23:37: also das wäre ein unerwünschter Nebeneffekt dass das Trauma-Wissen oder auch Traumasensibilität so missverstanden würde, dass man alles entschuldigt und dass man sozusagen auch dafür flexibler wird oder toleranter wird für den ja sag ich mal werteuntreuen Aspekten.
00:24:01: Also wenn man zum Beispiel den Wert des Respekts oder der Würde in seinem in seinem Leben schützen möchte, dass man dann aufgrund von dem Verständnis was man durch Traumavissen-Nervensysteme ein bisschen erlangen kann, toleranter wird gegen überwerte Verletzungen.
00:24:15: Das wäre schade und gleichzeitig eine Rehnszenierung von einem alten Symptom das auch wieder oft traumabedingt ist oder nervensystem bedingt ist nämlich dass man eigentlich Konflikten sowieso gerne ausweichen möchte weil Bindungsabbrüche oder Streit im großer Trigger sein kann.
00:24:34: Das vielleicht als kleiner Nebenwirkungsdisclaimer.
00:24:38: Ja, absolut wichtiger Punkt!
00:24:39: Also disreguliert zu sein oder Trauma- und Traumavolgestörung zu leiden ist keine Entschuldigung für grenze überschreitenes Verhalten.
00:24:48: also auch da bleibt die Verantwortung bei einem sich eben auch drum zu kümmern.
00:24:55: Ja total ich... Mir ist gerade, während du gesprochen hast, eingefallen.
00:24:59: Du hast dazu auch eine eigene Podcast-Folge gemacht, Verena, nämlich ich glaube sie heißt Wenn Verständnis Toxisch wird.
00:25:05: also das ist auf jeden Fall eine sehr empfehlenswerte Folge in gerade in diesem Kontext weil ja also ich glaube auch dass das oft eine große Herausforderung ist und ich finde es sehr schön, dass du das auch so klar benennst, dass das Verständis auch Grenzen hat.
00:25:23: Beziehungsweise ist es die Grenzen, die man selbst hat trotz Verständnis für die andere Seite aufrecht bleiben und jeder Mensch wirklich in der Verantwortung ist sich um das eigene Verhalten zu kümmern.
00:25:34: Und auch wenn ein Mensch vielleicht aus guten Gründen disrolliert ist, entmindet ihn das nicht aus der Verantwortung, sich auf den Weg zu machen, um zu schauen wie er da andere Strategien finden kann.
00:25:46: Ja!
00:25:46: Und dabei hat er alle alle Unterstützung verdient, die es nur irgendwo gibt?
00:25:49: Ja,
00:25:49: auf jeden Fall.
00:25:51: Und auch das ist eine schöne Vision.
00:25:53: oder ich meine stellt euch doch mal vor wenn das möglich wäre es gibt ja so viele Menschen die chronisch dysregulierend und hat Trauma leiden.
00:26:03: und wenn's dort sowohl Verständnis gäbe und gleichzeitig auch dieses Verständnissen für die eigene Verantwortung vorherrschen würde also was dass alleine in der Gesellschaft verändern würde das fände ich großartig.
00:26:20: Ja, es würde so viel im den Boden entziehen.
00:26:23: Soviel Verletzung, Manipulation oder auch Scheinsicherheiten und Scheinstabilitäten.
00:26:33: Das ist mir wirklich großartig!
00:26:36: Magst du da direkt noch ein bisschen mehr dazu sagen?
00:26:39: Jetzt gerade mit diesem Stichwort Schein-Sicherheiten & Stabilitäten was ja glaube ich ein großes Thema ist wenn man zu uns politische Feld auch schau den unser, wie wir zusammenleben und uns vielleicht die Welt ein bisschen einfacher gestalten aus mangleigener Kapazitäten für die Komplexität.
00:27:03: Ja ich versuche es gerne.
00:27:05: also wenn wenn ich versuch es ganz einfach unterzubrechen dann sind wir im Grunde bei was das Dikati zu Beginn gesagt hat nämlich dass wir zustandsbedingt reagieren, agieren empfinden, interpretieren.
00:27:17: Also das was Deb Dayner zum Beispiel in dem Satz Story Follows State auf den Punkt bringt dass also die Interpretationen wie wir ein Geschehenes oder eine Begebenheit interpretieren und verstehen ganz eng gekoppelt ist an unseren Nervensystem Zustand.
00:27:34: Und je nachdem in welchem Zustand wir sind beispielsweise im sympathikotonen Zustand mit einer kampf inneren Kampfhaltung mobilisierten Abwehrenergie suchen wir in diesem Zustand und aus dem Blickwinkel, den wir dann haben nach Sicherheit.
00:27:52: Also wenn wir in einer Kampfreaktion sind, dann so finden wir im Anfangszeichen am ersten Sicherheit, wenn wir wissen wen wir bekämpfen können, wohin wir unsere Kampfenergie richten können.
00:28:03: Und dann geben uns vermeintlich beispielsweise Feindbilder und Feindbilder bekämpfen zu können ein Gefühl von Sicherheit was aber in Wirklichkeit eine Scheinsicherheit ist, weil es ja in einer aktivierten und disregulierten Empfindung geschieht.
00:28:19: Also wir fühlen uns bedroht und daraus schließen wir das Eliminieren des Aggressors oder der Bedrohung uns Sicherheit geben würde.
00:28:28: Und in diesem Zustand entgeht uns jede andere Möglichkeit von Lösung für beispielsweise tiefer liegende Sicherheit wie beispielsweise Frieden oder Kompromisse zu finden.
00:28:41: Und das spiegelt sich in so vielen Bereichen unserer Gesellschaft und auch im Mikro- und Makrokosmos einfach wieder, dass wir aus unserem Zustand heraus versuchen, Sicherheit zu kreieren was dann aber die dahinterliegende Dynamik nicht berührt sondern nur auf der Symptomebene quasi Energie bündelt und dadurch, dass darunter liegender Problem letztlich aufrecht erhält.
