Regulation first!

Regulation first!

Alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation und Milde mit dir

Transkript

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00:00:07: Herzlich willkommen zur Regulation First.

00:00:09: Hier findest du alltagstaugliches Nervensystemwissen als Weg zu mehr Selbstregulation.

00:00:15: und Milde mit dir!

00:00:17: Ich bin Kathi Bonett, Traumotherapeutin und arbeite seit vielen Jahren mit Selbstregulation- und Nervensystemwissen

00:00:25: Und ich bin Marta Pani, ich bin Ergotherapeutin und stelle hier Fragen aus dem Alltag die euch und mich bewegen.

00:00:32: Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Nervensystemwissen helfen kann, dich selbst besser zu verstehen und milder mit dir umzugehen.

00:00:41: Schön dass du da bist!

00:01:02: Ja und ich bin schon ganz Feuer und Flamme für unser Thema heute.

00:01:07: Wir haben uns schon ganz kurz vorab drüber unterhalten, und ich will so neugierig darauf, wo wir da jetzt überall landen werden.

00:01:16: Marta hat schnell einfach auf den Aufnahmeknopf gedrückt damit wir diese ganzen schönen Punkte die wir jetzt gerade schon angesprochen haben auch alle hier im Podcast wieder auftauchen haben.

00:01:28: Ja genau!

00:01:30: Und dann noch vertiefend hoffe Und wir haben es beim letzten Mal schon angekündigt, aber falls du neu dabei bist.

00:01:38: Wir reden heute darüber, wieso man eigentlich immer wieder in so ehrlichen Beziehungen und Beziehungsmustern landet?

00:01:47: Auch wenn ich Feuer- und Flamme für unser Gespräch bin – Regulation zuerst!

00:01:52: Kathi, magst Du wieder eine Regulationsübung anleiten?

00:01:57: Ja total gerne.

00:01:58: Ich glaube es ist auch gerade ganz gut, weil wir beide noch so sprudeln.

00:02:02: Ja vielleicht kein schlechter Zeitpunkt um uns hier wieder so gut zu erdenken.

00:02:07: Ganz

00:02:07: genau gilt für uns ja genauso wie für alle anderen.

00:02:10: Genau ich lade dich ein da wo du stehst oder sitzt der einen kleinen bewussten Moment für dich zu nehmen.

00:02:21: Ach ich merke wenn ich das selber gerade mache kommt direkt so ein tiefer hartem Zug.

00:02:27: also alleine dieses mir einen Moment für mich nehmen macht man schon den einen großen Unterschied.

00:02:35: Und dann mag ich dich einladen, mal eine Hand auf dein Herz oder auf ne andere Körperstelle bei dir zu legen und Kontakt mit dir selbst aufzunehmen und zu schauen ob quasi da drin jemand antwortet.

00:02:58: Wie ist das wenn du deine Hand irgendwo deinen Körper berühren lässt?

00:03:04: Wo gibt's ne Resonanz in deinem Körper?

00:03:06: wo pingt quasi was zurück?

00:03:15: Wo gibts sagt einen Kontakt?

00:03:26: Manchmal is es Ganz schnell, spürbar.

00:03:29: Manchmal ist es eher wie so vergraben unter so ein bisschen Schmodder.

00:03:35: da

00:03:36: und da

00:03:36: pingt aber dann was da meldet sich etwas und ich frag mich wo das bei dir wohl sein mag kannst auch gerne deine hand wandern lassen und schauen ob's eine stelle gibt

00:03:51: wo es

00:03:54: stärker wahrnehmbar ist.

00:04:01: Und vielleicht ist es auch gar nicht wahrnehmer.

00:04:02: und auch dass es in ordnung.

00:04:04: und trotzdem macht es einen unterschied Wenn wir dieses Ping quasi in unseren Körper reinsenden, dann weiß etwas da drin das wir nach ihm suchen und dass es nicht allein ist.

00:04:43: Und ganz egal ob er jetzt was zurückgepinkt hat oder nicht mag ich dich einladen, dich im Moment bei dir im Raum umzuschauen, dich zu orientieren wieder ein bisschen mehr ins Hier-und Jetzt zu kommen.

00:05:01: Marta und Ich sind hier bei dir

00:05:03: gerade.

00:05:05: Du hörst unseren Podcast

00:05:12: Was für ein Synchronsäufzer gerade.

00:05:16: Das ist ja quasi der Nonplus-Ultraabschluss einer Regulationsübung.

00:05:24: Ja, K-Team!

00:05:25: Dann will ich einfach mal direkt diese Frage an dich stellen aus Nervensystems Perspektive und als Trauma- und Regulationsexpertin.

00:05:38: Wieso landet man eigentlich immer wieder in ähnlichen Beziehungen?

00:05:43: Die ganze Zeit habe ich mich das auch gefragt.

00:05:46: Dann habe ich mit

00:05:48: Verstehen angefangen

00:05:49: und habe angefangen, mich mit Nervensystem zu beschäftigen.

00:05:55: Und ja die ganz kurze Antwort darauf ist dass unser Nerven System Ganz oft nach dem Vertrauten sucht selbst wenn es ungesund für uns ist und das neue zu viel Stress in uns auslöst und wir uns diesen Schritt nicht wagen beziehungsweise da auch keine Erfahrungen mit haben.

00:06:16: In dem alten ungesunden Muster vielleicht wissen wie wir da durchkommen, wie wir das überleben können?

00:06:24: Und wir haben vielleicht gar keine neuronalen Bahnen die wissen wie man sich in einer sicheren Beziehung bewegt.

00:06:31: Das ist einfach totales Neuland und in der Beziehungen mir selbst vielleicht schadet, die immer wieder in den gleichen Mustern landet.

00:06:41: Habe ich aber die ganzen Skills entwickelt?

00:06:44: Es ist eine andere Sportart sozusagen, aber in der bin ich echt... Da kriege ich echt oft einen auf die Rübe!

00:06:50: Aber ich kenne die Regeln in dieser Sportart, ich weiß die Regel und wie das funktioniert

00:06:54: etc.,

00:06:55: Und dann bietet mir jemand ne neue Sportart an und sagt hey, dies viel toller!

00:07:00: Ich hab aber kein Blassenschimmer davon Was es da für Regeln gibt, wie man sich dort verhält.

00:07:06: Wie man dort überhaupt Punkte macht etc.

00:07:10: Ja ich glaube das ist ein guter Vergleich.

00:07:14: und ja gleichzeitig finde ich immer dass das so ein bisschen was Entlastendes hat das zu verstehen.

00:07:22: weil also wie oft... Also wie viele Leute kennen das?

00:07:27: Dass sie in der Beziehung landen und sich denken Das hat doch ganz anders angefangen.

00:07:32: Ich hab gedacht, der ist ganz anders als beim letzten

00:07:35: Mal.