00:29:05: Und genauso auch in anderen Zuständen, wenn wir eher so in einer beispielsweise sozialen Unterwerfungshaltung sind.
00:29:12: Wenn wir uns also bedroht fühlen und uns durch die Foreign Response oder Unterwerferungen oder please and appease oder wie auch immer verschiedene Formen dieser Reaktion sind versuchen abzusichern dann werden von uns sehr viel hergeben und von uns über Zugeständnisse, vielleicht sogar auch Anbiederung verraten bis hin zu unserer Würde.
00:29:37: Und darüber so etwas wie eine Art Scheinsicherheit fühlen, weil wir damit etwas Kontrolle und Einfluss haben.
00:29:44: Das meine ich mit Scheinsichheiten Aus einem disregulierten Zustand letztlich nicht in der Lage sind echte Sicherheit anzusteuern, sondern versuchen über dem Zustand entsprechende Handlung eine Scheinsicherheit zu kreieren.
00:30:01: Und das sehen wir wenn die Welt blicken glaube ich ganz kurz.
00:30:07: Ja und es ist ja auch was dass frustrierender Weise, also einem ja gar nicht auffällt in diesem Zustand.
00:30:16: Weil man wenn man in diesem zustand ist ja wirklich sich die welt dann genauso anfühlt wie man handelt.
00:30:22: das ist was dass ich alles total spannend finde wenn man mit nervensystemen wissen auf dem weg ist an wie vielen stellen man merkt wie stark eigenes verhalten eigentlich aus solchen darunter liegenden unbewussten impulsen gesteuert wird Also wie viel
00:30:41: unsere
00:30:41: Geschichte und unser Zustand im Nervensystem, unsere vorherigen Beziehungserfahrungen und unser Gefühl von Sicherheit in der Welt ausmacht für das, wie wir dann handeln können überhaupt.
00:30:56: Ich finde es hat was sehr Spannendes sich damit zu beschäftigen und manchmal auch ein bisschen etwas Erschreckendes wenn man merkt ich dachte ich treffe hier meine Entscheidungen.
00:31:05: Ne, meine Angst trifft hier Entscheidungen.
00:31:08: Das ist irgendwie manchmal ganz schön
00:31:12: spooky.".
00:31:13: Und genau das wird ja ganz oft auch eben bewusst eingesetzt sowohl in der Politik zum Beispiel, indem Ängste geschürt werden und Personengruppen kriminalisiert werden die aber statistisch gesehen wurde es einfach nicht stimmt was nicht auf Fakten Basiert.
00:31:31: oder zum Beispiel der Kapitalismus funktioniert auch prima mit dysregulierten Nervensystemen, indem wir dort einfach ein Mangelgefühl erstellen.
00:31:41: und nur wenn du das und das kaufst dann gehörst du dazu.
00:31:45: Oder bist du richtig?
00:31:46: Oder siehst gut genug aus um geschätzt zu werden oder was auch immer.
00:31:51: Und zufälligerweise habe ich hier das passende Produkt dazu.
00:31:55: Das ist natürlich viel verkaufsförderlicher in diesem Also so Nervensystemzustand zu kreieren und dann das passende Produkt oder die eigene passende Partei Strategie anzuwerben, um den Menschen gefügig zu machen.
00:32:14: Und ich finde, dass zu erkennen alleine diese Mechanismen, die dahinter stecken, also das zu enttarnen, zu entlarven – allein das kann schon einen totaler Unterschied Und wenn wir es dann auch noch im nächsten Schritt schaffen können zwischen uns zu beobachten, zu merken.
00:32:34: Aha!
00:32:34: Ich gucke gerade Social Media und sehe da diese ganzen jugendlich anmutenden Frauen in den Wechseljahren.
00:32:44: Und
00:32:45: die so völlig faltenfrei und keine Ahnung... Topgestyled, super aufgeräumt alles.
00:32:54: Auch noch junge Kinder keine Ahnung.
00:32:56: Ein Bild kreieren wir es natürlich bei allen!
00:33:00: Man macht Social Media auf und bei allen sieht das so
00:33:02: aus.
00:33:04: Und dann fühle ich mich völlig ausgeschlossen... Und wenn ich das aber in mir merke, dass dieser Mechanismus in mir auch greift was ja total menschlich ist.
00:33:13: Ja wir sind ja berührbare Wesen und natürlich reagieren wir auf solche manipulierende Mechanismen.
00:33:19: Aber wenn wir es dann schaffen das in uns zu bemerken und dann den Zeitraum zwischen Impuls-und Handlung Zu verlängern und dazu blicken einfach ah Hier bin ich wieder, hier hab' ich einen Werbekatalog vor mir liegen und die bringen mich gerade in einen Zustand.
00:33:36: Der hat mich zum Kaufen animiert!
00:33:39: Ich glaube... ...ich orientiere mich grade mal im Raum und guck in den Spiegel und sag mir mal wieder selber Katja, ey du bist schön so wie du bist und gut so wie Du bist.
00:33:50: Und dafür brauche ich nicht Produkt XY.
00:33:54: Und ich finde das würde die Welt tatsächlich auch schon verändern.
00:33:59: Wie viele?
00:34:01: wie viele unnütze Produkte einfach nicht mehr verkauft würden
00:34:06: und dann nicht mehr produziert würden.
00:34:09: Ja, auch das genau!
00:34:12: Es gibt ja jetzt seit einer Zeit diesen Nutriest Gore, wo irgendwie drauf steht rot-grün gelb, genau wie eine Ampel so, wie gesund ist das Ding?
00:34:22: Und da wäre es schön wenn drauf stehen würde, fördert Scheinsicherheit oder fördert echtes Sicherheitsverleben.