00:07:35: Das ist

00:07:35: ganz ... Anders.

00:07:37: wie konnte das schon wieder hier enden?

00:07:39: So!

00:07:40: Und dann zu verstehen okay, man isst da nicht doof und es ist nicht weil man sich irgendwo anstellt oder so sondern dass es einfach wirklich was Inneres Unwillkürliches Autonomis gibt, dass irgendwie's kennt.

00:07:57: wo ist ein Gegenüber bei dem ich mich insofern sicher fühlen kann, als ich irgendwie Strategien habe mit was auch immer da kommt umzugehen.

00:08:06: Also wo ist das, dass sich Letzten dann einfach Vertraut anfühlt?

00:08:10: Auch wenn es das Vertraute ist, dass ich nie wieder haben wollte.

00:08:13: aber das hat ja einfach das autonome Nervensystem, das uns überleben sichert und der energiesparen Modus den das hier gerne anschmeißt und sich nicht ständig alles neue Bahnen sucht sondern aufs Vertrauter zurück greift weil sich das sicher anfühelt.

00:08:26: Wo ist da jemand, der das erfüllt?

00:08:29: so

00:08:30: Ja, absolut.

00:08:30: Und da haben wir auch wieder diese Achtzigzwanzigregeln.

00:08:32: also wenn wir über den Kopf wissen diesmal suche ich mir eine Beziehung die gesund ist und auf Augenhöhe und unsere Liste mit allen Dingen die wir haben wollen.

00:08:47: und dann ist aber unser Körper der diese ganzen neuronalen Bahnen vielleicht ja auch sogar schon über Jahrzehnte entwickelt hat das Der Beziehungspfad, wenn du an das Dschungelbild zurückdenkst aus einer unserer ersten Folgen.

00:09:02: War das sogar die erste?

00:09:03: Ich weiß gar nicht

00:09:03: mehr.

00:09:03: Ja, bei der Folge was ist eigentlich Regulation Null-Eint?

00:09:07: Sehr gut!

00:09:09: Marta hat einen Plan.

00:09:13: Den habe ich manchmal nicht so in diesem Bereich.

00:09:17: Aber in dieser Folge kannst du dir dieses Dschingelbult genauer anhören falls dich das interessiert.

00:09:25: aber... wenn dieser Dschungelpfad der ungesunden Beziehungen einfach total ausgelatscht ist.

00:09:32: Und dann kommt jemand mit der Idee, so heute gehen wir aber einen anderen Pfad und er ist aber noch gar nicht betreten worden!

00:09:42: Wir kennen uns da einfach nicht aus und es ist automatisch ganz ohne dass wir es merken, gehen wir den Weg, den unser Körper besser kennt.

00:09:56: Und da braucht es wirklich... Ja, also da muss man sich manchmal ein bisschen selbst austricksen.

00:10:04: Und das braucht auch Begleitung an, finde ich zumindest hilfreich an manchen Stellen und fast sowas wie Disziplin.

00:10:16: Also weil man manchmal auf so Sachen... Man muss ein bisschen sein, weil der innere Kompass funktioniert ja dann nicht so richtig.

00:10:26: Der innere Kompass sagt ja zu etwas, was eigentlich ungesund ist und er sagt nein zu etwas was eigentlich gesund ist.

00:10:33: Das heißt unser Bauchgefühl lenkt uns manchmal in die falsche Richtung.

00:10:39: Ich glaube das ist ein total wichtiger Punkt weil es auch eine echt große Schwierigkeit mit sich bringt.

00:10:47: Weil in ganz vielen Situationen können wir unseren Bauch gefühlen gut vertrauen.

00:10:50: Wir üben das ja auch ständig, ne?

00:10:53: Ich sage in der Therapie schnell hey hör auf dein Bauchgefühl.

00:10:55: doch in dem Fall...

00:10:57: Ja also gerade mit ungünstigen Vorerfahrungen ist es oft nicht so gut auf das Bauch Gefühl zu hören.

00:11:05: Also du weißt hier in der Therapeut sehr genau in welcher Situation du das sagst höre auf den Bauch-Gefühlen und

00:11:12: jetzt

00:11:13: kommt natürlich da die Herausforderung.

00:11:15: vorher weiß ich denn wann ich uns auf mein Bauch gefühlt hören soll und wo nicht?

00:11:20: Das ist eine total gute Frage und also ich würde auch sagen, das sage ich auch Klientinnen immer.

00:11:26: Hab nicht die Erwartung dran dass du das immer richtig entscheidest Denn das is wirklich ne feine Umjustierung.

00:11:35: Und natürlich wenn ich mit KlientInnen in der Praxis daran arbeite versuchen wir auf Körperebene gesunde Beziehungserfahrungen zu verkörpern.

00:11:46: Ja, wo hast du eine gesunde Beziehungserfahrung gemacht?

00:11:49: Und wie fühlt sich das an.

00:11:51: Da nehmen wir uns die Machete und machen einen neuen Pfad in den Dschungel rein.

00:11:56: Den gehen wir im therapeutischen Setting.

00:11:59: Gehen ihr in Verkörpern denen.

00:12:01: Das ist dieses Embodiment.

00:12:04: Der Unterschied zwischen Wissen und Verkörpern.

00:12:09: Also wir wissen was uns gut täte... ...und dann zu gucken, wie fühlt es sich an.

00:12:14: Damit wird diese neuronalen Pfade anfangen mehr und mehr zu etablieren.

00:12:19: Und auch ein Referenzwert bekommen in der durchen Stilbrei, oder?

00:12:22: Genau!

00:12:23: Also im Grunde die innere Orientierung den inneren Kompass neu zu kalibrieren.

00:12:29: Und das ist ein Prozess.

00:12:30: da geht nicht von heute auf morgen Schnips und jetzt gehe ich nur noch gesunde Beziehungen ein sondern es ist da auch wirklich einen Lernen sich bekannt machen miteinander einen sich vertraut machen miteinander und dann eben auch zu lernen.

00:12:46: also Der erste Schritt ist die Muster zu erkennen und dann eine Pause einzubauen zwischen Impuls- und Handlung.

00:12:57: Und dann wirklich zu prüfen, also sich zu regulieren und zu prügen... Ist es jetzt gerade mein altvertrauter Pfad der aber mich in eine ungesunde Richtung bringt?

00:13:10: Oder ist das der neue Pfad?

00:13:13: Ja, er macht Angst!

00:13:15: Alles sagt irgendwie nein geht den anderen Pfad Komm zu mir!

00:13:21: Ja, das sind wirklich krasse innere Kräfte manchmal aktiv.

00:13:25: Und zwar völlig unbewussten.

00:13:27: Also ohne dass man es mitbekommt.

00:13:29: Das finde ich so beeindruckend.

00:13:33: und auch erschreckend ist daran wie viel wir einfach von so autonomen Impulsen auch gesteuert werden im Alltag bei Entscheidungen, von denen wir nicht denken, dass gerade unser autonomes Nervensystem an dieser Entscheidung beteiligt

00:13:47: war.

00:13:50: Ja, also auch war Zeiträume ja manchmal.

00:13:54: Genau!

00:13:55: Also ich kann es vielleicht einmal konkreter aus der... ein fiktives Beispiel aus der Praxis.

00:14:00: Da lernt gerade jemanden kennen und wir haben in der letzten Folge über diesen Vertrauensvorschuss gesprochen und grade Menschen die auf der Bindungsebene auch Trauma erlebt haben oder Verletzungen erlebt haben.

00:14:14: Und jede Verletzung ist ein Trauma auf dieser Ebene.

00:14:17: Aber gerade Menschen, die vielleicht viele Verletzungen dort erlebt haben und ganz gewisse Menschen, der da Traume erlebt haben.

00:14:24: Und grade im frühen Bereich, da geht immer Bindung vor allem anderen.

00:14:28: Das heißt erst mal muss die Bindung gesichert werden und dann gucken wir weiter.

00:14:33: Ja das hast du im Vorgespräch schon auch gesagt Marta, dieser Erstbindung – und dann lernen wir uns kennen!

00:14:42: Ja, das ist was, dass ich vor ein paar Jahren in einem Video von der Dami Scharf gelernt habe und das für mich ganz viel Perspektive verändert hat.

00:14:50: Und zwar hat die Dami erzählt, dass es eben bei Menschen, die so frühe Verletzungen haben oft so ist, dass sie sich erst an jemand anderes binden und ihn dann kennenlernen.

00:15:02: Ich finde es schon mal ganz wichtig zu wissen, dass überhaupt einen Unterschied gibt zwischen Bindung und dieser Entscheidung – ich möchte hier eine Beziehung führen!

00:15:11: Bindung irgendwie, was ist das so?

00:15:15: Auch durch bestimmte Mechanismen ausgelöst wird.

00:15:17: Da kannst du vielleicht mehr dazu sagen zu diesem Unterschied.

00:15:21: Ich kann nur sagen also es macht für mich einen ganz großen Unterschied, dass zu wissen, dass erstes viel schlauer ist jemandem erst kennenzulernen und dann zu überlegen möchte ich mich binden.

00:15:33: Und dass es dafür auch total hilfreich ist, so für sich selber rauszufinden wo fange ich eigentlich an mich zu binden?

00:15:40: Also fängt das an mit Körperlichkeit, fängt es an mit irgendeinem.

00:15:44: Ich erzähle was bestimmtes von mir oder wo sind die Dinge, wo ich dann merke?

00:15:49: Da hänge ich jetzt aber drin und da komme ich jetzt so leicht nicht mehr

00:15:53: raus.".

00:15:54: So...

00:16:07: der die Theorie aus Nervenstark verbunden aufgreift, zum Anhören und Anschauen übersichtlich und gut zugänglich.

00:16:15: Und ich frage mich – was es für dich verändern könnte?

00:16:18: Die theoretischen Grundlagen des Nervensystems kompakterklar zu bekommen!

00:16:24: Ein Kurs, der allein für sich bereits deine gesamte Sicht auf Verhalten verändern kann und gleichzeitig die Basis für weiteres Eintauchen in die Welt des Nervensystems ist.

00:16:33: Weil der Nervensystem Orientierung mag Und Wiederholung.

00:16:39: Alle Infos dazu findest du in den Show-Nodes.

00:16:47: Genau, aber vielleicht magst Du da einfach auch mal quasi das Fundament.

00:16:51: dazu noch ein bisschen sagen in Richtung Beziehung Bindung der Unterschiede?

00:16:56: Ja es ist genauso wie Du sagst.

00:16:59: also gerade wenn wir als Kinder keine guten Beziehungserfahrungen gemacht haben und da ist Bindung lebensnotwendig.

00:17:09: Ja, ohne Bindung können Kinder nicht überleben.

00:17:12: Wenn wir da keine Erwachsen haben die sich um uns Kinder irgendwie kümmern sind wir Lebensgefahr werden wir nicht versorgt werden wenn ich gefüttert?

00:17:19: wir können nicht alleine überleben Wir sind abhängig von Bindung.

00:17:23: das heißt ne statt Regulation First gilt für Kinder BINDUNG FIRST.

00:17:29: Die suchen immer erst Bindung und die stellen alles andere in den Hintergrund auch wenn es eine schlimme Bindung sein sollte zu gewaltvollen Elternteilen, die brauchen trotzdem diese Bindung um überleben zu können.

00:17:45: Und haben ja auch keine Einordnung dass das eine gewaltfuelle Beziehung

00:17:48: ist

00:17:49: weil einfach als Kind ist es ja einfach die Welt die man kennt und damit die gesamte Welt.

00:17:55: Ganz genau!

00:17:56: Das ist im Grunde die Sportart die sie kennenlernen wo sie die Regeln kennenlern.

00:18:02: Wir haben in den letzten Folgen auch schon einiges über den Unterwerfungsimpuls gesprochen, was viel damit zu tun hat.

00:18:11: Und das ist quasi der einzige Dschungelpfad, der dort existiert.

00:18:18: und wenn dieses Kind dann erwachsen wird und selbst Liebesbeziehungen sucht und innerlich dass noch so verkörpert hat ich bin abhängig von Bindung Ich kann nur überleben, wenn ich gebunden bin.

00:18:33: Dann ist jede Bindung egal wie zerstörerisch sie ist besser als keine Bindung.

00:18:41: Also dann ist diese Angst vor dem Alleinsein... Das erklärt manchmal auch warum Menschen aus Gewaltvollen, aus häuslicher Gewalt ins Frauenhaus zum Beispiel gehen das die es so schwer haben diesen Schritt in eine gesündere, gesundere Zukunft zu machen und immer wieder auch zurückgehen.

00:19:05: Ja das ist nicht weil die Gewalt mögen ja es ist weil diese neuronalen Fahne das Vertraute sind und dieser Angstvermittlung

00:19:14: ist überlebenswichtig.

00:19:16: Genau!

00:19:16: Eine Inbeziehung zu sein also egal in welcher.

00:19:20: Genau alleine sein heißt sterben Nicht in Bindung sein, nicht in Beziehung sein heißt Sterben.

00:19:28: Wenn wir uns erwachsene Menschen angucken, wir wissen dass das nicht so ist.

00:19:31: Doch das Nervensystem wenn mir wieder daran denken da wird dieser Abgleich mit der Vergangenheit gemacht diese Bewertung die findet im Gehirnstand und der innere Alarm ist auf.

00:19:42: Ich brauche Beziehungen um jeden Preis Und das ist Die Art Beziehung die ich kenne und ich weiß wie das funktioniert und ich habe es bis heute überlebt also werde ich das auch weiter überleben.