00:34:32: Im Grunde ist es ja unsere Offenheit und die Verletzlichkeit, die dahinter steht für diese Angebote so empfänglich zu sein.
00:34:42: Die Fortwährende Suche nach Sicherheit wenn wir sie eben nicht in uns tragen.
00:34:46: Und das ist schon ein Riesengeschäft.
00:34:48: einfach klar mit Angst und Mangel an Sicherheit kann man alles im Grunde machen.
00:34:55: Ja, absolut.
00:34:56: Kann man Menschen dazu bringen, Parteien zu wählen die ihnen selber schaden?
00:35:01: Ja genau diese Angst oder das Dysregulierte und Nichterleben von Sicherheit macht uns auch... Ich sage jetzt mal ganz überspilzt und die Martha hat zwar ein viel fachlicher Ausgedrucktes Macht uns ein bisschen dumm und dumpf.
00:35:16: Also der prefrontale Cortex oder unsere ganz kritischen und reflektierten Anteile sind in einem hoch aktivierten Nervensystem schwerer Zu erreichen.
00:35:25: Vielleicht eine winzige Anekdote dazu.
00:35:28: Von vergangenen Samstag, also wenn es ausgestreitet wird ist schon ein bisschen her.
00:35:32: aber gerade ganz aktuell hatte ich einen Kreditkartenbetrug vermeintlich und war in einer Telefonschleife mit meiner Kredit-Kartengesellschaft die mir unbedingt helfen wollte diesen Betrug jetzt abzusichern und mich zu retten Und ich hatte keine Angst bei dem Gespräch tief in mir das Gefühl, dass wird schon alles gut und da ist das Geld es ja noch nicht weg.
00:35:56: Und so weiter.
00:35:57: also ich war recht entspannt auch wenn ich im Regen auf der Straße stand und meine Freunde drin beim Essen saßen und es war echt kein gutes Timing.
00:36:05: aber ich hatte die ganze Zeit des Gefühls schon alles Gut und da wurde mir doch erst nach einer Stunde durch meine regulierte Präsenz klar hier sind gerade drei super eloquente gut geschulte uns sehr engagierte Menschen dabei mich nach Strich- und Faden zu verarschen Und mir Geld aus der Tasche zu ziehen.
00:36:24: Es war nämlich kein Kreditkartenbetrug, sondern die Unterstellung eines Kreditkattenbetrugs sollte dazu führen dass ich irgendwelche Informationen raus plaudere.
00:36:31: Wow!
00:36:32: Also das war schon ein krasses Erlebnis weil da wirklich Menschen versucht haben über Angst erstmal mich zugänglich zu machen und dann mit ganz viel... Freundlichkeit und Empathie, und Zugewandheit.
00:36:45: Und wir helfen ihnen und müssen keine Angst haben.
00:36:47: Und es ist schön dass sie noch so nett sind.
00:36:49: andere schreien uns an dieser Stelle schon an weil das so lange dauert.
00:36:53: Das war ganz interessant zu spüren an welchen Stellen es einfach geklappt hätte nach fünf Minuten wenn ich wirklich Angst gehabt hätte.
00:37:03: Diese Perfidie die wollte ich gerade als Beispiel auch nochmal nehmen.
00:37:08: wie also wenn sehr dysreguliert sind, verlieren wir Zugang auch zu unseren Fähigkeiten, Signale zu entschlüsseln als bedrohlich oder als Sicherheit geben.
00:37:18: Wir sind dann durch ein aktiviertes Bindungssystem auch sehr schnell angewiesen auf andere und wenn uns jemand empathisch gegenübertritt wollen wir uns gerne an ihm koregulieren.
00:37:30: Wenn das in dem Moment leider ein Betrüger ist, dann ist es sehr hilfreich!
00:37:34: Wenn wir noch etwas Zugang haben zu unserer inneren Resonanz, weil etwas in uns spürt.
00:37:39: Ist das gerade wirklich Co-Regulation oder ist es eigentlich eine eiskalte Abzocke wie in diesem Beispiel?
00:37:45: Definitiv!
00:37:46: Krass!
00:37:47: Oi oi oii... Also ja genau und der Punkt, der ist mir grade nochmal den Sinn gekommen wie viel uns verloren geht auch beziehungsweise unzugänglich ist in der Dysreguliertheit womit ich niemandem also es kann ganz schnell falsch verstanden werden wenn ich sage, das macht uns ein bisschen dumm.
00:38:05: Das ist überhaupt nicht despektierlich gemeint sondern damit will ich nur ganz deutlich skizzieren Es geht uns der Zugang verloren zu gewissen Fähigkeiten die wir haben und auch deswegen ist Regulation ja so ein Geschenk.
00:38:17: die Fähigkeit zu erlernen oder Zugang zu haben, zur Selbstregulation gibt uns unterm Strich auf ganz vielen Ebenen mehr Schutz und Sicherheit.
00:38:26: Und eben auch eine Unterscheidungsfähigkeit zu wirklich zugewandten echten empathischen Menschen oder zu anderen Unterscheiden.
00:38:35: Absolut!
00:38:36: Wobei ich da auch noch mal daran denken muss angenommen du hättest Angst gehabt und dann brauchst du ja eine schnelle Lösung.
00:38:44: Wenn da ist ja auch Zeit im Spiel, also gerade so KreditkartenbetrügerInnen die heben ja dann zack, schnell das Geld irgendwie ab.
00:38:53: Meinem Sohn ist es auch schon mal passiert und
00:38:58: erarbeitetes Geld
00:39:00: war wirklich einfach weg.
00:39:02: Und da spielen sie mit der Zeit!
00:39:06: In einer Akutsituation brauchst du eine schnelle Lösung und wenn du Angst verspürst... guckst du nicht mehr in die Zukunft.
00:39:15: Du hast kein Interesse mehr an langfristigen Lösungen, weil gerade die Hütte am Brennen ist und dann kümmerst du nicht um was mache ich in Zukunft mit dem Brandschutz anders sondern da brauchst du jetzt die Lösung Und genau das wird ja auch ausgenutzt beziehungsweise dass es genau das was du sagst da fehlen.
00:39:35: Da haben wir nicht mehr Zugriff auf diese Fähigkeiten Diese Langfristigkeit Die Nachhaltigkeit gerade so Betrügerinnen oder auch populistische Politik total ausnutzen, die dann eben in diesen Angstzustand versetzen
00:39:51: um
00:39:52: diese kurzfristigen Lösungen anzupreisen.
00:39:54: Hey und ich habe jetzt die Lösung für dich!
00:39:57: Wähl mich oder kauf mein Produkt oder whatever das was ich dir gerade anbiete.
00:40:02: aber denk bitte nicht weiter.
00:40:04: Genau Schließt das Abo jetzt ab.
00:40:08: Ja, ganz
00:40:09: genau!
00:40:10: Drei
00:40:10: Jahre.
00:40:11: Verena
00:40:12: König.
00:40:13: Zwei Tausend Euro im
00:40:16: Monat.
00:40:16: Schein-Sicherheit,
00:40:21: genau.
00:40:22: Ich wollte jetzt dazu nur kurz ergänzen.
00:40:25: Also ich stecke hier noch in einem Nervensystem, das durchaus mit ganz schönen Dysregulation immer wieder zu tun hat.
00:40:31: und ich wollte einfach mal für alle ergänzten die das vielleicht auch ganz gut kennen unter den Zuhörenden dass auch während man noch auf dem Weg ist es zu lernen sich schon ganz viel verändert dadurch dass man Wissen bekommt Wissen einfach wirklich Orientierung schafft.
00:40:47: und Kati sagt immer Wissenschaft, Orientierung und Orientierungschaft Sicherheit.
00:40:51: Und ich glaube das ist einfach eine total treffende Aussage.
00:40:55: Das ist auf jeden Fall jetzt in so einem Kontext auch meine Erfahrung dass alleine schon wenn ich einschätzen kann Ich bin gerade völlig hoch gedreht und ich bekomme das mit Dann weiß ich dass sich in diesem Zustand keine guten Entscheidungen mehr treffe und kann mich vielleicht ein Stückchen zurücknehmen weiß nicht ob ich das unbedingt hingekriegt hätte in so einer Telefonsituation, wie du sie gerade geschildert hast Verena.
00:41:17: also ich glaube dass es schon sehr die hohe schule.
00:41:21: In so einer Situation noch die eine gute Regulation zu behalten und gut sich in Sicherheit verankern zu können genau aber in ganz vielen Situationen gibt einfach alleine diese Orientierung im eigenen Nervensystem.
00:41:38: Also die kann da wirklich schon großen Unterschied machen.
00:41:41: Auch wenn man vielleicht das noch nicht runter regulieren oder verändern kann, aber es einfach mitzubekommen und einordnen zu können macht schon einen großen Unterschied oft aus.
00:41:50: Ja total.
00:41:51: Und auch nochmal auf die Vision zu kommen.
00:41:53: Stell dir mal vor, da gäbe's... viele Nervensysteme, die sich in so einer Situation gut selbst regulieren können und eben nicht in diesem Angstzustand stecken bleiben.
00:42:04: Also da vielleicht kurzzeitig reingehen das erkennen und dann eben innere Fähigkeiten und vielleicht auch Tools haben um wieder zu einem inneren Sicherheitserleben zurückzufinden Und dann viel eher so eine Manipulation Die durchschauen können und anders zu handeln weil Verena sind sie wirklich einfach an die falsche Person geraten mit diesem Betrug.
00:42:28: Und das wäre ja wünschenswert für alle.
00:42:31: und stellt euch mal vor, die Menschen lassen sich nicht mehr so leicht verarschen!
00:42:37: Das hat ja überhaupt nichts mit dumm sein oder nicht dumm zu tun sondern wirklich Zugriff auf diese inneren Fähigkeiten zu haben, die einem da bewusst an manchen Stellen ausgeschaltet werden.
00:42:46: Ich finde es ist so selbstermächtigend um sich auch die Macht über das eigene Leben zurückholen zu wappnen gegen Manipulation von, ich sag mal bösen Mächten ja auch.
00:43:00: Also auch vor Kriminalität und Populismus da dem was entgegensetzen zu können.
00:43:05: also ich kann dann meine Regulationsfähigkeit entgegen setzen und das ist echt etwas wert!
00:43:10: Das kann den Unterschied machen.
00:43:13: Ja, ich glaube du hast doch auch irgendwann mal was gesagt.
00:43:16: Also einen ganz logischen aber sehr deutlichen Kontext hergestellt zwischen Demokratie und Regulation.
00:43:22: also ja das einfach für ein demokratisches Zusammenleben also eine gesunde Demokratie auch Regulation sehr hilfreich ist auch weil es eben viel damit zu tun hat zu leben und Leben zu lassen.
00:43:37: Und sich nicht ständig bedroht zu fühlen von jemandem, der vielleicht eine andere Meinung hat beispielsweise.
00:43:43: Ja!
00:43:43: Was ich vielleicht noch auch ganz... was ich schon wichtig finde wenn wir früh im Leben die Möglichkeit eben nicht hatten selbst Regulationen zu lernen weil wir einfach zu wenig Co-Regulation erfahren haben also wenn wir Früh anfangen mussten mit Scheinsicherheiten durchs Leben zu finden und uns da durchzuhangeln, dann haben wir ja oft sehr komplexe und vielschichtige und sehr intelligente Anpassungsleistungen vollzogen.