00:19:54: Das ist für manche wirklich fatal je nachdem, wie das eigene Gefühl von hey ich kann auch alleine.

00:20:02: Diese innere Erwachsene sozusagen die braucht es an der Stelle und die muss genährt werden also dass diese quasi diesem inneren Kind Anteil den es da gibt, der auf diese Bindungen angewiesen ist, diese Beziehung angewiesent ist, dass im Grunde das nicht mehr im Außen gesucht wird sondern die Innere Erwachsener diesen Teil irgendwie übernimmt.

00:20:25: Aber jetzt sind wir total in so einem therapeutischen ... Ding abgeschweift.

00:20:32: Ja, aber ich finde das was sehr Wesenliches, was du sagst weil es ja ... Das fühlt sich ein bisschen zurück zu dem, wo du vorhin gesagt hast.

00:20:42: Es braucht unter anderem auch Disziplin und eben einen Erkennen.

00:20:48: Was läuft hier eigentlich an Muster in mir?

00:20:52: da eine Wahrnehmung dafür überhaupt zu entwickeln.

00:20:56: Und dann eben diese Disziplin zu haben, dem Impuls nicht immer nachzugehen sondern so wie du jetzt gerade ja gesagt hast auch sich selbst zu vermitteln auf irgendeine Art und das ist manchmal ja nicht so einfach je nachdem was die Geschichte ist und wie tief einfach dieser Angst sitzt aber ein Update zu machen von einem Wow Jetzt als Erwachsene bin ich in einer anderen Position Und jetzt hängt mein Überleben nicht mehr davon ab in dieser Beziehung zu bleiben und sehr milde mit sich zu sein, weil das nicht mit einmal Denken ankommen wird.

00:21:30: So, wenn man es sehr viel länger brauchen wird.

00:21:32: Ja.

00:21:33: Und je nachdem wie groß diese Angst da ist, da auch diese Entscheidung zu treffen... Okay!

00:21:41: Mein Bauchgefühl sagt geht zurück in die alte Beziehungsstruktur, gar nicht unbedingt die alte Beziehung.

00:21:46: Aber eine ähnliche Beziehungen Struktur.

00:21:51: Das Bauchgefühl zieht da hin und angenommen man hätte zwei Personen zur Auswahl.

00:21:59: Die eine ist eher wie das Alte-Beziehungsmuster und die andere hat gesündere Beziehunstrukturen im Angebot

00:22:05: was man ja eben vorhinein selten so ausgeschindet bekommt.

00:22:09: Ja genau, aber angenommen Wir wissen das natürlich auch jetzt nicht, wir hören auf unseren Körper.

00:22:19: Und ... Das ist manchmal dann gar nicht so leicht und man trifft noch ganz oft wahrscheinlich falsche Entscheidungen.

00:22:27: Auch weil es gar nicht einfach ist.

00:22:28: Ist das jetzt mein richtiges Bauchgefühl?

00:22:30: Und ist das jetzt das Bauch gefühlt, dem ich vertrauen kann?

00:22:32: oder ist das das Bauchtgefühl, den mich nicht vertrauen können?

00:22:35: Ist das schon neu justiert, neu kalibriert oder ist es noch das Alte?

00:22:39: also es ist eine manchmal auch echt lange Phase der Verwirrung dass wir da in den therapeutischen Prozessen, es ist tatsächlich oft hilfreich genau diese Fragen das mit in die Therapiestunden zu nehmen und das dort kalibrieren zu lernen.

00:22:56: Also auch keine Entscheidung über eilig zu treffen sondern sich vornehmen.

00:23:02: hey ich lerne die Person erst einmal kennen und nehme mir Zeit auch meine inneren Muster zu erforschen im Kennenlernen dann zu gucken.

00:23:16: Okay, hier zieht mich alles hin und in die andere Richtung ist ... Panik!

00:23:21: Ich kenne mich nicht aus

00:23:22: hier.".

00:23:23: Und das ist an manchen Stellen genau das es welchen Weg wir gehen müssen oder wollen eigentlich.

00:23:32: also dass wir manchmal ganz uninstinktiv handeln Also eben genau dahingehend wo eigentlich alles mit Angst reagiert.

00:23:41: Wo weiß denn die andere richtung?

00:23:45: So schön, das ist mir so vertraut.

00:23:47: Das kenne ich und es fühlt sich gut an.

00:23:49: Da kenne Ich mich aus.

00:23:51: Das

00:23:51: versteht mich jemand.

00:23:52: Ja!

00:23:53: Also dieses Gefühl, ah, ich werd verstanden wir sind uns doch so ähnlich Wir verstehen uns ohne Worte.

00:23:58: Das ist oft ein spannender Hinweis auf.

00:24:01: vielleicht sind da ähnliche Muster auch am Start.

00:24:04: Genau unsere Puzzlestücke passen so gut zusammen.

00:24:10: Und dann aber eben zu gucken okay ne ich verändere mein Puzzelstück Also, ich kalibriere mich neu.

00:24:18: Ich arbeite auch in der Therapie vielleicht oder auch selbst zu deinen Selbsterfahrungstemminaren da dran.

00:24:24: Was ist auch der Grund was mich in diese schädlichen Beziehungen zieht?

00:24:34: Ja es ist ja auch... Du kannst mich jetzt nicht am Video sehen aber ich halte quasi eine Hand zu Faust und die andere Passt perfekt über diese Faust, also wie so zwei Puzzlestücke die perfekt zusammen passen und das fühlt sich so richtig an.

00:24:47: Und da ist aber natürlich sind wir mit unseren Beziehungsthemen ... Wir haben unser Puzzle-Stück sagt ich brauche Bindung um jeden Preis und ich weiß wie man sich bewegt wenn man angeschrien wird Ich weiß wie Man sich beweagt Wenn man sich unterwirft.

00:25:08: Und dann suche ich mir ein Puzzlestück unter Umständen, was da... Ach nicht.

00:25:12: Suche ich mehr ne?

00:25:12: Also dann passt aber einen Puzzelstück.

00:25:15: Nee, bewusst auf gar keinen Fall!

00:25:17: Aber dann passt auch ein Puzzelstück besonders gut, was genau das bedient sozusagen.

00:25:24: und wenn ich aber anfange mein Puzzle-Stück zu verändern Was ist?

00:25:29: vielleicht erwächst der Mittelfinger etwas größer.

00:25:33: Ja Dann passt es irgendwann gar nicht mehr an dieses ursprüngliche Puzzlestück.

00:25:40: Ja, dann fängt es an so hell... Nee passt hier irgendwie gar nicht mehr!

00:25:46: Das ist jetzt gerade ein wirklich schönes Bild für mich was ihr jetzt leider nicht sehen könnt.