00:44:14: Und dann ist die Disregulation oft auch die Wurzel oder der Ursprung von einem komplexen Selbstbild, einem Weltbild, einen Verständnis von Beziehungen, einem Verständnis von was es ein Konflikt, was das Nähe, was es Bindung... Also da ist ja oft da zieht sich die Folge der Disregulation oft durch sehr viele Lebensbereiche und in unterschiedlichste Persönlichkeitsfelder und Lebensfelder, sodass man dann schon sprechen kann von Glaubenssystemen, die man hat oder von Überzeugungen, die eben auch traumabedingt sind.
00:44:51: Und das fühle ich auch oft hinzu als Ergänzung weil es schnell unterkomplex klingt wenn lediglich in Anführungszeichen von Regulation spricht.
00:45:04: Also wenn man so was auch beobachten kann, in den sozialen Medien, wenn man zum Beispiel Regulation nur über Übungen begreift also beispielsweise über sowas wie das was wir am Anfang gemacht haben oder über tägliche Routinen oder Achtsamkeit oder ähnliches und dass es für viele nicht genügt allein auf dieser Ebene zu bleiben ist sehr hilfreich und wichtig.
00:45:29: Aber wir tauchen und da kann Martha bestimmt auch... Vielleicht kannst du das bestätigen, weil du auch so von deinem Weg ein bisschen erzählst hier und da.
00:45:40: Diese Tiefe die diese Integrationsprozesse haben, diese Türen die aufgehen wenn wir mehr Regulation lernen, die sind ja oft auch Ja reichhaltig.
00:45:51: Also so nach dem Motto, wenn ich nach und nach mehr Kapazität in mir finde, weil ich zum Beispiel lerne mich hier und jetzt zu orientieren dann kommen ja manchmal auch erst Gefühle zum Vorschein die vorher kompensiert wurden oder es werden uns Beziehungsmuster bewusst wo wir merken, die will ich aber nicht weiterführen, ja
00:46:08: so will ich das
00:46:08: gar nicht weiter gestalten!
00:46:10: Und ich glaube dass ist ganz wichtig das auch hinzuzufügen, dass Regulationen zu lernen nicht direkt die Lösung ist für gewisse Probleme, sondern oft der Anfang eines längeren und schönen Prozesses.
00:46:25: Der aber auch reichhaltig ist.
00:46:28: Und dem wir uns widmen müssen und den wir uns auch stellen müssen – auch gesellschaftlich.
00:46:33: wenn wir regulierter werden oder mehr Kapazität schaffen dann beginnt die Aufarbeitung.
00:46:39: Dann fliegen uns die unerledigten Dinge nach und nach um die Ohren und dafür brauchen wir dann auch gewisse Haltungen oder eben diese Fähigkeiten.
00:46:49: Ja, total.
00:46:50: Ich glaube das können Kati und ich, wir haben hier das Synchro genickt in der ganzen Zeit.
00:46:55: Ich glaub dass können wir wahrscheinlich beide auch ganz gut bestätigen, dass die Regulation eben ganz oft nicht angenehm ist.
00:47:02: also sagst ja du auch Kati immer wieder im By-Pack Zettel da SOS Übungen zur smart orientierten Sicherheit und dass es einfach so wie du das gerade gesagt hast Verena einfach dann überhaupt erst Themen gehalten werden können und damit auch oft erst Themen gesehen werden können, die vorher eben unbewusst Verhalten gesteuert haben.
00:47:24: Aber gar nicht ins Bewusstsein dringen konnten weil gar nicht die Kapazität da gewesen wäre sie zu halten.
00:47:31: Wir haben dazu ja auch eine... Folge in den Basisfolgen gemacht, Marta.
00:47:35: Wo wir über die Missverständnisse über Regulation gesprochen haben.
00:47:38: Genau
00:47:38: das ist die Folge zero vier und wenn es so schön dass du immer so beeindruckt bist, Kati wird ich weiß welche Folge das ist.
00:47:50: Nicht nur bei unseren Folgen auch beim Virenas folgen.
00:47:53: Bei denen, dem ich besonders angesprochen habe ja tatsächlich.
00:47:59: Die Basisfolgen sind dann vielleicht tatsächlich auch ein guter Hinweis für Menschen einfach mehr einsteigen wollen ins Thema Regulation und sich noch nicht so viel damit beschäftigt haben, weil es da in den Folgen Null Eins bis Null Vier bei uns im Podcast darum geht.
00:48:11: Was ist Regulation eigentlich?
00:48:13: Wieso is Regulation First sinnvoll?
00:48:16: Wisso ist Regulation was das länger dauert und wirklich eher ein Prozess ist als eine Eins für drei.
00:48:21: wir lösen das Sache Und eben die Missverständnisse über Regulation.
00:48:26: Ja zum Beispiel dass Regulation nicht bedeutet immer entspannt und getilzt zu sein Denken ja viele.
00:48:36: Aber wenn ich euch jetzt hier beide schon so zusammen habe, dann möchte ich das jetzt auch noch mal nutzen um euch nach eurer Vision nochmal ganz konkret zu fragen weil ihr seid ja beide wirklich mit Herz und Leidenschaften sehr viel Einsatz dabei mit diesen Themen in die Welt zu gehen und das Wissen zu verbreiten und ich denke ein bisschen ist es jetzt schon rausgekommen um welche Eckpunkte es dabei geht.
00:49:00: aber vielleicht wollt ihr auch einfach noch ein bisschen so eure persönliche Visionen teilen, wofür ihr das macht oder was ihr euch wünscht damit dass sich da daraus entwickelt.
00:49:12: So.
00:49:15: Magst du direkt wieder beginnen Verena?
00:49:19: Kann ich gerne machen.
00:49:20: ja also die Vision könnte man natürlich bis in kleinste Details ausschmücken und durchdenken.
00:49:31: Für mich da drin ganz zentral ist, dass wenn wir Trauma-Wissen in die Welt tragen.
00:49:37: Wir zum einen all jene, die betroffen sind aus ihrer Einsamkeit heraushelfen können also das, das trennende Element was Trauma hat, das Trauma Verbundenheit zerreißt, dass wir dem heilsam begegnen können durch alles was wir schon besprochen haben dass also mehr Verbundenheit entsteht und das wir dadurch nicht nur unverarbeitete traumatische Erfahrungen anfangen zu integrieren, zu verarbeiten oder zu Verstoff wechseln.
00:50:07: Über Generationen hinweg vermittelte auch kollektive und globale Traumatisierungen sondern dass wir damit natürlich auch präventiv unterwegs sind.
00:50:19: Also da durch die Möglichkeit schaffen denen die nach uns kommen, denen die länger hier sein werden als wir etwas Last abzunehmen.
00:50:30: Die nicht mal ihre eigene ist und die wir aber zurücklassen wenn wir uns nicht darum kümmern und dass wir ihnen dadurch auch ermöglichen mehr zu gestalten statt nur mit dem beschäftigt zu sein was sie bewältigen müssen Was durchaus ein Lebensgefühl ist, was viele junge Menschen haben.
00:50:47: Auch ohne eigene Traumatisierungen leben sie in einer Welt wo sie mehr mit Bedrohung konfrontiert sind als mit Perspektive.
00:50:54: Wenn man das ganz global und übergeordnet betrachtet von Klimawandel bis hin zu geopolitischen Bedrohhungen
00:51:01: usw.,
00:51:02: was auch alles so sehr miteinander verwoben ist.
00:51:05: Und Trauma wissen ... Das Wissen war Trauma und seine Dynamiken und Folgen in die Welt zu tragen hat, und das ist auch schon angeklungen so etwas Selbstwirksamkeit Stärkendes.
00:51:15: Etwas Herzöffnendes, etwas Empathieförderndes und etwas was Verbundenheit schafft und uns ganz einfach gesagt zurückbringt in unsere Menschlichkeit und in diese schönen Seiten der Menschlichkeit.
00:51:29: Und das ist ganz groß und übergeordnet gesagt meine Vision die in allen kleinen Kapillaren des menschlichen Weltgeschehens dann ihren Ausdruck finden können.
00:51:43: Ja, total schön diese Perspektive auch aufzumachen von einem... dass es uns mehr ins agieren als ins reagieren bringen kann.
00:51:53: und so wie du auch vorhin gesagt hast mit Story Follow State ist natürlich die Ideen, die man hat wenn man nicht in einen Bedrohungsgefühl lebt und einfach der Nervensystemszustand einer von Verbundenheit ist, da kommen auch ganz andere Ideen- und Projekte daraus heraus.
00:52:14: Ja genau!
00:52:18: Ja Kati dann mag ich diese Frage auch an dich geben hast du auch Lust ein bisschen zu erzählen was so deine Vision ist wie du dir, wofür du gerade hier gehst ja auch?
00:52:31: Ja, ich glaube es hat schon auch ganz viel mit meiner eigenen Geschichte zu tun.
00:52:34: Weil meine Eltern nicht sehr traumreinformiert waren würde ich sagen und ich da aktiv drunter gelitten habe und es wirklich viel Anstrengung gebraucht hat, viel Geld viele Ressourcen gebrauchte um das aufzuarbeiten und es mir an vielen Stellen das Leben echt ganz schön schwer gemacht hatte.
00:52:59: Wer von Trauma betroffen ist, weiß in wie viele kleine Aspekte
00:53:03: sich
00:53:04: Traumafolgestörungen rein setzen können.
00:53:08: Und was das für eine harte Arbeit ist, dass aufzuarbeiten und zu integrieren – auch die Päckchen, die vorherigen Generationen dann auch noch so übergeben haben weil sie eben das Wissen nicht hatten, weil sie die Möglichkeiten, die Privilegien nicht hatten
00:53:22: etc.,
00:53:24: und die wir mitschleppen und wenn wir uns eben nicht drum kümmern, eben weiter geben.
00:53:28: Und ich glaube, das ist ganz viel mit meinem Motor.
00:53:32: Dass ich
00:53:34: natürlich erst mal für meine beiden eigenen Kinder es anders machen wollte... ...dass ich den weniger Gepäck in ihre Rucksäcke reinpacken wollte und nicht noch eigenes dazu packe.
00:53:46: Möglichst wenig!
00:53:48: Und dann natürlich einfach auch ja für alle Kinder dieser Welt.
00:53:52: also Ich möchte als meine Vision ist da tatsächlich mein Hauptarbeitsschwerpunkt ist die Arbeit für Kinder.
00:54:00: Ich arbeite ja sowohl mit Kindern direkt und treibe auch Bücher, direkt für Kinder aber eigentlich arbeite ich ja mit den Erwachsenen, die mit Kindern zu tun haben weil meistens es die Erwachsenden sind, die's
00:54:12: verkacken oder
00:54:15: die einfach in der Verantwortung sind.
00:54:17: Wir Erwachsene tragen die Verantwortung sowohl für den Umgang Mit Kindern als auch für die Umgebung in der Kinder aufwachsen, die wir ihnen hinterlassen.
00:54:26: Und das fängt für mich beim Zuhause an.
00:54:30: Also es fängt bei meiner Wie ich mit mir selbst umgehe?
00:54:35: An wie ich mit meinen Kindern zu Hause umgehen und was für Einrichtungen ich sie schicke zum Beispiel Dann auch und auch was für eine Umwelt Ich ihn hinterlasse Was für ein politisches Umfeld ich versuche mitzugestalten was für ein menschliches Umfeld Ich versuche damit zu gestalten?
00:54:51: Das liegt ja erst einmal alles in der Verantwortung von uns Erwachsenen.
00:54:56: Und das ist ein bisschen meine Vision, die Erwachsenden dafür zu sensibilisieren auszubilden dass sie überhaupt in der Lage sind eigentlich dieser Verantwortung auch ein bisschen gerecht zu werden Kindern gegenüber.