00:25:53: aber vielleicht magst du dasselbe mal ausprobieren wenn du eine Faust nimmst und deine Hand drüber legst wie gut das passt Und dann gibst du die Hand drüber, legt weg und streckst mal den Mittelfinger aus.

00:26:02: Das ist so was die Kati gerade beschrieben hat... ...und versuch's nochmal!

00:26:06: Dann geht das schon gar nicht mehr so gut und dann passt es nicht mehrso gut.

00:26:09: Also einfach damit ihr dieses Bild auch habt.

00:26:12: Denn das fand ich grade sehr passend.

00:26:19: Und was ich da überhaupt nicht mit sagen möchte also dass Menschen, die in einer gewaltvollen Beziehung sind, suchen sich das nicht freiwillig aus.

00:26:26: Die haben auch keine Schulter dran Gewalt erfahren, also diese Verantwortung für die Gewalt, die ausgeübt wird liegt bei den Personen, die die Gewaltaus üben.

00:26:36: Ja?

00:26:38: Punkt!

00:26:38: Also da brauchen wir überhaupt nicht weiter zu diskutieren.

00:26:41: und gleichzeitig gibt es halt eben diesen Mechanismus dass diese neuronalen Bahnen, die wir haben wie Puzzlestücke sind und dieses Gefühl von das passt aber wie arsch auf einmal irgendwie auslöst.

00:26:57: Und das ist unsere Chance.

00:26:59: Wir haben in vielen Fällen nicht die Gelegenheit, das andere Puzzlestück zu verändern.

00:27:06: Das liegt nicht in unserer Macht!

00:27:09: Doch wir können unser Puzzle-Stück verändern und da können wir eben was ich meinte Schritte machen in eine Richtung, die sich erstmal total schräg anfühlt ja?

00:27:21: Und wir Angst haben diesen Schritt zu gehen und uns vielleicht merken okay immer wenn diese Angst auftaucht könnte das ein Signal dafür sein, dass es die richtige Richtung ist.

00:27:32: Und dann in diesem Bereich gute Erfahrungen machen.

00:27:36: Stimmt war eine gute Entscheidung!

00:27:37: Ich hatte Angst und ich bin diesen Weg trotzdem gegangen und er war gut.

00:27:41: Die Entscheidung war gut.

00:27:43: Ja und damit gehen wir ganz automatisch unseren neuen Dschungelpfad und treten den ein bisschen breiter und machen noch mehr Blätter weg und dann wird auch irgendwann die Angst weniger.

00:27:57: Wir wissen, wie wir da lang gehen können.

00:28:00: Manchmal ist es ja auch gar nicht Angst was das Signal ist sondern manchmal ist es eher Langeweile.

00:28:07: also dass es so ruhig ist und dass man sich erst damit anfreunden muss, dass ruhig eigentlich total fein ist.

00:28:18: Das hat damit zu tun, wenn wir in alten Beziehungsstrukturen ganz viel Drama kennen wo wir uns vielleicht Wild streiten und dann gibt es wilde Versöhnungen.

00:28:30: Und boah, ich fühle mich so geliebt!

00:28:33: Boah bam bam und dann wieder Drama... Also solche Beziehung gibt's ja.

00:28:39: Wenn wir dann auf einmal jemanden kennenlernen der oder die dieses Drama einfach nicht hat.

00:28:46: Einfach so eine Stabilität ist hey Ich bin da okay du bist ok wie du bist.

00:28:52: Das kann sich erst mal

00:28:53: Echt

00:28:54: richtig krass langweilig und unlebendig anfühlen.

00:28:58: Und das erlebe ich auch oft in der Praxis, dass mir das gespiegelt wird... Boah, ich langweile mich zu Tode mit dem!

00:29:03: Der ist so langweillig oder die?

00:29:06: Und dann erforschen wir das aber ein bisschen.

00:29:08: Ist es wirklich langeweile oder ist das ein Erleben von Sicherheit?

00:29:13: Wo dieses Erleben vom Drama nicht mit dabei

00:29:15: ist.

00:29:17: Das klappt manchmal und manchmal auch nicht weil niemand will eine langweiliere Beziehung

00:29:22: haben

00:29:23: Ja, in der wir uns nicht lebendig fühlen etc.

00:29:26: Und gleichzeitig ein Nervensystem was aus dem absoluten Drama kommt.

00:29:31: Was die Sportart-Drama einfach kennt.

00:29:34: Hier beziehungsweise einfach innerer Hochstress das würde ich da recht gleichsetzen mit.

00:29:41: Die ganze Zeit im Inneren Hochstess und diese Person kommt dann auch in einen neuen Spielbereich eine ganz neue Spielart

00:29:53: Stress

00:29:54: als ... Also, die spielen einfach ganz anders.

00:29:58: Die haben

00:29:59: also da wo man vorher mit dem Ball gespielt hat spielt man jetzt keine Ahnung.

00:30:05: was gibt's denn noch für Sportarten?

00:30:07: Schach!

00:30:09: Ja genau.

00:30:09: Spielt mal auf einmal schach.

00:30:12: Was sehr aufregend und dramatisch sein kann.

00:30:15: Total aber auch eine ganz andere Art.

00:30:17: Aber es ist ... Genau du kannst nichts von dem was du vorher gelernt hast irgendwie übertragen und irgendwie Ähnlichkeit.

00:30:24: Okay, wenn ich in so eine Situation gekommen bin habe ich damals das und das, aber du erlebst nur noch neue Situationen wo du wirklich auf keine Erfahrungen zurückgreifen kannst Und das ist eine totale Stressherfrausforderung für der Nervensysteme.

00:30:41: Also was uns oft davon abkehren lässt auch wieder von diesen eigentlich gesunden Beziehungsstrukturen

00:30:50: gibt ja auch so es wie eine Abhängigkeit, die man von Stress vermonen und dem Spiegel den das im Körper hat einfach entwickelt.

00:30:59: Und wo das so wie bei jetzt Dopaminentfönung einfach auch so eine langsame Entföhnung manchmal braucht.

00:31:10: Und langsam ist da vielleicht auch... Also für mich gerade das Wort dass sich durchzieht durch alles was wir dazu gesagt haben

00:31:19: dass es

00:31:20: eigentlich ja einfach wirklich Sinn macht, langsamer zu werden.

00:31:25: Also langsam mal im Sinne von sich zu binden und Entscheidungen dazutreffen, sich Zeit zu geben was wirklich zu erkennen.

00:31:33: Und ich kann mich auch nur dann spüren wenn ich mir Raum dafür nehme

00:31:36: also dieses

00:31:37: Mir-Raum-Geben für das wir auch am Anfang hatten ist das einfach was ausmacht?

00:31:44: Ja absolut!

00:31:44: Ich habe das manchmal mit Klientinnen in der Praxis Vertrag miteinander abschließen, dass wenn meine Klientin oder mein Klient jemand Neues kennenlernt, dass sie nicht sofort in eine Beziehung geht.

00:32:02: Sondern wirklich sich Zeit mindestens... Also wir gucken dann was ein adäquater Zeitraum ist ne?

00:32:07: Drei Monate, sechs Monate und ich werde ein halbes Jahr lang keine Ahnung die Person einfach nur kennenlernen.

00:32:18: und was sind Sachen, die ich kennenlernen möchte?

00:32:20: Und auch dass wir einen therapeutischen Prozess ausloten.

00:32:25: Welche Verhaltensweisen sind für mich unverhandelbar?

00:32:32: Also welche Sache brauche ich in einer Beziehung, die nicht verhandeln?

00:32:37: Was sind meine absolut notwendigen Green Flags, die Ich brauche?

00:32:42: Und was sind meine Red Flags?

00:32:44: die nicht verhandelbar sind.

00:32:46: Wenn das auftritt, zack bin ich sofort weg!

00:32:48: Null

00:32:48: Diskussion.".

00:32:50: Ja und wahrscheinlich ist es auch ein sehr spannender Prozess um auch zu schauen ah und an welchen Stellen möchte ich unbedingt sagen?

00:32:59: Das ist jetzt aber meine neue Beziehung und an welche Stellen setzen sich da meine Muster im Bewegungen kommt da ein innerer Druck und worum geht's denn eigentlich bei dem?

00:33:08: also um sich da dann eben auch mit der gesunden Erwachsenen Instanz in uns selber begegnen zu können, sagen hier ist schon genug Sicherheit dadurch dass wir erwachsen sind tatsächlich in den meisten Situationen und so eine Orientierung auch darauf

00:33:24: zu haben.

00:33:25: Ja und auch diese Gefühle die dann auftauchen Menschen gehen ja oft Beziehungen ein Auch wenn sie schon die Red Flex sehen nur um nicht alleine zu sein.

00:33:39: Und dieses Gefühl aber in dem Augenblick zu benennen fühle mich gerade, ich bin grade alleine und ich fühle sich vielleicht sogar einsam.

00:33:47: Und die Lösung war bisher immer Ich gehe in eine toxische Beziehung.

00:33:53: Und ich frage mich ob es vielleicht auch noch andere Lösungen gibt mit diesem Gefühl von Einsamkeit anders umzugehen?

00:34:00: Ja das sind oft Dinge, die wir in der Therapie ausloten und Wege fürzufinden.

00:34:06: aber der erste Schritt ist dann eben dieses Gefühl von Einsamkeit zu bemerken Ja zu bemerken, okay ich fühle mich einsam.

00:34:16: Ich hab Sehnsucht nach Körperlichkeit.

00:34:19: Ich will nicht mehr alleine im Bett liegen oder... ...ich will die Familienfeste nicht alle eine verbringen.

00:34:27: Alle anderen sehen immer total happy aus.

00:34:30: Bei allen ist ja dann alles total super rosig und nie mit irgendwelchen Problemen behaftet.

00:34:39: Und deswegen gehe ich jetzt hier so Kompromisse ein also diesen Mechanismus erstmal zu sehen, das ist ja immer der erste Schritt.

00:34:47: Und dann eine Pause zwischen dieses Gefühl und den Impuls der Handlung und die Handlung dann zu bringen.

00:34:55: Also da eine Pause reinzubringen und sich eventuell dafür zu öffnen und nach Dingen zu suchen wie man dieses Gefühl, wie man dem auch noch anders begegnen könnte.

00:35:07: Dazu gehört auch sich bewusst zu machen hey ich bin jetzt erwachsen Ich sterbe nicht, wenn ich diese Beziehung nicht eingehe.

00:35:12: Ja meine Güte dann lege ich noch ein bisschen länger einsam hier in meinem Bett.

00:35:17: Das ist nicht schön und ich sterbe mich davon.

00:35:20: Und das hört sich jetzt total platt an.

00:35:24: doch für manche es genau dieser Satz

00:35:29: Manches klingt so offensichtlich dass man gar nicht auf die Idee kommt sich das selber zu sagen

00:35:34: und dann merkt man

00:35:35: wow genau das hat mein Körper offensichtlich gebraucht und dann fährt da irgendwas runter.

00:35:43: Manchmal sind es die Basics, die aber einfach noch nie angekommen sind und wo es wirklich Sinn macht, denen Raum zu

00:35:51: geben.".

00:35:52: Und das ist genau der Punkt Basics!

00:35:54: Die werden am Anfang des Lebens gelegen – die Basicks.

00:35:58: Wenn da was schief gelaufen ist, funktionieren die Basiks nicht so gut.

00:36:04: Dann ist es gut sich darum zu kümmern... Also da gibt es Wege, da gibt's Hoffnung.

00:36:09: Da gibt es gute Beziehungen da draußen auch für dich.

00:36:15: Also dich auf der anderen Seite des Kopfhörers und alle!

00:36:21: Ja ich würde total gerne noch auf eins zu sprechen kommen nämlich wir haben jetzt vor allem Eigentlich die Seite von einem sehr aktiven Bindungssystem beleuchtet und ich könnte mir vorstellen, dass sich nicht alle Zuhörenden voll abgeholt fühlt.

00:36:38: Und das Gefühl haben wir ja... Das hat jetzt genau meine Erfahrung mit Beziehungen Video gegeben weil es da einfach

00:36:43: auch

00:36:44: noch eine andere Variante von gibt.

00:36:47: Nämlich, dass man sich eben auch... Ich denke auch, was ist das relativ früh passiert?

00:36:53: Dass man irgendwie die Entscheidung trifft.

00:36:54: Okay, Bindung ist so gefährlich und doof!

00:36:59: Ich entscheide mich hier für meine Autonomie und ich lasse mich einfach möglichst wenig ein, andere Menschen zu brauchen ist gefährlich.

00:37:05: Und das möchte ich nicht.

00:37:08: Magst du dazu auch noch ein bisschen was sagen?

00:37:11: Ja

00:37:11: also erst mal kann ich generell sagen dass sich wahrscheinlich nicht mit einem Beispiel, ne?

00:37:16: Auch in einer fortyfünfminütigen Podcastfolge habe ich nicht den Anspruch, dass wir alle Menschen abholen.

00:37:23: aber das was du ansprichst ist natürlich total wichtig.

00:37:29: Also es ist ein Spektrum an Reaktionen.

00:37:31: und das eine ist, ich gehe jede Beziehung um jeden Preis ein.

00:37:36: Ich gehe alle Kompromisse ein damit ich überhaupt Bindung habe, damit ich überlebe Und die andere Seite ist Das war so schmerzhaft das alleine zu überleben und diesen Schmerz diese Ablehnung zu merken da ist niemand für mich Da.

00:37:51: das will ich nie wieder erleben.

00:37:54: Deswegen gehe ich gar nicht mehr die Option ein und ich kann ich schaffe dass alleine Ich brauche niemand.

00:38:00: Ich habe früher niemanden gebraucht, also brauche ich auch jetzt

00:38:03: niemand.".

00:38:03: Diese Enttäuschung und diese Möglichkeit des Nines einzugehen wird vermieden.

00:38:09: dann an der Stelle Und das sind natürlich... Da gibt es innen drin ganz oft auch die Sehnsucht nach Bindung.

00:38:20: Darüber liegt aber eben diese Angst dieses Schmerzes mit dem nochmal in Berührungen zu kommen Und dieser Schmerz muss auf jeden Fall vermieden werden.

00:38:35: Das ist so das Prinzip, was dahinter steckt

00:38:38: und muss auf jedem Fall vermiden werden weil er eben als Kind kaum aushaltbar war und deshalb diese Entscheidungen getroffen worden sind.

00:38:45: und auch da ist es ja dann meistens so dass man als Erwachsener andere Möglichkeiten hat sich auch Unterstützung zu holen um mit so einem Schmerzen umzugehen.

00:38:56: ich habe

00:38:56: nur irgendwie immer wieder Also immer wieder ist das was, dass ich mich frage.

00:39:01: Weil... Ich glaube, für Menschen die diese Entscheidung eben für Autonomie getroffen haben, dass es ja wesentlich schwieriger sein muss – also ich stelle mir das so vor, ich bin definitiv auf der anderen Seite zu Hause – aber dass es wesentlich schwerer sein muss, das mitzubekommen!

00:39:19: Weil sich ja Autonomie... Erstmal, also man ist so geschützt.

00:39:22: Man ist so hier bin ich zufrieden und das läuft alles und ich will hier auch gar nicht dran haben Und es wird.

00:39:28: vielleicht werden Beziehungen flacher.

00:39:30: Vielleicht kriegt man das immer wieder mal rückgespiegelt von anderen Leuten dass da nicht zu viel Einlassen da ist oder dass man nicht als so spürbar erlebt wird Oder ähnliches.

00:39:40: Aber ich kann mir vorstellen, dass das total schwierig ist Da selber überhaupt diese Rückmeldung darüber zu bekommen.

00:39:46: Von da finde ich mich Wieder.

00:39:51: Na, ich glaube also bei mir in der Praxis kommt das Thema auf.

00:39:54: wenn dann... Also auch manchmal erst im Verlaufe von Therapie wo es um ganz andere Themen geht und dann irgendwann hat die Person gelernt auch mit hohen Aktivierungszuständen umzugehen.

00:40:05: wir haben so ein paar Dinge auch bearbeitet Und die Resilienz wird größer und Dann ist dieser Schmerz mit dem also die Fähigkeit mit Schmerzen Kontakt zu kommen wird dann ein bisschen größer Und dann taucht manchmal diese Sehnsucht auf.

00:40:24: Nicht mehr alles alleine.

00:40:25: Eigentlich will ich gar nicht alles.

00:40:27: Eiglich bin ich manchmal ein bisschen einsam, aber ich weiß gar nicht wie das geht und wenn ich irgendjemanden kennenlerne, ist sofort alles Panik.

00:40:36: Also meistens ist es nicht sofort da dieses Thema sondern meistens taucht das bei mir in der Praxis zumindest im Verlauf der Therapie auf.

00:40:47: Es kann sein... gerade wenn man vielleicht schon Therapie erfahren ist oder Bücher gelesen hat, Podcast gehört hat.

00:40:52: Dass man sich darin wiederentdeckt und denkt okay das ist der Grund warum ich glaube ich komme zu gut alleine zurecht Ja weil es ja auch viel mit funktionieren zu tun hat.

00:41:04: Ich brauche niemanden ich schaffe alles alleine was anstrengend ist dass kräfte braucht.

00:41:10: manchmal wäre schön sich helfen zu lassen aber wenn die Hilfe dann nicht funktioniert, dann ist dieser Schmerz wird er eben wieder angetriggert.

00:41:19: Und da ist es... also in der Praxis ist das dann eben okay.

00:41:22: wir gucken uns Stück für Stück diesen Schmerzeinstück nach dem anderen weiter an werden dieses Kühlschrankbild in der vorletzten, vorvorletzend beides selbst Kontroller genau

00:41:35: Resilienz

00:41:37: Genau!

00:41:37: Wir hatten dieses Kühlschrankbild und sobald Wenn wir noch in diesem Zustand sind, ich mache da alles alleine.

00:41:46: Dann ist das unter Umstand eingefrorenen im Kühlschrank und dann kommt irgendwann der Punkt wo dieses Wasser im Kühlschrank anfängt zu schmilzen und dann drückt es.

00:41:56: Und dann kommt manchmal der Handlungsbedarf.

00:42:00: Dann habe ich Not.

00:42:02: Ich will doch eigentlich... Das drückt so und ich will eigentlich in Beziehung aber da kommt die ganze Angst direkt hoch.

00:42:08: Und dann gucken wir, wie wir dann Wasserhahn dran machen können und Stück für Stück uns eintropfen Angst nach dem anderen irgendwie vorknüpfen und den integrieren und das auch genauso Schritt für Schritt mutig mit Angst Schritte in Richtung Hilfe annehmen Beziehung eingehen Beziehung austesten.

00:42:32: Also das heißt ja nicht, man muss direkt heiraten oder sich irgendwie...

00:42:35: Ja ich glaube es ist auch was das einfach auch in bestehenden Beziehungen sein kann dass einfach Menschen nicht so bereit sind sich zu öffnen oder eben wirklich zu zeigen was ihnen los ist.

00:42:46: also ich glaube das ist

00:42:47: gar nicht

00:42:48: so selten

00:42:50: und

00:42:51: Auch da kannst du dann Sinn machen einfach mutig diese kleinen Schritte zu machen und mal ausprobieren wie das ist.

00:42:57: wenn man sich doch ein kleines Stückchen mehr öffnet und natürlich vorher abgecheckt hat, ist das ein guter Raum um das zu probieren.

00:43:05: Um sich auch eine gute Erfahrung zu ermöglichen.

00:43:08: Und manchmal gibt es auch dieses Muster dass ne Person erst in diesem ersten war und echt Erfahrungen gemacht hat.

00:43:16: schlechte Erfahrungen, eine schlechte Erfahrung noch nicht schlechte Erfahrung.

00:43:18: dann aber merkt er

00:43:21: legt mich mal

00:43:22: alle am allerwertesten Ich will jetzt keine Beziehung mehr.

00:43:28: ich lass es Also auch so eine gewisse Resignation.

00:43:33: Jede Beziehung ist einfach scheiße!

00:43:38: Und dann ist man auch an einem ähnlichen Punkt, ne?

00:43:40: Dann kann man da... Ist das auch erstmal gut vielleicht und dann ist es okay auch dann da weiter zu gucken.

00:43:45: wie kannst du da weiter in Richtung gesunde Beziehungen gehen wenn man den Wunsch da noch hat?

00:43:49: also ich will jetzt überhaupt niemanden die Beziehungsaufdrängen der gerade keine Beziehungeben haben möchte was auch total wichtig

00:43:56: ist.

00:43:58: Ja diese Dynamiken also grade.

00:44:01: Also viele Dynamiken zeigen sich ja auch einfach in ein paar Beziehungen stärker und sind in Freundschaften nicht ganz so krass ausgeprägt.

00:44:07: Aber letztlich glaube ich, dass es auch in Freundchaften durchaus immer wieder mal ... Ja!

00:44:13: Sich zeigt was man so an Musstern hat und wie gut man mit näher kann... Wie sehr der Unterwerfungsimpuls sich meldet?

00:44:22: Wie gut man Grenzen setzen kann.

00:44:23: also all diese Dinge über die wir schon gesprochen haben findet ja da einfach im Kontakt mit anderen Menschen seinen Ausdruck.

00:44:31: Und auch in diesen unterschiedlichsten Beziehungsformen, die wir einnehmen können, können wir Erfahrungen sammeln.

00:44:37: Die sich dann auf die anderen Beziehungshorm wieder auswirken.

00:44:41: Also natürlich gibt es manche Beziehunsformen – was ist das ich in Liebesbeziehungen?

00:44:45: Wenn wir da das Thema Sexualität irgendwie mit rein nehmen….

00:44:49: Das können wir jetzt nicht so eine beruflichen Beziehungen unter Umständen abchecken, auschecken und ausprobieren.

00:44:56: Da brauchen eine Beziehung, wo wir irgendwie sexuelle Kontakte mit drin haben und da auch achtsam einen Umgang mit uns selbst finden.

00:45:07: Aber generell gilt... Wir können in unterschiedlichsten Beziehungs-Kontexten bzw.

00:45:14: Themen auch heilen die dann Auswirkungen haben auf andere Beziehlungsfelder.

00:45:19: Ja und ich glaube das ist auch eine gute Nachricht weil in irgendeiner Form stehen wir immer im Beziehung zu anderen.

00:45:28: Und das heißt, wir haben einfach viele Möglichkeiten uns diesbezüglich besser kennenzulernen und auch auszuprobieren.

00:45:36: Und eine Einladung für alle die sich mehr damit beschäftigen wollen in Level drei geht es gerade ums Verkörpern von dem Wissen über gesunde Beziehungen und Freundschaften und in Level zwei gibt's Wissen dazu.

00:45:54: Das heißt, auch da gibt es die Möglichkeit weiterzugehen und neue Erfahrungen zu machen.

00:46:00: Ganz genau!

00:46:01: Und das ist wirklich schön – auch in diesem Online-Setting was ja seit Corona ist, habe ich da wirklich gute Erfahrungen mitgemacht.

00:46:11: Was dafür heilsame Beziehungserfahrungen stattgefunden haben.

00:46:15: Also manchmal sogar vielleicht über diese sichere Distanz des Onlines.

00:46:19: Man kann zu Hause bei sich im Safe Space irgendwie bleiben am sicheren Ort.

00:46:25: Man weiß, da kommt niemand durch den Bildschirm zu mir und im Notfall drücke ich einfach auf... Ich verlasse das Zoom-Meeting!

00:46:33: Also für manche Menschen ist dieses Online Verbindungen aufbauen der erste Schritt, der sicher genug is'.

00:46:46: Ja Ich glaube, das ist noch mal ein guter Hinweis und ich kann es nur bestätigen.

00:46:50: Ich finde dass sich wirklich schöne Verbindungen auch aus Online-Kontakten entwickeln können und ganz viel Vertrauen und heilsame Beziehungserfahrung.

00:47:03: Ja, Kathi!

00:47:05: Können wir das für heute so stehen lassen?

00:47:08: Ich glaube ja.

00:47:09: Ich glaube da haben wir eine ganze Menge zu dem Thema rausgehauen.

00:47:16: Ja, es ist natürlich ein Riesenthema und wir könnten jetzt problemlos noch Stunden darüber quatschen.

00:47:20: Aber genau ich glaube für den Moment ist das auch gut hier mal einen Punkt zu machen.

00:47:28: Und beim nächsten Mal in vierzehn Tagen beschäftigen wir uns mit etwas Anderem aber auch sehr Spannenden nämlich mit dem Thema Fehlerfreundlichkeit wie man eine gewisse Fehlerfreundlichkeit kultivieren

00:47:42: kann

00:47:43: und ich glaube, das ist auch einfach eine sehr hilfreiche Grundhaltung.

00:47:47: Auch für das Thema Beziehungen und Freundschaften in Kontakt gehen sich einfach wirklich freundlich zu begegnen mit den Macken- und Marotten die wir so haben Und

00:47:57: ja... Ich hab keine

00:48:01: Alles klar Ja genau Also die manche von uns haben, mit diesen Macken und Marotten in Kohne umzugehen.

00:48:14: Macht das Leben auch einfach ein bisschen einfacher und hilft zu vielleicht heilsamen und korrigierenden Beziehungserfahrungen mit sich selbst.

00:48:24: Denn da ist es ja auch eine ganz wesentliche Beziehung.

00:48:27: Absolut!

00:48:29: Dann vielen Dank für heute, Kathi.

00:48:31: Und auch danke an der anderen Seite der Kopfhörer fürs Zuhören – bis

00:48:35: bald!

00:48:37: Ich danke dir, Marta Bis bald, tschüssi

00:48:40: und tschüß!

00:48:53: mehr

00:49:16: Nervensystemwissen und Regulationen in die Welt zu bringen.

00:49:20: Abonniere gerne unseren Podcast, schreibe uns eine positive Bewertung und erzähle all deinen Freundinnen, Familienmitgliedern, KollegInnen davon also all denen den Regulation First auch helfen könnte mehr Selbstregulation und Milde für sich zu entwickeln.

00:49:37: Danke fürs Zuhören!

00:49:38: Und wir freuen uns wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist.

Über diesen Podcast

Regulation first! lädt dich ein, dein Nervensystem besser kennen und verstehen zu lernen. Es geht um (Selbst-)Regulation, Emotionen, Sicherheit, Verbindung und vieles mehr.

Im Gespräch erkunden wir, Traumatherapeutin Kati Bohnet und Ergotherapeutin Martha Pany, wie sich der Blick auf Verhalten und Erleben ändert, wenn wir die “Nervensystembrille” aufsetzen, neugierig hindurch schauen und Regulation konsequent mitdenken.

Der Podcast für alle, die sich selbst (und andere) besser verstehen und vor allem milder mit sich selbst sein möchten.

von und mit Kati Bohnet & Martha Pany

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