00:55:12: und es ist natürlich nicht die Lösung für alles.
00:55:14: also die Welt ist komplex aber ich glaube das Regulation in diese Welt zu bringen einen ganz großer Aspekt davon ist.
00:55:23: Also weil sich Regulation überall wo Menschen, eigentlich überall wo Nervensysteme, Säugetiere aufeinandertreffen aber die menschlichen Säuguetere sind so wie soll ich sagen Herrschsüchtigsten vielleicht?
00:55:38: Die Machtvollsten denken dass sie auch über vielem drüber stehen und mächtiger sind als andere.
00:55:45: und ich finde damit haben wir eine Verantwortung.
00:55:47: und wenn wir da das Thema Regulation mit rein nicht nur mit Denken, sondern auch in die Nervensysteme reinverkörpernd.
00:55:56: Es ist ja nicht nur ein theoretisches Konstrukt, es hat viel mehr mit dieser inneren Arbeit zu tun.
00:56:02: Du hörst jetzt hier einen schönen Podcast und nix die ganze Zeit und dann hast du das inhaliert, sondern es ist ja ein aktiver Tunensprozess sich damit zu beschäftigen, sich mit der eigenen Regulation zu beschäftigend.
00:56:15: Und ich glaube ... ist so in meiner Vision, wenn dieses Wissen, wenn wir das schaffen großflächig.
00:56:23: In die Breite zu bringen Verena zum Beispiel durch ihre Coaching Ausbildung wo du ja auch mit dafür sorgst dass Menschen, die mit Menschen arbeiten Dieses Wissen haben und erstens nicht noch mehr Schaden anrichten durch Uninformiertheit Und gleichzeitig aber auch weiter informieren können und diese innere Haltung dieses wissen weiterzubringen.
00:56:43: Also da krieg ich richtig einen Kraftgefühl.
00:56:46: Ja, wenn wir das...wenn uns da auch zusammen tun und immer mehr werden die dieses Wissen haben und das in die Welt bringen dann kann das echt gut werden.
00:57:00: Das ist ein total schönes Bild und eben auch so die Vorstellung von statt wo jetzt in zu vielen Systemen Dysregulation sich verstärkt und weitergibt, zu schauen dass es so eine Grundlage von Regulationsfähigkeit gibt.
00:57:15: Und sich damit Regulationen und Regulationswissen weitergift.
00:57:20: Das wäre
00:57:20: echt großartig!
00:57:22: Ich
00:57:23: kann mich erinnern in eurem letzten Podcastgespräch.
00:57:26: Das habe ich nämlich vorhin angehört, um so innerlich schon ein bisschen einzustimmen.
00:57:31: Ihr habt zweimal schon miteinander gesprochen.
00:57:33: Einmal im August des Vérenes-Podcasts Und einmal dann, im September in deinem Podcast Kati und das habe ich gehört.
00:57:44: Da habt ihr auch schon darüber gesprochen wie toll das wäre wenn einfach Regulation wirklich ein Fach in der Schule wäre oder wenn einfach klar ist es braucht Wissen über Regulation oft mehr als es kognitives Wissen braucht weil kognitive Wissen gar nicht landen kann wenn man nicht reguliert ist und ich finde das so eine schöne Vorstellung.
00:58:08: Und ihr beide bildet ja Menschen aus, du eben als Coaches Verena und Ducati die SOS-Trainer und Trainerinnen, die dann auch wiederum andere Fachkräfte ausbilden können und in Kitas gehen und mit den SOS Übungen einfach auch Wissen über Regulation in die Welt bringen.
00:58:32: Ja, erst mal einfach ein großes Dank an euch.
00:58:34: Dass ihr da so euer Lebenswerk auch darauf ausrichtet in diese Richtung mehr Regulation in die Welt zu bringen und euch hoffe sehr und wünsche mir sehr dass ganz viele Menschen das hören und da aufspringen und Lust haben selber da auch mehr zu machen und selber sich mit Regulationen zu beschäftigen.
00:59:00: Das ist ja auch ein bisschen das, wieso wir diesen Podcast miteinander machen.
00:59:03: Kati, dass wir uns auch wünschen, dass mehr Regulationswissen einfach da ist und Menschen regulierte miteinander umgehen können und damit eine andere Welt gestalten können.
00:59:16: letzten Endes?
00:59:18: Ja die geprägteste von Sicherheit – das finde ich eine schöne Vorstellung!
00:59:27: Gibt es von eurer Seite her inhaltlich noch irgendwas, was ihr heute auf jeden Fall noch hier anfügen wollt?
00:59:36: Also eigentlich war das Schlusswort von Katy.
00:59:39: Das wäre ein ganz tolles Schlusswort gewesen die Vision wie du sie zum Ende gebracht hast.
00:59:45: aber ich würde gerne noch etwas Kleines hinzufügen um Ja, den Raum für Zuversichten noch mal ein bisschen zu weiten.
00:59:55: Falls er sich an irgendeiner Stelle verengt haben sollte weil wir jetzt ein paar Mal gesagt haben das wenn man dysreguliert ist man nicht so gut lernen kann oder dass man dann vielleicht gar nicht aufnahmefähig ist oder kognitiv es nicht landen kann und das ist vielleicht hilfreich das ein klein wenig zu relativieren denn dass wir gar nicht Aufnahme fähig sind oder wissen und sowas nicht lande kann dafür braucht es sehr stark dysregülierte Zustände Und unsere laptente Disregulation, die auch als Traumafolge präsent sein kann.
01:00:25: Die hindert uns nicht daran wie auch viele wissen zum Beispiel Hochleistung zu erbringen im Kognitiven und zum Beispiel ein High-Performer zu werden.
01:00:34: es ist nur dann alles an Stress gekoppelt.
01:00:37: also ich will damit nur die die die Schwelle Verrücken oder nicht Hürde wieder wegschieben falls sie sich aufgebaut haben sollte weil sonst könnte so eine Idee entstehen.
01:00:46: Bevor ich nicht reguliert bin, kann ich nicht irgendwas Konstruktives in meinem Leben leisten.
01:00:49: Oder wenn ich nicht erst mal reguliert ist, dann kann ich keine glückliche Beziehung oder ein gutes Gegenüber finden und so Null-Eins-Polar ist das nicht sondern da sind es ja sehr viel möglich auch mit Disregulation.
01:01:04: also während man noch viel zu kämpfen hat gleichzeitig ganz viele Fortschritte zu machen.
01:01:10: Das ist auf jeden Fall möglich.
01:01:14: nicht entmutigen klingen, wenn wir das vielleicht ein paar Mal so hervorgehoben haben wie anstrengend und helftig auch Dysregulationen wirken
01:01:22: kann.
01:01:24: Ja danke!
01:01:24: Das ist glaube ich noch total schön, dass zum Abschluss nochmal auch so klar zu formulieren, dass es nicht alles aus ist, wenn man dysreguliert.
01:01:36: Gott sei Dank, das hätte ich hier auch echt ein Problem.
01:01:40: Ich wäre auch heute nicht hier.
01:01:43: Aber
01:01:44: dass es einfach total schön sein kann und ja auch wirklich super wohltuend auf lange Sicht – also nicht immer in dem Moment aber auf langer Sicht auf jeden Fall was das Leben um so vieles schöner und freundlicher macht sich auf den Weg zu machen mit diesen Themen weil's einfach soviel mehr Handlungsspielraum eröffnet.
01:02:06: Und ja, das Leben ist sehr viel bunter und lebendiger wird dadurch.
01:02:13: Definitiv!
01:02:14: Ich glaube dem habe ich überhaupt nichts mehr hinzuzufügen außer dass ich hier jetzt gleich mit einem ganz tiefen Verbundenheitsgefühl mit euch beiden hier rausgehen werde und voller Dankbarkeit und mich nochmal selbst noch mal ein bisschen bekräftigt fühle diese Vision Also die selber noch mal zu fühlen, auch noch mehr und sie dadurch nochmal mehr in die Welt zu bringen.
01:02:39: Und auch für diejenigen auf der anderen Seite des Kopfhörers ja da auch eine Einladung auszusprechen zu gucken an welchen Stellen hat es bei dir resoniert?
01:02:49: An welchen stellen ist das bei dir weit geworden und an welcher Stellen hast du den Impuls verspürt deinen ersten oder dein nächsten Schritt zu machen in Richtung Mehrregulation?
01:03:00: immer ein kleines Stückchen mehr Schritt für Schritt.
01:03:05: Ja und Umwege erhöhen dabei die Ortskenntnis, das finde ich auch immer gut zu wissen.
01:03:10: Ganz genau!
01:03:15: Dann danke ich euch hier erstmal beiden sehr von Herzen für dieses Gespräch.
01:03:20: Es war mir eine große Freude mit euch darüber zu sprechen.
01:03:26: Und für dich an der anderen Seite der Kopfhörer.
01:03:30: Falls du Lust hast, da direkt einfach noch weiter einzutauchen dann verlinke ich dir in den Shownotes auf jeden Fall mal die letzte Folge von Verena und Katy wo sie sich auch über diese Themen unterhalten haben Und natürlich Verenas Website wo du auch ihren Podcast findest und ein total schönes Angebot von ihren Büchern über Meditationen und Onlinekurse Webinare.
01:03:56: also es gibt einfach einen Riesen Ein riesenfrei verfügbares Wissensasionalfilmen fällt mir gerade nur ein als Wort dafür.
01:04:06: Genau, also da findest du auf jeden Fall richtig viel.
01:04:09: und auch Katis Homepage verlinken wir natürlich in den Shownotes wo Du auch Ihren Mitgliederbereich findest indem es auch darum geht mehr Wissen zu diesen Themen zu erlangen und das auch zu verkörpern.
01:04:20: Wir sind aktuell grade noch bei der Fehlerfreundlichkeit im Bereich unterwegs was ein... auch sehr wichtiges Thema ist, finde ich für mehr Regulation und Entspannung im Alltag.
01:04:31: Zu wissen dass Fehler einfach so dazu gehören können und dürfen und einfach Teil des Lebens sind.
01:04:37: Und ja wenn du hier im Podcast nächstes Mal wieder mit dabei bist freuen wir uns natürlich auch in vierzehn Tagen wieder ganz gewohnt mit Kati und mir zum Thema emotionale Erholung im alltag!
01:04:51: Ja
01:04:52: damit für heute vielen Dank Bis zum nächsten Mal.
01:04:57: Tschüss!
01:04:58: Tschüssi,
01:04:59: tschüss,
01:05:00: vielen Dank!
01:05:09: Das war Regulation First für heute.
01:05:12: Wenn du magst, nimm dir doch gleich noch eine Moment Zeit um nachzuspüren wie du dich jetzt fühlst.
01:05:18: das hilft einem Nervensystem dabei die Inhalte besser integrieren zu können.
01:05:22: Vielleicht klingen wir von den heutigen Inhalten noch etwas in dir nach oder es gab etwas das ganz neu für dich
01:05:28: war Und wenn du Lust hast, uns in unserer Mission zu unterstützen dann würden wir uns echt freuen.
01:05:34: Du kannst aktiv dazu beitragen mehr Nervensystem Wissen und Regulationen in die Welt zu bringen.
01:05:40: Abonniere gerne unseren Podcast schreibe uns eine positive Bewertung und erzähle all deinen Freundinnen Familienmitgliedern, KollegInnen davon also all denen den Regulation First auch helfen könnte mehr Selbstregulation und Milde für sich zu entwickeln.
01:05:58: Danke fürs Zuhören und wir freuen uns, wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist.